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Warum schreibt mir niemand, ich schaff es nicht auf Wein zu verzichten
@trosinette mit früher meine ich , ein oder 2 Glas Wein zu trinken, dann war es gut. Das war über 40 Jahre so. Ich wäre auch früher niemals auf die Idee gekommen für mich allein einen Wein zu öffnen, das meine ich mit früher. Aber jetzt ist das ausgeufert. Das bedaure ich sehr. ABER jetzt mach ich mal eine längere Pause.
So lange Du meinst, als Alkoholikerin eine "längere Pause" machen zu können und danach ist alles wieder normal, wirst Du niemals aus der Schleife rauskommen. So, wie ich Dir oben schrieb: Du bist noch nass im Kopf und auch körperlich.
Sorry, aber so ist es.
Liebe Grüße
Gaby
@niki Die Email mit den Instruktionen ist gleich rausgegangen. Ist die nicht angekommen? Dann bitte Rückkopplung!
@niki Meine Erfahrung: Ich habe das Programm in der Erprobungsphase schon machen dürfen, sozusagen als Betatester. Ich bin seitdem trocken.
ABER!
Das Programm ist eine sehr gute Unterstützung. Aber der Abschied vom Alkohol fängt in Deinem Kopf an, Du musst es wirklich wollen, und das für immer. Solange Du diesen Schalter nicht umgelegt hast, wirst Du immer wieder rückfällig werden, und das Programm allein wird Dir nicht aus der Patsche helfen.
Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute.
@gaby_guzek ich hab mir doch das 30 Tage coaching bestellt, bin schon gespannt
@gaby_guzek glaubst du nicht,dass ich nach einer längeren Pause wieder die Trinkgewohnheiten von früher Erreiche?
Ich war nie betrunken ,nach 1 der 2 Gläser war für mich immer Schluss.
Ganz ehrlich, @niki,
ich glaube, Du hast immer noch nicht verstanden worum es geht- oder willst es halt nicht verstehen und akzeptieren.
Es macht keinen Sinn, sich das Programm zu bestellen und dann darauf zu warten, dass man wieder "frühere Trinkgewohnheiten aufnehmen" kann! Zum erfolgreichen Aufhören gehört ganz einfach dazu, ganz und völlig mit Alkohol abzuschließen. Das war hier ja schon oft zu lesen- auch die entsprechenden Rückfallsgeschichten- und wurde Dir ja auch schon von etlichen persönlich bestätigt.
Wie deutlich muss das denn noch werden? Willst Du wirklich aufhören oder halt nicht?
Ich gehe da mit Cairni und schlage Dir vor, Dir eine gute Klinik, die qualifizierten Entzug anbietet zu suchen und Dich da anzumelden, wenn es Dir wirklich ernst ist. Dazu gehört zwingend vorher ein Besuch beim Hausarzt, weil der die Einweisung dafür schreiben muss und eine Voruntersuchung machen sollte. Und ja, ein Platz in der Suchtberatung sollte auch schon vor dem Klinikaufenthalt sicher sein, damit Du nicht nach der Klinik in ein Loch fällst.
Wenn Dir das alles zu viel erscheint und Du immer noch weiter glauben willst, dass Du mal ganz gelassen wieder ein oder zwei Gläser Wein ohne Folgen trinken kannst, dann bist Du wohl wirklich noch nicht so weit. Da kann ich gut mitreden, weil ich das auch jahrelang verschoben habe.............
Jetzt erlebe ich seit fünf Monaten, dass es sehr sehr wohl ohne Wein geht. Und ohne ein damit verbundenes Verlustgefühl.
Dass das nicht geht, das hast Du von mir, von vielen anderen hier und auch im Buch mehrfach gelesen. Hör auf, Dich selber zu betrügen. Du bist Alkoholikerin. Nein, es gibt für Dich diese Option nicht, sonst wärest Du keine.
Wie ich oben schon schrieb: So lange Du immer noch meinst, irgendwann wieder trinken zu können, Dein Leben ohne Alkohol Dir nicht erstrebenswert erscheint und Du nur eine Trinkpause einlegen willst, wirst Du scheitern.
Hallo,
es ist schonmal gut, dass Dich, bei den ganzen Erfahrungen, die Dir hier mitgeteilt werden, nicht in die Schmollecke verziehst.
glaubst du nicht,dass ich nach einer längeren Pause wieder die Trinkgewohnheiten von früher Erreiche?
Ich bin mit meinen Mitmenschen nicht so streng. Jeder tut und glaubt das, was er tun und glauben muss. Manche haben dabei ein glückliches Händchen, andere eher weniger. Ich gehe das Thema deshalb nicht mit der Brechstange an und kann nur folgendes sagen:
Versuch macht klug und gut Ding will Weile haben. Du kannst gewisse Einsichten nicht erzwingen. Letzten Endes wirst Du Deine eigenen Erfahrungen machen müssen. Das eigen Tun und Erleben ist bekanntlich der beste Lehrmeister. Echte Einsichten fallen uns selten aus Lehrbüchern entgegen. Und durch Theoriestudien allein hat es noch niemand zur Meisterschaft gebracht. Das soll natürlich keine Empfehlung sein erstmal abzuwarten und die Hände in den Schoß zu legen, bis Du irgendwo angekommen bist, wo Du sicherlich nie hin wolltest. Manche können es aber nun mal leider nicht andere lernen und wieder andere lernen es nie.
Es hängt auch immer vom empfundenen Leidensdruck ab. Ich habe 20 Jahre mit ständigen guten Vorsätzen an dem Thema laboriert. Irgendwann dämmert mir, dass ich Alki bin. Danach hat es noch ca. 5 Jahre gedauert, bis ich die Reißleine gezogen habe. Es wurde bei mir von Jahr zu Jahr immer schlimmer. Am Ende habe ich die Wochenenden von Morgens bis Morgens durchgesoffen und mich auf Feierlichkeiten, neben dem offiziellen Bierkonsum heimlich an dem starken Stoff vergriffen, der bei den Gastgebern so rumstanden und erhielt aufgrund meines Zustandes entsprechende Rückmeldung aus dem Freundeskreis.
Ich gehe davon aus, dass Dein Leidensdruck noch nicht groß genug ist und Du von Deinen Trinkgewohnheiten nur genervt bist und Du noch Deinen inneren „Reichsparteitag“ abhältst, auf dem Du laufend die Frage mit Dir diskutierst, wieso Du nicht so funktionierst wie Du es Dir vorstellst. Das sollte aber irgendwann vorbei gehen und dann siehst Du Dich klarer.
Scheiße ist nur, wenn man sich einfach untätig und unreflektiert in sein Schicksal fügt und sich einredet „dann ist das halt so“ und einfach weitermacht. Solche Momente hatte ich auch. Mich, mein Leben und mein Umfeld mit dem verzichtbaren scheiß Zeug in Schutt und Asche zu legen, kam dann aber irgendwie doch nicht für mich in Frage und so musste ich tun, was ich tun musste und zu den Einsichten kommen, die ich nun habe.
Also nicht verzagen und am Ball bleiben.
Gruß Matthias




