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15 Wochen Klinik so...
 
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15 Wochen Klinik sofort nach Ankunft zu hause „einen geblitzt“

50 Beiträge
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515 Ansichten
(@blitzer)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 10
Topic starter  

genauso war das

wieso kann ich 4 Wochen, 15 Wochen ebenso nicht einmal an Alkohol denken und bin ich nicht mehr unter Kuratel , fange ich sofort wieder an zu saufen.

Ich habe jetzt noch Nachsorge.

Eine Freundin hat gefragt : „Warum tust Du Dir das noch mal an „

Hat sie recht?

 



   
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(@trosinette)
Mitglied
Beigetreten: Vor 6 Jahren
Beiträge: 550
 

Hallo,

Verfasst von: @blitzer

wieso kann ich 4 Wochen, 15 Wochen ebenso nicht einmal an Alkohol denken und bin ich nicht mehr unter Kuratel , fange ich sofort wieder an zu saufen.

In einer ungewohnten und fremden Umgebung funktionieren Automatismen oftmals nicht so reibungslos wie in gewohnten Umgebungen. Bei mit setzt auf Reisen z.B. erstmal für drei bis vier Tage die Verdauung aus, so dass ich nicht aufs Töpfchen muss.

Ich erkläre mir das damit, dass der Körper in der Fremde erstmal in so ein Art Notfallmodus oder Habachtstellung geht. Die Verdauung muss nach einigen Tagen natürlich unbedingt wieder angeworfen werden, die Sucht nicht unbedingt.

Deshalb gehören auch Veränderungen im persönlichen Umfeld zum kleinen 1 x 1 der länger anhaltenden Abstinenz. Hat man das in 15 Wochen Klink nicht angesprochen oder warst Du aus anderen Gründen in einer Klinik?

Gruß Matthias



   
1
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(@blitzer)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 10
Topic starter  

@trosinette nein, ich war wegen meiner Saufsucht in der Klinik 

das mit dem töpfchen ist ja recht nett hat aber gar nichts mit sauferei 

gemeinsam

trotzdem

danke für den beitrag



   
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
 

@blitzer Die Frage kann ich dir nicht beantworten ... Kannst du - vor dem Hintergrund all dessen, was du in den letzten 15 Wochen gelernt und verinnerlicht hast - dies als einmaligen Ausrutscher wieder ad acta legen oder ist das nicht möglich? Alles Gute für dich!



   
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gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4312
 

@blitzer 

Herzlich Willkommen hier in unserem Forum. Natürlich hat sie Recht. Und: Du bist nicht der erste, der schnurstracks nach der Klinik wieder Alk kauft und sich betrinkt.

Es ist die beschützte Käseglocke in der Langzeit, die so wunderbare Watte um einen wickelt. Sind die gewohnten Alltagssituationen wieder da, springt das Suchtgedächtnis an und zack, ist wieder alles beim Alten.

Normaler Weise wird man in der Langzeit aber auch auf genau das vorbereitet, es werden Strategien erarbeitet. Wie war das bei Dir?

Viele Grüße

Gaby



   
2
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(@trosinette)
Mitglied
Beigetreten: Vor 6 Jahren
Beiträge: 550
 

Hallo,

Verfasst von: @blitzer

hat aber gar nichts mit sauferei 

gemeinsam

Dann noch mal die Quintessenz: Gewohnheiten, wie z.B. Saufsucht treten in ungewohnten Umgebungen in den Hintergrund, weil das Gehirn damit beschäftigt ist, sich auf das Ungewohnte einzustellen. Wenn man dann wieder in seine gewohnte Umgebung zurückkehrt, kann das Gehirn wieder geruhsam und ungestört auf die gewohnten Gewohnheiten umschalten, wie z.B. Saufsucht.

Wenn Du also nach dem Klinikaufenthalt nach Hause kommst, solltest Du schon vorher genau wissen, mit welchen ungewohnten Aktivitäten Du Deine Zeit verbringen willst, um nicht sofoert wieder wie gewohnt zu saufen. An die ungewohnten Aktivitäten, abseits der Sauferei, gewöhnt sich das Gehirn nach ein paar Monaten. Vielfach kann man dann garnicht anders als diesen Aktivitäten nachzugehen. Ich lande z.B. fast jeden Morgen zwanghaft um 6:30 in irgendeiner Berliner Schwimmhalle.   

Wie gesagt – merkwürdig, dass solcher relativen Trivialitäten bei einem 15-wöchigen Klinikaufenthalt gegen Saufsucht nicht thematisiert wurden.

Gruß Matthias


Dieser Beitrag wurde geändert Vor 4 Jahren durch trosinette

   
6
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 jane
(@jane)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 24
 

@blitzer 

Hallo Blitzer,

da muss ich doch mal provozieren und Dich fragen, ob Du denn die Therapie wirklich ernst genommen hast. Wenn ich lese "fange ich sofort wieder an zu saufen", dann denke ich, der Kopf war schon auf diesen Tag programmiert, an dem es "endlich wieder geht". Könnte das stimmen?

Alles Gute

Jane



   
1
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gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4312
 

@jane 

Ich hätte da mal eine Nachfrage: Irgendwie kommt bei mir Dein Kommentar so an nach dem Motto: "Selber Schuld." Also: Er hätte was nicht Ernst genommen und letztlich habe er es ja schon lange fest vorgehabt. Ist das so gemeint?

Wenn ja: Ich bin damit nicht einverstanden. Du kennst das Konzept von Alkohol adé wahrscheinlich. Die Sucht ist keine Willensschwäche und ich wehre mich vehement dagegen, jemandem dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Vielmehr könnte man wohl fragen, ob es nicht die Therapieeinrichtung ist, die hier versagt hat, wenn er nicht mal auf das Leben "außerhalb der Käseglocke" vorbereitet wurde und ihm keine Werkzeuge an die Hand gegeben wurden, um solche - häufigen - Rückfällt direkt nach dem Heimkommen zu vermeiden.

Viele Grüße

Gaby

 



   
3
AntwortZitat
 jane
(@jane)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 24
 

@gaby_guzek

Liebe Gaby, das waren meine Gedanken dazu und ich denke, hier im Forum sind auch kritische Anmerkungen erlaubt - oder? Ich habe nicht nach dem Motto "selbst schuld" geschrieben sondern wollte ein Nachdenken über die Therapie und seine Einstellung anregen. Wenn jemand im Kopf nicht bereit ist, nutzt auch die beste Therapieeinrichtung nichts.

Ich habe es in der SHG mehrfach erlebt, dass genau das passiert ist. Hinterfragt kam oft (nicht immer!!!) heraus, dass der Kopf, das Suchtgedächtnis oder was auch immer, schon auf den nächsten Alkohol eingestellt war.

Jane



   
2
AntwortZitat
gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4312
 
Verfasst von: @jane

hier im Forum sind auch kritische Anmerkungen erlaubt - oder?

Alles andere wäre ja auch langweilig 😀 Es ist nur halt so, dass (und das ist nun wiederum mein Erfahrungshorizont) es wenig hilfreich ist, jemandem wie @blitzer letztlich zu sagen: "Du wolltest ja gar nicht richtig/warst nicht wirklich bereit."

Wenn sich jemand wie er doch so engagiert, dass er beispielsweise hier direkt im Forum nach Hilfe fragt, weil es eben nicht geklappt hat in der LZT, dann gehe ich davon aus, dass er - nach bestem Gewissen und Können - eben durchaus will und verzweifelt genug darüber ist, dass er wieder rückfällig ist.

In solchen Fällen - wie gesagt mein Erfahrungshorizont - hinterfrage ich dann mal lieber die Therapie und nicht den Willen. Wenn die Therapie nicht funzt, dann liegt für mich eher der Verdacht nahe, dass die Therapie schlecht (unzureichend) war und nicht die Bereitschaft des Betroffenen. Wenn ein Asthmatiker nach einem Klinikaufenthalt immer noch keucht, schaut ja auch alles auf die Qualität der Klinik und nicht die Bereitschaft des Kranken, tief Luft zu holen.

Einen sonnigen Tag Dir!

Liebe Grüße

Gaby



   
4
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