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Alkohol und Depression

96 Beiträge
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(@kayabruno)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 43
Topic starter  

Hallo,

bin erst seit kurzem hier. Habe das Buch gelesen und bin dadurch auf das Forum gekommen. 
Zu meiner Person: ich bin verheiratete Mutter von 4 erwachsenen Kindern. Ich trinke regelmäßig seit ca. 30 Jahren Alkohol ( mit Ausnahme der Schwangerschaften) Im Durchschnitt trank ich jeden Tag eine Flasche Wein, mal mehr mal weniger. Seit einem Dreiviertel Jahr hat sich das geändert. Die Corona Pandemie hat mich sehr aus der Bahn geworfen, d.h. Ich hatte große Angst vor dieser Krankheit. Ich leide seit Jahren an Panikattacken, bei denen ich immer das Gefühl habe, keine Luft zu bekommen. Dann kam Corona, eine Krankheit, die genau diese Symptome verursacht…. Ich habe mich kaum noch getraut außer Haus zu gehen, geschweige mich mit Freunden zu treffen. Die Depressionen die ich auch schon seit Jahrzehnten habe und die Panikattacken wurden immer schlimmer. Letztes Jahr im Sommer hat mich dann mein Mann aufgrund einer schweren Attake in die Klinik gebracht. Körperlich wurde natürlich nix gefunden, außer das mein Blutdruck aufgrund der Panik zu hoch war. 
seit diesem Tag habe ich angefangen meine Panik mit Alkohol zu bekämpfen. Wenn ich morgens um 5 Uhr aufwachte, und die Panik kam habe ich Wein oder Sekt getrunken. Die Panik hat dadurch nachgelassen, aber meine Energie auch…. Die Depression wurde immer schlimmer, das ich untertags fast nur noch im Bett liege und grüble…. 
Inzwischen bin ich seit Januar in Psychotherapie, momentan verschlechtert sich mein Zustand eher. GABA traue ich mich nicht zu nehmen da ich Fluoxetin und Betablocker täglich nehme. 
Seit knapp 3 Tagen versuche ich es ohne Alkohol…. Ich weiß nicht ob ich es schaffe. Hab schon vor 1 Monat einen Start gemacht der nur 12 Tage anhielt…. Dann habe ich wieder getrunken. 
Vorallem Abends ist der Suchtdruck extrem stark….😢



   
2
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
 

@kayabruno Ich würde mir Kapseln kaufen, die kann man sehr gut dosieren, gibt es zum Beispiel  500 mg oder 750 mg,  wichtig ist auch Glycin und Theanin,  das sind auch die drei wichtigsten Bestandteile der GabaSticks,  die momentan nicht lieferbar sind.



   
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
 

@kayabruno Die NEMs helfen sehr bei innerer Unruhe, Bewegung oder Sport ist sehr wichtig,  habe ich aber erst nach 6 Wochen mit angefangen,  dann aber täglich. Meditation ist sehr gut, aber nicht jedermanns Sache, letztendlich geht es dabei um Atmung, richtiges Atmen beruhigt sehr, gerade auch bei Angst und Panik.



   
3
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(@kayabruno)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 43
Topic starter  

@soberrebel Danke ☺️ werde ich mir auch besorgen 

LG



   
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(@alingo)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 233
 

@kayabruno. Hallo erstmal auch von mir und gutes Gelingen!

Sprich doch die Einnahme von Fluoxetin (Antidepressiva) und Gaba zeitgleich bei Deinem Hausarzt an, würde ich denken. Ich hab bis vor 6 Wochen Sertralin genommen, brauche es mittlerweile meiner Meinung nach nicht mehr. Sicherlich bin ich nicht "on topp", weit von entfernt,  (mittlerweile wieder in therautischer Behandlung), aber es wird u.a. gerade durch Gaba besser. Hat eine entspannende Wirkung. Und bei Deinem Hausarzt musst Du sehr wahrscheinlich leider erstmal vielleicht damit rechnen, dass er oder sie Dich entgeistert ansehen....😉 Nahrungsergänzungsmittel gegen Alkoholsucht? "Selten so gelacht" war die Antwort von meinem. Deswegen fahre ich erneut wieder 1 1/2 Std. zu meinem früheren Hausarzt, der sofort 👍👍👍gesagt, sich die Doku angesehen und das Buch bestellt hat und zustimmend nickt. 

Und bitte entschuldige, darf ich nochmal nachfragen? Du nimmst wirklich abends Tavor? (Ja, darf eigentlich nix sagen, nehme Morphium und hab "oben drauf gekippt"...) . Wie lange, wenn ich fragen darf, nimmst Du dass bereits regelmäßig? Habe seit ich denken kann Schlafprobleme, erlebtes Leben oder mittlerweile verinnerlicht, wer weiß. Demnächst steht deswegen ein Termin im Schlaflabor an. Zu solchen "Schlafhilfen" hab ich niemals greifen mögen, obwohl garantiert jeder 2. Hausarzt bereit ist, Dir das mal so eben im "Vorbeigehen " zu verschreiben.  Ich habe, oder hatte, sie zieht gerade um, eine Nachbarin die mittlerweile abhängig von Tavor ist. Daher die Neugier. Sie "verfügt" z. Zt. über 3! Hausärzte, die selbstverständlich nicht voneinander wissen, um an die notwendige Dosis zu kommen.

(Abhängig bin ich  vom Morphium auch,  ohne geht es leider nicht, körperlich gar nicht, psychisch logischerweise auch nicht. Gibt einen richtigen "Affen", mit dem der Teufel Alkohol nicht annähernd mithalten kann.) Aber, im laufe der Zeit, habe ich mich von 300mg Morphium allein, wenn auch in großen zeitlichen Abständen, auf 90mg runtergefahren, ja, durchaus in den letzten 2 Jahren teilweise auch und mit "Hilfe" von  Alkohol (kontraproduktiv, weiß ich...🤨), und starte mindestens 1x  im Jahr einen weiteren Versuch, die Dosierung noch weiter herunter zu reduzieren weil.....ja, ich denke, triggert irgendwie auch doch das Suchtgedächtnis...🤔? Funktioniert leider nicht, ich scheiter jedesmal an den Schmerzen, auch kontraproduktiv, weil ich stattdessen nach anderen "Lösungen " (Alkohol?) suche. Ist von vornherein zum scheitern verurteilt, aber....ja, ich mit meinem Dickopf will dadurch...(wg. Suchtgedächtnis.) Und irgendwie komme ich da auch noch durch....😡

Manchmal helfen mir Gabas, besonders die Sticks, wirken sehr viel schneller, Meditation oder andere Entspannungsübungen in den Schlaf, oft aber auch eher nicht. (Darum bin ich Nachts viel im Forum unterwegs....😉). Aber auch in meinen langjährigen Abstinenzphasen war mein Schlaf gestört, Ein- oder Durchschlafphase, also nicht wirklich erholsam. Ich nehme es im Moment so hin wie es ist, eine freiverkäufliche "Hoggar", und auch die nur, wenn gar nichts mehr geht, bislang keine weiteren Medikamente dagegen eingenommen, außer (schlimm genug) Alkohol, um schlafen, schmerzfrei sein zu können. Ist natürlich komplett daneben....ja eher ein Todes ähnlicher Schlaf und regeneriert überhaupt nicht. Setze momentan meine Hoffnung auf das Schlaflabor.  

Entschuldige bitte meine Neugier, bin bei Tavor in Gedanken bei meiner ehemaligen Nachbarin, und hab ziemlich genau mitbekommen, was das mit ihr, aus ihr gemacht hat, wie der Alkohol aus mir. Ganz weit weg ist man dann eben nicht voneinander.  Weit "aus dem Fenster lehnen" darf ich mich natürlich nicht; will ich auch gar nicht. Reine Neugier und Interesse an Dir. 

Liebe Grüße 

 

 

 



   
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(@alingo)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 233
 

@soberrebel damit hast Du absolut recht.  Was war zuerst da...Ei oder Henne? Völlig wurscht,  auch wenn es die Depression tatsächlich war, der Alkohol treibt sie noch weiter voran, auch wenn ich mich versucht habe damit oder dadurch "herauszuziehen".... Widerspruch in sich.



   
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
 

Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber hast du die angstlösenden Medikamente während der Zeit in der du getrunken hast auch genommen?

Ich habe einen längeren Zeitraum Wellbutrin gegen Depression und Xanor gegen die Panikattacken genommen und in der Zeit versucht, Alkohol so gut wie möglich wegzulassen, da die Wirkung Alkohol mit den Medikamenten desaströs enden kann. Außerdem habe ich Bluthochdruck und nehme eine hohe Dosis an Senkern.

Wie viele hier schon beschrieben, frag den Hausarzt wegen der NEM´s. Ich war damit gut beraten. Manche Dinge habe ich mich nicht getraut zu nehmen, die Hausärztin hat es gecheckt, die Menge angepasst und dann gings ganz gut.

Gaby hat auch mir geraten, einen Entzug unter Aufsicht zu machen, in die Klinik wollte ich nicht, also habe ich regelmässig Blutdruck gemessen und meine Hausärztin eingeweiht. Es braucht dabei einfach ärztliche Unterstützung.

Aber das ist nur meine Meinung und ich bin Laie.

 

LG elefantendurst



   
3
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(@ladida)
Mitglied
Nüchtern: 4 jahre
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 429
 

@kayabruno Gegen die innere Unruhe hilft Sport bei mir am unmittelbarsten und schnellsten.  Durch Meditation aber kannst du dir die Fähigkeit antrainieren, deine Gefühle zu regulieren, ohne dich körperlich auspowern zu müssen. Das dauert aber und erfordert (zumindest bei mir) diszipliniertes Üben. Probier das Meditieren einfach aus, und gib nicht gleich auf, wenn du keine schnellen Erfolge siehst, denn es lohnt sich!



   
2
AntwortZitat
(@kayabruno)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 43
Topic starter  

@elefantendurst Hallo 

ich habe das Antidepressiva seit Samstag nicht mehr genommen weil es auch nicht hilft. Hab das mit dem Arzt abgeklärt. Der möchte mich in einer psychosomatischen Klinik sehen, da will ich aber nicht hin. Ich lasse jetzt alle Medikamente weg und hoffe das sich mein Körper dann erholt. 
Alkohol trinke ich momentan, sonst wärs zu heftig….



   
AntwortZitat
(@kayabruno)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 43
Topic starter  

@ladida Hallo 

das werde ich ausprobieren…. Ich glaube das Meditieren hilft. Als ich vor über 10 Jahren mal auf Reha war, hat man das dort auch gemacht…. Ich nutze das auch immer wieder abends zum Einschlafen. Trotzdem vielen lieben Dank für den Tipp 



   
1
AntwortZitat
gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4313
 
Verfasst von: @kayabruno

Ich lasse jetzt alle Medikamente weg und hoffe das sich mein Körper dann erholt. 
Alkohol trinke ich momentan, sonst wärs zu heftig…

Das klingt jetzt irgendwie nicht nach eine wirklich guten Plan. Ein Antidepressivum muss ausgeschlichen werden. Ich gehe nicht davon aus, dass Dein Arzt dafür sein OK gegeben hat. Dann lieber trinken - hört sich nicht gut an, wenn ich ehrlich bin. Gar nicht. Ich schlage dringend vor, die Vorgehensweise noch mal zu überdenken. 

Liebe Grüße

Gaby

 



   
1
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