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Hallo, ich bin weiblich, Ende 40 und dies ist mein dritter und letzter Versuch vom Weißwein loszukommen, anderen Alkohol habe ich entweder nie getrunken oder schon lange nicht mehr. Ich bin in den vergangenen zwei Jahren mit anderen Nüchtern-werden-Methoden sehr weit gekommen, aber meine Weißweinsucht bin ich immer noch nicht los. Vor zwei Wochen bin ich über Gaby in einem Podcast gestolpert, habe mir sofort beide Bücher gekauft und die Suchtfalle an zwei Tagen durchgelesen. Ich bin mir sicher: jetzt habe ich meinen letzten Baustein, der mir zum Durchhalten gefehlt hat, denn ich durfte die Freiheit, Unabhängigkeit und Gesundheit, die Alkohol-Abstinenz bringt, bereits bis zu drei Monate erleben- doch irgendwann kam immer der Rückfall (alles wie im Buch beschrieben).
Vorhin habe ich alle NEMs in eine Schublade geräumt und ab morgen beginne ich mit der Einnahme (weiß garnicht, wie ich die ganzen Pillen runter kriegen soll!)- allerdings habe ich da eine Frage: wie schlimm ist es, wenn ich den Zeitplan nicht immer genau einhalten kann? Meine Arbeit lässt mich manchmal nicht zu den wichtigen Zeiten aus dem Großraumbüro "auf die Toilette gehen", um die Pillen einzuschmeissen (alle ein bis zwei Stunden ist echt ein enges Zeitkorsett). Und am Wochenende muss ich mich von meinen Spätdiensten erholen und stehe ich nicht um 7 Uhr auf...
Und noch eine Frage: ich habe eine Teenager-Tochter und ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich ihr meine Veranlagung vererbt habe (ich selbst bin Tochter einer 1945 auf der Flucht Geborenen...). Ich bin mir da deshalb so sicher, weil ihr großer Bruder so gar keine Suchtveranlagung hat (er trinkt kaum und hält Rauchen zum Glück für eine totale Dummheit). Sie aber probiert gerade das Rauchen aus und Alkohol war auch schon im Spiel. Sollte ich mit ihr über mein Problem reden? Sie weiß sowieso, dass ich eines habe (die ganze Familie weiss es und ist meine größte Stütze), aber sie stellt natürlich keine Verbindung zu sich selbst her.
Dies ist das erste Mal, dass ich in einen Chat schreibe und es fühlt sich komisch an, aber vielleicht gehört auch dieser Schritt zu meiner letzten Reise in die Freiheit.
Danke und einen schönen Abend noch
@delfin Herzlich willkommen und viel Erfolg! Zur "Vererbung" steht einiges in "Alkohol adé", in der Suchtlüge weniger. Die NEM waren gelegentlich sportlich, aber das geht schneller vorbei als man es sich denkt. Ich habe die Einnahme an meinen Rhythmus angepasst und mir nach dem Spätdienst keinen Wecker auf 7:00 gestellt, bestimmt nicht 😎 ... hat trotzdem geklappt, und das wünsche ich Dir auch!
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@isabel, @soberrebel, @sophia48, @mermaid, @krokodil_, @cairni
Guten Morgen und herzlich willkommen!
Mit den Erkenntnissen aus dem Buch, den NEMs und deinem festen, unumstößlichen Willen, jetzt ein für alle mal aufzuhören, hast du ein gutes Rüstzeug.
Super auch, dass deine Familie dich unterstützt.
Ich selbst, ca 40 Jahre alkoholkrank, hatte bei jedem meiner inzwischen erwachsenen Kinder schreckliche Angst, dass sie auch alkoholkrank werden. Das ist Gott sei Dank nicht so und mein größtes Glück.
Ich bin inzwischen mehr als 4 Jahre alkoholfrei und es geht mir sehr gut.
Ich würde mit deiner Tochter reden, bevor sie wirklich reinrutscht, aber da ist sehr viel Fingerspitzengefühl gefragt.
Vielleicht über die Schiene, dass du von dir und deinem elenden Alkoholiker-Leben erzählst und und wie gut es dir ohne geht. Dass könnte ein zusätzlicher mächtiger Ansporn sein, dass du es wirklich erfolgreich durchziehst. Und das ist leichter als du glaubst. Für mich spielt Alkohol keine Rolle mehr, dass hätte ich mir nie vorstellen können.
Ich drücke dir - und auch deiner Tochter fest die Daumen.
Alles Gute!
Isabel
Liebe Isabel, ich danke dir, das gibt mir Mut. Ich werde zum richtigen Zeitpunkt mit ihr sprechen...
Guten Morgen und herzlich willkommen!
Isabel hat es schon geschrieben, ich denke auch, Du solltest mit Deiner Tochter reden. Aber nichts verbieten, sondern eher anschaulich machen, wie fließend der Übergang ist von "Hin und wieder" über "regelmäßig" bis "kann nicht mehr ohne". Dass es jedem passieren kann und nur die wenigsten erkennen den Point of no Return.
Ich selbst habe die gleiche Geschichte wie Isabel, erwachsene Kinder und ich denke, ich müßte auch mal mit meiner ältesten Tochter reden, sie scheint meinen Umgang mit Weißwein leider übernommen zu haben. Aber sie lebt in Südfrankreich, wir sehen uns sehr selten und sie ist 46, eine erwachsene, gestandene Frau - hätte ich "gute Ratschläge" von meiner Mutter befolgt? Nun, mal sehen, wie das nächste Wiedersehen läuft.
Dir alles Gute, viel Erfolg und bleib dran!
Hallo Delfin,
willkommen im Forum.
Deine Geschichte ähnelt meiner. Ich finde es super das du nicht aufgibts und bin mir sicher das du es schaffen wirst. Ich hab vorher auch ein anderes Programm gemacht, welches mir geholfen hat, aber eben nicht der Durchbruch war. Jetzt habe ich auch das Gefühl endlich gefunden zu haben was noch zum gelingen gefehlt hat. Ich bin auch noch ziemlich am Anfang, aber wir schaffen das 💪🤗
In Frankreich ist Wein als Wasser-Ersatz leider immer noch viel selbstverständlicher, da ist Deutschland ja fast schon Vorreiter! Ich denke auch, dass du mit guten Ratschlägen nicht weiterkommen wirst, aber Andeutungen, kleine Nachfragen oder konkrete Hinweise ohne eine Wertung können viel auslösen. Vielleicht kannst du damit anfangen, wenn du sie in einer entsprechenden Situation antriffst oder beobachtet hast?
@delfin Ja, wir sehen uns im August und dann werde ich es versuchen. Danke und viele Grüße!





