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Auch ein Erfahrungsbericht ...

23 Beiträge
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349 Ansichten
(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
Topic starter  

Hallo, ich grüße euch. Ich möchte kurz meine Situation schildern, obwohl sie vielleicht nicht typisch für dieses Formum ist. Ich trinke seit Studentenzeiten Alkohol (wurde zu Hause vorgemacht), aber nie vor 18 Uhr und 'nur' Wein. Meine Leber sieht gut aus und mein GammaGT-Wert sinkt jedes Jahr. Mit Corona kam dann mehr Alkohol. Mein Mann kam aus der Praxis und 'musste' was trinken, ich dann auch (irgendwie war man ja verunsichert und überfordert. Also: Eine Flasche Sekt vorm Essen, ein Flasche Wein danach und für mich noch den Küchenwein (ich fühlte mich bei der Einleitung des Buches 'Alkohol ade' an mich erinnert: Einräumen mache ich, Flaschen wegbringen mache ich auch, heute gehts aus oder ins Theater - da war doch eine Flasche im hinteren Regal usw.). Wie gesagt, selbst letzten November keine Fettleber und niedriges GammaGT (mein Körper scheint also Alkohol zu vertragen bzw. 'gut' abzubauen - auch irgendwie Pech). Aber! Selbst nach acht oder neun Stunden Schlaf wache ich seitdem müde aus, bin leicht deprimiert, habe keinerlei Antriebskraft, alles ist mir zuviel, bin gereitzt usw. Das wird erst mittags besser. Ich bin dann auf Frau Duzeks Buch gestoßen und lege mir meine Situation jetzt so zurecht (ich bin keine Naturwissenschaftler): mein Körper schafft den Alkohol bis morgens, mein Hirn nicht. Als mir das klar geworden war, hats irgendwie klick gemacht: Ich trinke von So bis Do nichts und bin morgens (und vom ersten Tag an) ein anderer Mensch: ausgeschlafen, habe Lust, mich an den Schreibtisch zu setzen, Sport macht Spaß und selbst um acht noch Yoga. Parallel nehme ich die empfohlenen Stoffe, besonders Gaba, Taurin und Glycin und auch D3. Fr und Sa trinke ich (noch) ein Glas Wein 0,2, zu später Stunde und frage mich manchmal warum, aber bislang (nach drei Monaten) kam noch nie das Bedürfnis nach einem zweiten Glas auf. Ich kann mir vorstellen, dass das für viele mit schweren Alkoholproblemen wenig hilfreich ist, aber vielleicht verläuft sich ja auch mal jemand hierher, dem es wie mir geht. Ich bin jedenfalls froh, dass ich durch 'Alkohol ade' eine Erklärung für meinen (vormittäglichen) Zustand gefunden habe und jetzt weiss, dass ich das nie wieder so haben will. Beste Grüße Jens



   
2
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harley
(@harley)
Ich unterstütze Alkohol adé
Beigetreten: Vor 6 Jahren
Beiträge: 2660
 

@jensdieter1 Herzlich willkommen! So ganz untypisch ist Deine Situation für das Forum aber nicht ... 😎 ... ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg!

----

@isabel, @soberrebel, @sophia48, @mermaid, @rosine123, @krokodil_, @cairni



   
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mermaid
(@mermaid)
Mitglied
Nüchtern: 3 jahre
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 1230
 

@jensdieter1 willkommen hier im Forum. Ich schließe mich @harley an - so untypisch ist dein Verhalten nicht. 

Ich hatte beim Lesen deines Postings einige Fragen. Was ist denn für dich jemand mit "schweren Alkoholproblemen"? Wen meinst du mit "jemanden wie dich" der sich hierher verläuft. Was ist an dir anders? (Ich meine das wirklich so, ich möchte gern deine Gedanken dazu verstehen)

Und vorallem: was führt dich hierher? Möchtest du ganz aufhören? 

Viele Grüße 🧜‍♀️



   
1
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
Topic starter  

@mermaid Vielleicht hast du recht und ich verharmlose mich. Also ich versuchs: 'schwere Alkoholprobleme' meine ich, was ja auch bei Nathalie vorkommt, dass man nach dem Aufstehen oder tagsüber Alkohol trinkt, vielleicht sogar Wodka ua., ich habe da insofern 'Glück', als meine Mutter eine zeitlang vormittags Alkohol getrunken hat (bis mein Vater ihr mit Scheidung gedroht hat - lange her), deshalb (denke ich) ekelt mich Alkohol tagsüber, ich trinke nicht mal im Urlaub mittags Wein oder auf Geburtstagen morgens Sekt. Das zur einen Frage. Zur anderen: Ich möchte gar nicht aufhören, Wein in Maßen und am Fr/Sa zu trinken (und nicht jeden Tag); das geht seit einiger Zeit genauso, wie ich es will. Aber ohne die biochemische Erklärung von Alkohol adé hätte ich nicht die Kurve bekommen (ich habe schon mal eine vergebliche Verhaltsenstherapie gemacht). Ich beobachte in meiner Umgebung incl. zuhause vielfach einen Alkoholkonsum, wie ich ihn für mich gerade nicht mehr will. Ich bin eigentlich hier, weil mich das Thema in der oben angesprochenen Weise interessiert und weil es mir helfen könnte, eine andere Lösung anzugehen, wenn die jetzige irgendwann nicht (mehr) funktioniert. Ich hoffe, das beantwortet Deine Fragen.

Beste Grüße Jens



   
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
Topic starter  

Übrigens heute abend gehen wir zum Inder essen, die stellen einem zur Begrüßung ein Glas Sekt (oder irgendwas Süßes mit Alk.) hin. Ich übe schon daran zu sagen, 'bitte nicht!' J



   
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
Topic starter  

@jensdieter1 Herzlich willkommen 😊 Fand deine Formulierung auch lustig, da ich auch keine Alkoholikerin war, die verwahrlost mit einer Flasche Wodka in der Hand auf der Straße saß 😅 Hatte mein Leben noch ziemlich gut im Griff und trank auch keine harten Sachen. War aber trotzdem Alkoholikerin. Ist aber auch egal, auf jeden Fall wünsche ich dir alles Gute!



   
1
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
Topic starter  

@rosine123 Vielen Dank. Wir müssen ja nicht um Worte klauben, ich habe ja nicht von Alkoholiker gesprochen, sondern von 'schweren Alkoholproblemen', darunter habe ich mir bislang was anderes vorgestellt als eine Flasche Wein abends (ich bin übrigens 67). Aber vielleicht gehört das ja zu den Verniedlichungsstrategien. Dass ich hier bin, heißt ja auch, dass ich mir ein Alkoholproblem zugestehe. Irgendwo habe ich mal gelesen: Man kommt zur Oma/Tante zum Geburtstag und der Sekt ist aus. Leute ohne Alkoholproblem sagen: Dann trinke ich Apfelschorle, die anderen fahren zur Tankstelle. Das Verrückte ist, seit ich Gaba etc. nehme und nur Fr/Sa ein Glas Wein trinke, frage ich mich, was ich machen würde. Früher wäre ich natürlich zur Tankstelle gefahren, können ja nicht alle trocken herumsitzen 😀 , danke für die guten Wünsche, gleichfalls.



   
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
Topic starter  

@jensdieter1 Ich möchte auch gar nicht um Worte klauben oder so, für mich klang deine Vorstellung eher so nach: "Um mich stehts eigentlich gar nicht so schlimm, eigentlich habe ich auch gar kein wirkliches Problem und selbst kontrolliertes Trinken klappt bei mir dank der NEMs problemlos" 😉 Das kann gut gehen, aber auch ziemlich daneben. Meine Blutwerte waren auch nie problematisch, obwohl ich am Ende täglich 1,5 Liter Wein getrunken habe. Ich war auch noch beruflich erfolgreich. Aber seit ich den Alkohol vor zwei Jahren komplett aus meinem Leben verbannt habe, geht es mir körperlich und psychisch viel besser. Alkohol ist ja ein Nervengift und tut niemand gut, egal ob er nur ein Glas trinkt oder ne Flasche kippt. Du darfst sowieso tun, was du möchtest. Vielleicht schreibe ich auch eher für manche, die deinen Beitrag lesen und sich dann darin bestärkt sehen, dass alles gar nicht so schlimm ist und kontrolliertes Trinken doch die beste Lösung sein könnte. 



   
2
AntwortZitat
gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4312
 

@rosine123 

Ich habe ihn anders verstanden. Er wundert sich, dass er mit GABA auf einmal die Bremse reinhauen kann, was die Menge betrifft. Und ist auf der Suche nach der Motivation, es ganz sein zu lassen. Wobei natürlich die Erfahrung "mit GABA kann ich mich bremsen" da natürlich kontraproduktiv ist. Ist ja verlockend, so dann weiter zu machen.

So kam es bei mir an.

Liebe Grüße

Gaby



   
AntwortZitat
(@alex7)
Mitglied
Nüchtern: 3 jahre
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 676
 

@gaby_guzek

Verfasst von: @Anonymous

Ich möchte gar nicht aufhören, Wein in Maßen und am Fr/Sa zu trinken (und nicht jeden Tag)

 



   
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