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Hallo zusammen, vor zehn Jahren habe ich das Trinken begonnen. Ich bin mittlerweile an einem Punkt angelangt,wo ich es nicht mehr ertragen kann.Alles das,was mit dieser Abhängigkeit einhergeht ist grausam. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich ein Thema, welches ich nicht mehr kontrollieren kann. Sobald ich getrunken habe, werde ich zu einem Menschen, den ich nicht mag. Menschen die ich liebe, verletze ich.Meinen wundervollen Mann und Kinder.Alles verändert sich, ich verändere mich. Und es ist alles genauso,wie es Gaby schreibt. Ich stehe mit beiden Beinen im Leben, war beruflich sehr erfolgreich,habe eine tolle Familie und jetzt dieser Scheiß! Ich trage diese Bürde täglich mit mir rum und es ist in unserer Gesellschaft so toll und akzeptiert Alkohol zu trinken. Wie schaffe ich es, NEIN zu diesem Gift zu sagen??? Ich kann und will das alles nicht mehr!
Auch von mir ein herzliches Willkommen! Zwei wichtige Dinge sind heute bereits passiert: Du hast mit Deinem Mann gesprochen und Du siehst hier, dass Du nicht allein bist. Meint: Du bist aus der Isolation raus. Das ist so wichtig und hilfreich.
Jetzt geht es an den zweiten Schritt und zu dem lass Dir ausreichend Zeit. Lies in Ruhe und wirklich akribisch unser Buch. Dann mach Dir einen Plan. Beachte vor allem auch alles, was im dritten Teil steht.
Mit Struktur und Vorbereitung geht es dann an Tag eins. Dann wird das was!
Liebe Grüße
Gaby
@eugeniia Ja, du brauchst dieses Buch und das Konzept wirklich dringend - und sp wie du dich anhörst, wirst du es auch umsetzen, wie das Viele von uns bereits getan haben, so auch ich. Es wird dir wirklich sehr helfen, wieder DEIN Leben, ein selbstbestimmtes Leben, nicht mehr abhängig von der Droge, zu führen - und deine Familie wird es dir danken, aber auch du, du selbst, wirst dich wieder gut fühlen. Alles Liebe!
Liebe Eugeniia!
Ich kann und will das alles nicht mehr!
Irgendwann, vor beinahe 4 Jahren, war ich auch an diesem Punkt. Dabei war es mir unvorstellbar, ein Leben ohne Alkohol zu führen. Ich brauchte ihn für alles und es schien mir schier nicht möglich, für alle Zeit auf ihn zu verzichten.
Aber irgendwann war eben da diese Erkenntnis: Ich kann und will das alles nicht mehr. Und so habe ich aufgehört.
Liebe Eugeniia, lass dir gesagt sein: Es ist halb so schrecklich, als man es sich vorstellt (oder der Alkoholteufen einem weismachen will). Es war - in meinem Fall - sogar lächerlich einfach. Das heißt nicht, das es nicht die eine oder andere starke Versuchung gegeben hätte. Aber ihr zu widerstehen war möglich. Und das, obwohl ich jahrelang mit kontrolliertem Trinken gekämpft und versagt hatte.
Mit jedem Tag, mit jeder Situation, in der du früher geglaubt hast, nicht ohne Alkohol auszukommen und die du jetzt meisterst, wirst du stärker und deine Sucht schwächer. Es ist ein Hochgefühl, zu erleben, wie man sich Stück für Stück die Freiheit erobert, statt sich Tag für Tag mies, schwach, elend, verachtenswert zu fühlen.
Ich habe große Hochachtung, dass du mit deinem Mann darüber sprichst. Das erfordert Mut.
Er wird sich, so meine Vermutung, unendlich über deinen Entschluss freuen und dich unterstützen.Mein Mann hat, auch durch Gabys Buch, verstanden, dass es eine schreckliche Krankheit ist und dass ich , im Grunde, hilflos war.
Aufhören aber kann man. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei und pack es an.
Alles Gute!
Isabel





