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Hallo zusammen,
bis heute habe ich 2 Monate alkoholfrei gelebt und das für absolut gut befunden😎 Viele weitere Monate sollen also folgen💪🏼
Ich bin Magdalena und komme aus dem hohen Norden.
Auch nach 2 Monaten ohne Alkohol behaupte ich, dass ich kein Alkoholproblem habe/ hatte, sehr wohl aber einen problematischen Umgang damit.
Ich konnte ohne Weiteres 5 Tage in der Woche gar nichts trinken. Am Freitag aber musste es immer ein Feierabend-"Weinchen" sein. Das erste Glas hat bei mir mit der Zeit eine Sogwirkung entwickelt. Sobald es leer war, mussten weitere folgen bis die Flasche leer war. Samstags dasselbe Prozedere.
Irgendwann setzte sich in meinem Kopf ein Denkprozess in Gang. Er nahm so richtig Fahrt auf, als die Legalisierungsdebatte rund um Cannabis intensiver wurde.
Da wurde mir erstmals so richtig bewusst, wie verlogen der Umgang mit Alkohol hierzulande ist. Auf der einen Seite rufen Politiker, es gäbe in Deutschland keinen Platz für Drogen und auf der anderen Seite halten dieselben Menschen auf den nächsten Bildern fröhlich grinsend eine Maß Bier im die Kamera.
In jedem Supermarkt gibt es Bereiche, die größer sind als manch eine Wohnung, in denen ausschließlich Alkohol angeboten wird. Aber wem erzähl ich das😅
Nach langer Auseinandersetzung gab es für mich nur eine Option.
Allerdings musste ich mich mental darauf einstellen, weil Alkohol halt immer zu meinem Leben dazugehört hat.
Ich bin in diesem Zusammenhang ein alles-oder-nichts-Mensch. Ich kann nicht sehr gut kontrolliert trinken. Das musste ich mir eingestehen.
Also habe ich mich für die Option ganz ohne Alkohol entschieden.
Was soll ich sagen? Mir geht es so gut damit.
Ich weiß, dass hier Menschen sind, die sehr intensive Suchtgeschichten durchlebt haben, aber auch Menschen, die sich "nur" in der berühmten Grauzone bewegen, sollten sich zeigen, damit anderen bewusst wird, dass auch sie sich in der Grauzone befinden.
Ich möchte niemanden belehren. Die Entscheidung trifft am Ende jede/r selbst. Aber Offenheit kann andere zum Nachdenken bewegen und vielleicht hilft es, dass wir gesellschaftlich mit der Zeit eine insgesamt reflektiertere Sicht auf das Thema Alkohol entwickeln.
So, reicht dann auch🙈
Danke fürs Lesen und alles Gute für euer Vorhaben🍀
@muckefutz Ich persönlich glaube, dass die Definition, ob "nur" Grauzone oder schon "intensives Problem" müßig ist 😉, wer nicht kontrolliert trinken kann, hat ein Problem.
Schön, dass du bei uns bist und dich vorgestellt hast: Alles Gute für dich und viel Erfolg!
Allerdings musste ich mich mental darauf einstellen, weil Alkohol halt immer zu meinem Leben dazugehört hat.
Ich bin in diesem Zusammenhang ein alles-oder-nichts-Mensch. Ich kann nicht sehr gut kontrolliert trinken. Das musste ich mir eingestehen.
Genau das ist der Punkt. Wenn du dir eingestehen musst, welche Rolle Alk in deinem Leben spielt - naja, dann ist es am besten, die Konsequenzen draus zu ziehen ... und das machst du jetzt anscheinend. Viel Erfolg weiterhin mit dem Konzept!





