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Hallo zusammen!
Lese hier ja schon etwas länger mit, nun hab ich endlich den Mut gefunden mich zu outen.
Ich bin Alkoholiker, 3 Wörter die ich mir sehr lange nicht eingestehen wollte obwohl ich es schon
längst wusste. Ich trinke seit ca. 15 Jahren regelmäßig Alkohol, mal mehr mal weniger, es gab auch
Phasen in denen ich überhaupt nichts trank. Doch die letzten 3 Jahre merkte ich, dass sich mein
Konsumverhalten verändert hat, ich konnte keinen Tag mehr ohne Alkohol. Zuerst waren es nur ein
paar Gläser Whiskey am Abend zur Entspannung jedoch merkte ich schnell, an meinen freien Tagen, dass ich immer früher zum Glas greifen musste um mich gut zu fühlen, oder manchmal trank ich einfach nur aus Langeweile. Ich arbeite als Krankenpfleger und sollte es eigentlich "besser" wissen, was dieses Gift alles anrichten kann. Aber es war mir egal. Bis jetzt! Habe das Buch gelesen, mich mit den NEM`s versorgt und da ich diese Woche seit längerer Zeit endlich mal Urlaub habe, habe ich
begonnen mit dem Trinken aufzuhören. Heute ist mittlerweile der fünfte Tag ohne Alkohol und ich muss sagen bis auf eine leichte Unruhe am Anfang geht es mir relativ gut. Habe allerdings etwas Bammel davor, wie es sein wird, wenn ich nächste Woche wieder zur Arbeit gehe, vermehrt Stress habe, bzw. wie ich das NEM Schema weiterführen kann/soll, da durch den ständigen Wechsel von
Tag- und Nachtschicht alles durcheinander kommt. Vielleicht hat ja diesbezüglich jemand einen Tipp, wie ich das am Besten machen könnte.
Liebe Grüße und danke fürs "zuhören".
@flip0815 Herzlich willkommen und viel Erfolg! Ich habe mir die Pillen und Pülverchen vor der Arbeit abgepackt und, als mal einer fragte, etwas von "Abnehmen" erzählt, kamen keine weiteren Fragen. Habe auch unregelmäßige Arbeitszeiten, aber das hatte gefühlt wenig Einfluss. Jedenfalls ging es erfolgreich durch, wünsche ich Dir auch!
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@isabel, @soberrebel, @sophia48, @kkopp, @mermaid, @rosine123, @krokodil_, @cairni, @nicotenner
Hallo,
ich habe während eines Krankenstandes aufgehört zu trinken und ging dann nach 2 Wochen wieder arbeiten. Ich hatte ein komisches Gefühl dabei, da doch viele Situationen mit der Arbeit verknüpft waren. Aber irgendwie sah ich es dann als Herausforderung und war jeden Abend stolz drauf, wenn ich mir kein Feierabendfläschchen gekauft habe. Und wie alles im Leben, man gewöhnt sich tatsächlich dran und es wird völlig normal, dass man sich nach der Arbeit statt der Flasche Wein, eine Dose Red Bull kauft! (oder was auch immer)
Brust raus, Arsch rein, du schaffst das und der Stolz überwiegt über allem! Ich drücke dir die Daumen.
@flip0815 Herzlich willkommen und Glückwunsch zum fünften Tag ohne! Hab mir die NEMs auch immer in kleine Döschen abgepackt und dann mit zur Arbeit genommen. Die erste Woche hatte ich auch Urlaub und dann etwas Bammel, wie's mit all dem Stress werden soll, war aber völlig unbegründet. Wichtig ist, dass du stattdessen irgendwas anderes tust, was dir guttut, wenn du dich nach der Arbeit entspannen willst. Alles Gute für dich!
@flip0815 du wirst es schaffen und dir Möglichkeiten finden, wie du in deinem zugegeben komplizierten und unruhigen Arbeitsalltag dennoch - und gerade DESHALB - das "NEM-SChema" durchhalten kannst, was ich besonders am Anfang ziemlich wichtig finde, weil es eine deutliche Hilfe ist und einem mal abgesehen vom positiven Einfluss auf die Hirnchemie ein Zeichen setzt: Ich mach jetzt "stattdessen" was anderes. Ich hör auf. Ganz bewusst. Ich ändere das. Ich ändere mein Leben. Ich brauch den Alk nicht mehr. Ich mach mich wieder gesund. - Alles Gute dabei!





