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Hallo an Euch,
Das ist alles ziemlich neu für mich. Ich glaube aber, dass ich ein Problem habe.
Ich gehöre wohl zu den Leuten, die in den Zwanzigern und Dreißigern ausgiebig gefeiert haben und das auch nie schlimm fand. Im Gegenteil! Es ist doch toll sich mit vielen Freunden zu umgeben und zusammen zu trinken und Spaß zu haben. Ohne Alkohol ist das doch komisch, wo soll ich mich denn festhalten, wenn nicht an einem Bier, Wein oder Longdrink. Das war so und war auch nie ein Problem..... gut, man war am nächsten Tag verkatert und es war einem peinlich mit wem und über was man geredet hat. Aber das waren dann doch meistens eher lustige Anekdoten für spätere Treffen mit den Freunden.
Nun, in den vierzigern angekommen sieht es irgendwie anders aus: Ich komme von der Arbeit nach Hause und mache mir als erstes ein Glas Wein auf. Macht doch vielmehr Sinn, schon am frühen Abend was zu trinken, dann fällt das aufstehen am nächsten nicht so schwer, als würde man später damit anfangen oder? Ja, irgendwie ziemlich bescheuert.... wenn ich das jetzt so schreibe.
Unter der Woche sind es sowieso nie mehr als 1, 2 maximal 3 Gläser Rotwein pro Tag..... dafür stetig und es gibt seeeeeehr selten Tage an denen ich nichts trinke. Gerne trinke ich auch zusammen mit meinem Partner, der dann halt sein Bier trinkt.... halbe Liter.... und dabei auch gerne mal unter der Woche 4-6 davon verdrückt.
Am Wochenende, besonders Freitags, trinke ich 1 bis 1,5 Flaschen Rotwein und wundere mich nicht, wenn ich am nächsten Tag Migräne bekomme.
Ich hab mich irgendwie immer an den Gedanken festgehalten, das eine Flasche Rotwein doch gar nicht sooooooo viel ist. Viele Menschen trinken doch zwei Flaschen und funktionieren immer noch gut im Alltag.
Irgendwie erschien mir mein Problem immer zu gering um mich an solche Foren zu wenden.
Ich merke nun aber immer mehr, dass es ein Problem ist. Meine Gedanken kreisen sich bereits beim Verlassen der Firma um das Glas Rotwein, dass zuhause auf mich wartet und manchmal.... im Urlaub oder wenn ich krankgeschrieben bin, trinke ich zuhause auch mal aus der Flasche.... schon vormittags..... und hoffe dass es keiner merkt.
Meine Energie der letzten Jahre schwindet immer mehr und meine Gedanken werden immer düsterer Und hoffnungsloser.
Ich hatte bereits einige depressive Phasen in meinem Leben und bin durchaus "erfahren" was düstere Gedanken angeht. 😉
Ich hoffe in diesem Forum Gleichgesinnte und freundliche Unterstützung zu finden.
Ich glaube ganz alleine schaff ich es nicht, die Finger vom Alkohol zu lassen.
Viele Grüße und einen schönen Sonntag
Baxy
@soberrebel Dankeschön ❣️





