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Hallo,
ich bin 57 Jahre alt und trinke seit zwanzig Jahren zu viel Alkohol. Vor dreizehn Jahren lernte ich meinen Mann kennen und es begann eine Abwärtsspirale, denn auch mein Mann ist dem Alkohol sehr zugeneigt. Es ist mir wichtig dieses zu erwähnen, da dieses glaube ich nicht so oft vorkommt. Oft ist ja nur Einer betroffen. Seit zehn Jahren ist mein Mann Rentner, ich habe eine 75% Stelle und bin beruflich erfolgreich und hoch funktionierend. Außerdem liebe ich meine Tätigkeit.
Mein Mann und ich kochen gern gemeinsam und so fing es an: erst eine Flasche Wein, dann Zwei,, dann Drei. Zum guten Schluss, ich zwei Flaschen, wenn ich am Wochenende frei hatte. Mein Mann täglich zwei Flaschen plus zwei, drei Faschen Bier. 2010 bekam ich hin und wieder Panikgefühle und bekam von meiner Hausärztin Paroxetin verschrieben, also ein Antidepressivum. Mein Umgang mit Alkohol blieb der Gleiche. Vor drei Jahren mit einem Blutdruck von 210 / 110 in der Notfallambulanz da Sonntag war, aber ich hatte Panik. Seitdem gut eingestellter Blutdruck mit Tabletten und einhergehender Reduzierung des Alkoholkonsums. Da ich es mir eingestanden hatte, dass ich massiven Missbrauch betrieb, holte ich mir auch Hilfe in einer Selbsthilfegruppe. Zumindest kann ich an stattfindenden Seminaren teilnehmen, aber die wöchentlichen Treffen werden von meinem Mann missbilligt. Um es also ganz klar auszudrücken, ich will diesen Weg gehen, mein Mann nicht. Er möchte weiter trinken, und möchte eben auch das ich mit ihm trinke. Er sieht mich nicht im geringsten gefährdet, liegt aber sicher daran seinen eigenen Konsum zu rechtfertigen. Das verkompliziert das alles ein wenig. Nach dem Lesen des Buches Alkohol ade wurde mir vieles klar. Ich möchte meinem Körper das nicht mehr antun, ebenso meiner Psyche nicht, denn ich bezahl den Preis und denke jetzt mal an mich. Mein Weg wird anders sein als bei vielen, damit meine ich, hier ist weiterhin Alkohol im Haus : ich muss lernen mit dem Alkohol zu leben ohne ihn zu gebrauchen. Zu meiner Stärkung habe ich auch das Coaching gebucht und freue mich an mir zu arbeiten...und wer weiß.., vielleicht zieht mein Mann ja doch mal mit. Zuallererst mache ich das aber für mich. Es wird Zeit.
Viele liebe Grüße
Susann
@gaby_guzek Ganz herzlichen Dank für die vielen aufmunternden Worte. Es tut gut sich mit Menschen auszutauschen die ähnliche Erfahrungen haben. Ach ja und ich mag Herausforderungen.
Lieben Gruß
Susann
@ninafisch Danke Dir . Ja es wird ein Weg der es in sich hat. Umso besser dieses mit klarem Verstand und ausgeglichener Psyche zu tun.
@radieschen Danke für Deine Worte. Ich wünsche uns beiden weiter gutes Gelingen.
@susann , hallo susann, ich habe sehr lange und sehr viel getrunken. Ich war Betreiberin von einem Weinbistro, wo ich tagtäglich getrunken habe. Von 22 Jahren habe ich aufgehört zu trinken und zu rauchen, einfach so, von einem Tag zu anderem. Ganz alleine, ohne Hilfe! Mein Mann trinkt oft Wein am Abend, wir haben auch viel Alkohol zu Hause, ich gehe auch auf verschiedene Party und ich habe in den 22 Jahren nie damit Probleme gehabt, dass andere in meiner Gesellschaft trinken. Du schaffst es nur, wenn du es wirklich will!!





