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dass ich mich mal vorstelle. Lese ja schon einige Wochen mit. Wobei das Mitlesen mir sehr viel geholfen hat.
Ich bin Anfang 60, männlich, ledig, keine Kinder. Sitzende Tätigkeit, muss zurzeit nicht mehr Arbeiten und warte auf die Rente in 1-2 Jahren.
Mein erster Kontakt mit Alkohol war in der Jugend. Das Lokal des Sportvereins war vom Vorsitzenden der Winzergenossenschaft. So mit 17/18 Jahren hatte ich dann an die 10-12 Weinproben im Jahr. Anfang 20 bin ich dann ausgezogen. Im Sommer, am Wochenende eine Kiste Bier um Radler gegen die Hitze zu trinken war OK. Ein guter Wein zum Essen, etc. So hat sich das durchs Leben gezogen. Mal mehr, mal weniger Alkohol. Je älter ich wurde, umso mehr Alkohol wurde es. Die letzten Monate habe ich immer von Montag bis Samstag jeden Tag 6 Flaschen Frischbier a 0,7 Liter gekauft. Bei 6,9% Alkohol sind das im Schnitt 250-300 Gramm Alkohol am Tag (bei 90 Kilo Körpergewicht). Meistens Nachmittags oder abends angefangen, die ersten 3-4 Flaschen, den Rest dann am Morgen wenn ich zwischen 3 und 5 wieder wach war. Am nächsten Tag dann wieder ab 11 Uhr „einkaufen“, manchmal erst am Nachmittag oder um 20 Uhr, wenn ich tagsüber Leute getroffen habe. An „guten“ Tagen noch 1-2 Flaschen Wein dazu. An einigen Tagen war das oft die einzige Nahrung. Das Fachwort ist glaube ich: Pegeltrinker. War beruflich nie ein Problem, da ich die letzten 10 Jahre im Homeoffice gearbeitet habe. Wenn ich von einer Besprechung im Büro nach Hause gefahren bin habe ich fast immer Alkohol gekauft.
Auf Gaby und Bernd wurde ich durch den Beitrag im Youtube Kanal QS24 aufmerksam. Buch bestellt und bei Alkohol Ade habe ich mich am 14. Apil angemeldet. Seit 18 April trinke ich keinen Tropfen Alkohol mehr. Der Gedanke, dass bin nicht ich (meine Psyche) sondern „nur“ mein verdrehter Stoffwechsel hat mich nicht losgelassen. Das Guzek Protokoll mit den NEM habe ich nicht angewendet. Ich nehme schon seit Jahren regelmäßig NEMs. Zurzeit täglich: Vitamin D 5600 Einheiten, Selen, Zink mit C, B Komplex, Omega 3 und Magnesium. Einmal die Woche Jod.
Mein kalter Entzug hat mir Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit bereitet. Bei Kopfschmerzen Wasser trinken und/oder Ayran den türkischen Trinkjoguhrt. Salz verdünnt das Blut und ist gut für die Elektrolyte. Zuviel Salz wird über die gesunde Niere ausgeleitet. Schlafen geht wieder. D.h. ich schlafe nachts 4-5 Stunden und fühle mich danach wesentlich besser als nach dem Alkohol Schlaf. Tagsüber lege ich mich dann immer noch ein bis zwei Mal hin um jeweils 1-2 Stunden zu schlafen, der gleich Rhythmus wie früher mit Alkohol.
Mit ist noch positiv aufgefallen, dass mein Kot nicht mehr so gelblich ist. Das war die Galle, die normalerweise über die Leber und Urin entsorgt wird. Man sieht alles, weis was der Alkohol mit einem Anrichtet und kommt nicht davon los. Alles nur als Frust und falsche Belohnung. Meinen Goliath habe ich jetzt den Kampf angesagt! Danke Gaby und Bernd, dass Ihr mit dem Buch einen Weg aufgezeichnet habt.
Richtig gut Schlafen und wieder mal Träumen ... Wie war das bei Euch? Wann gab es da Veränderungen? Mit oder ohne NEM? Wie sind eure Erfahrungen?
Kommt der Stoffwechsel (nach ein paar Monaten) von alleine wieder ins Lot oder muss man da mit NEM unterstützen?
Habt Ihr Fragen an mich?
Mein ganz spezieller Tip. Ich kaufe regelmäßig in einem türkischen Halal Markt ein. Günstiges Obst und Gemüse in guter Qualität – lecker Lammfleisch – und garantiert kein Alkohol im ganzen Laden!
Ganz liebe Grüße an Euch alle
HUGO
@11hugo22 hallo und herzlich willkommen hier. Fühl dich wohl.
Du hast ja das Buch gelesen und weißt, dass der Körper eines alkoholsüchtigen Menschen Defizite aufweist und die NEMs vor allem helfen, die Hirnchemie wieder ins Lot zu bringen und die Defizite aufzufüllen. Die NEMs gehen genau deshalb über die üblichen Vitamine, die auch du nimmst, hinaus. Um deine Frage also zu beantworten: ich empfehle dir die vollständige 1:1 Umsetzung des Guzek Protokolls über die 2 Monate. Es sei denn, es spricht medizinisch was dagegen.
Alles Gute von der Mermaid 🧜♀️
@11hugo22 Herzlich willkommen hier im Forum! Mir hat das Protokoll sehr geholfen, insbesondere gegen die Unruhe am Nachmittag als auch beim Einschlafen.
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@isabel, @soberrebel, @sophia48, @kkopp, @rosine123, @krokodil_, @cairni, @nicotenner
@11hugo22 Herzlich Willkommen, erstmal Respekt das du es alleine hinbekommen hast aufzuhören, das ist eine gute Basis. Ich bin etwas jünger, habe aber auch 40 Jahre Trinkerei hinter mir. Seit gut 2 Jahren mit Hilfe des Konzeptes glücklich und zufrieden abstinent. Die Sache mit dem Schlaf ist nicht so einfach zu lösen, du hast ja dein Schlafsystem jahrzehntelang mit dem Alkohol zerschossen, da kannst nicht erwarten das der Schlaf in kurzer Zeit wieder normal wird. Bei mir hat es ungefähr ein Jahr gedauert bis ich wieder tief und fest geschlafen habe. Die ersten Wochen und Monaten war der Schlaf sehr oberflächlich und ich bin häufig wachgeworden. Langsam wurde es besser. Zur Unterstützung empfehle ich Melatonin, Passionsblume, Kamille, Ashwagandha, es gibt viele Möglichkeiten, probiere aus was für dich passt. Es wird besser, ganz bestimmt Viel Erfolg für.
@11hugo22 Danke für deine Vorstellung und herzlich willkommen im Forum. Das mit dem Schlaf hat bei mir einige Monate gedauert, aber ich hatte auch schon in der Zeit, bevor ich regelmäßig Alkohol missbräuchlich getrunken hatte, keinen sehr guten Schlaf.
Bzgl. der NEMs stimme ich @mermaid zu 100 % zu.
Alles Gute für dich!
@11hugo22 Herzlich willkommen und danke für eine ehrlichen Bericht. Es ist wirklich verrückt, was man an sich beobachten kann, wenn man ohne Alkohol ist. Drücke dir die Daumen, dass du es weiter genießen kannst.
@11hugo22 Du beobachtest dich ja schon bisher ganz genau und bist sicher auf einem guten Weg, - aber glaube mir (wie auch nicht wenigen anderen hier, es wurde ja auch schon gesagt): Das Guzek-Konzept geht über das, was du bisher machst, hinaus bzw. ist ein etwas anderer Ansatz, auf den es sich aber sicher lohnt, sich einzulassen. Mir hats auch geholfen und ich bin seit fast drei Jahren "ohne". Dass Verdauung, Schlaf usw. sich ersts nach längerer Zeit wieder einpendeln, ist wohl klar - schließlich hat man ja auch eine ziemlich lange Zeit mit der Droge gelebt, oder? Da darf der Körper sich schon seine Zeit nehmen zur Heilung.





