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Liebe Gabi, liebe Alle,
seit ich auf diese Website und das Buch gestoßen bin, lässt mich der Gedanke nicht mehr los, dass ich es auch schaffen kann, vom Teufel Alkohol loszukommen.
Nach mehreren Jahrzehnten mit heftiger chronischer Depression war die Flucht in die Betäubung für mich Ultima Ratio. Ich habe so ziemlich alles durch, was der aktuelle Forschungsstand gegen chronische Depressionen aufbieten kann, ein Dutzend verschiedene Psychotherapien, Medikamente, Klinikaufenthalte, Alternative Heilmethoden etc. pp., war Teil von universitären Studien und immer wieder Versuchskaninchen. Seit etwa zehn Jahren gelte ich als austherapiert = unheilbar.
Hatte mich schon fast damit abgefunden, mich mittels Alkohol-, Zigaretten- und Tablettenmissbrauch langsam aus dem Leben zu schleichen. Vier Jahre regelmäßig AA-Besuche (bei denen nicht ein einziges Mal Bills Idee vom Vitamin B3-Mangel erwähnt wurde...), Baclofen, Selincro, Apps usw. - nichts wirkte durchschlagend bei mir. Wie viele Bücher ich zum Thema Alkoholsucht gelesen habe, weiß ich nicht mal mehr.
Mit "Alkohol adé" kam meine Hoffnung zurück. Ich hab beim Lesen des Buchs geweint, denn Gabi stellt eine Vermutung auf, die ich seit langem teile, mit der ich aber immer wieder abgewiesen wurde:
Bei mir besteht offenbar von Haus aus ein gravierendes Problem im Botenstoff-System. Daher auch die Depression, die mich begleitet, seit ich mich bewusst erinnern kann. In der Tat wurde Alkohol für mich dann irgendwann die einzig mildernde Medizin. (Was natürlich Selbstbetrug ist, denn der Teufelskreis dreht sich seitdem immer schneller.)
Unfassbar, dass ich in den Jahrzehnten des verzweifelten Suchens keinen einzigen Arzt gefunden habe, der diesen Ansatz auch nur in Betracht gezogen hätte. Noch nie ist mein Serotoninspiegel überprüft worden. Hauptsache, ich nehme seit Jahrzehnten brav mein Fluoxetin (das auch nicht wirkt und an dem ich mich nur noch festkrallte, weil ich mir sonst gar nicht mehr zu helfen wusste).
Jetzt habe ich soeben das komplette Programm aus Gabis Nährstoffliste bestellt und kann es kaum erwarten, mit der Einnahme zu beginnen.
Danke Gabi, dir und deinem Mann, und allen hier, die sich nicht aufgegeben haben. Ich drücke uns ganz fest die Daumen, dass wir aus diesem Höllental herauskommen und ihm für den Rest unserer Leben fernbleiben.
Alles Liebe und viel Kraft
Elisana
Herzlich willkommen hier. Du hast ja wirklich eine Leidensgeschichte hinter dir - das tut schon beim Lesen weh. Ich kenne Depressionen aber nicht in dem von dir geschilderten Ausmaß und Chronifizierung. Das muss wirklich sehr schwer sein! Alkohol macht dich in jedem Fall noch depressiver und du steckst da in einem Teufelskreislauf drinnen.
Darf ich fragen, wie alt du bist?
Die NEM´s tun mir ausgesprochen gut und sind wirklich hilfreich. Sie können sicher auch dein Befinden bessern und dich stärken, in jedem Fall ist es einen Versuch wert. Ich würde an deiner Stelle lang genug dran bleiben und auch ausprobieren, welche Dosierungen dir gut tun.
Ist dir die Entgiftung zuhause möglich oder musst du in die Klinik? Bist du notfalls medizinisch betreut, wenn du aufhörst?
Ich wünsche dir alles Gute und auf dass es dir bald besser geht!
Liebe Elisana, ein sehr herzliches Willkommen hier. Schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast.
Mich berührt Dein Posting sehr. Man kann nur erahnen, was Du hinter Dir hast. Das, was da so locker-flockig rüberkommt, sind Eimer voll Tränen.
Es freut mich sehr, dass Dir unser Buch neuen Mut gegeben hat. Wenn ich ganz ehrlich bin, fühle ich dann aber auch immer so ein "uff." Ich hoffe so sehr, dass Dir unser Buch, unsere Informationen helfen. Ich fühle dann immer auch eine Riesenverantwortung, wenn jemand so viel Hoffnung mit uns verknüpft.
Je häufiger ich hier gelesen habe, dass wir helfen konnte, umso hoffnungsvoller bin ich natürlich auch für jeden, der neu dazu kommt. Auch so "schwere Fälle", wie Dich.
Ich bin sehr gespannt, wie es bei Dir weiter geht. Bitte, halte uns auf dem Laufenden. Wenn die Depressionen so stark sind: Es gibt durchaus spezielle Nährstoff- und Neurotransmitteruntersuchungen, die dann vielleicht noch mehr Aufschlüsse bringen könnten.
Aber: Einen Schritt nach dem nächsten.
Ich wünsche Dir alles Liebe, lass von Dir hören!
Gaby
Danke euch, liebe Gabi und Nina, für das herzliche Willkommen und die mitfühlenden Wünsche.
Bis auf den Sandmann sind die meisten NEM inzwischen bei mir eingetroffen und wenn "er" es auch noch rechtzeitig schafft, will ich am Dienstag, den 1.6., mit dem Ausstieg starten. Zuhause. Ich gehe freiwillig in keine Klinik mehr. Ich erfülle m.E. aber auch die erhöhten Risikofaktoren für Krampfanfälle nicht und habe (außer meinem mich unterstützenden Mann) jemanden, den ich jederzeit anrufen kann.
Bitte keine Sorge, Gabi. "Alkohol adé" kann mir womöglich ein gutes Hilfsmittel sein, doch die Verantwortung für alles, was ich tue, trage ich stets vollkommen alleine. Das ist mir in allen Lebenslagen bewusst und wichtig.
Melde mich wieder und wünsche euch erst einmal ein schönes Wochenende und alles Liebe
Elisana
PS: Ich bin jetzt 52 Jahre alt und war damit in meiner AA-Gruppe immer "das Küken".
Liebe Elisana,
doch die Verantwortung für alles, was ich tue, trage ich stets vollkommen alleine. Das ist mir in allen Lebenslagen bewusst und wichtig.
Respekt, dass Dir das bewusst ist, Hut ab. Finde ich großartig sich bewusst zu sein, dass nur jeder für sich selbst die Verantwortung trägt, also für das eigene Handeln.
Ich drücke Dir fest beide Daumen und möchte Dir gerne Mut machen zu diesem Schritt.
Ich werde ab dem 01.6. an Dich denken...
(Frage: Warum erst am 1.6.?)
Einen schönen Abend.
@cairni - Erst am 1.6., weil dann hoffentlich alle Nährstoffe eingetroffen sind. Es fehlt noch was. Hab aber überlegt, ob ich nicht trotzdem schon morgen beginne.
Danke auf jeden Fall fürs Mutmachen und an mich denken.
Liebe Grüße
Elisana
@cairni Herzlichen Dank! Ich habe tatsächlich am Montag angefangen, obwohl noch nicht alle NEM da waren.
Meine Erfahrungen bisher schildere ich bald im Forum unter "Erzählen Sie, wie's Ihnen geht".
Liebe Grüße
Elisana





