Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
Hallo und guten Tag, ich bin neu hier und habe selbst kein Alkoholproblem, aber mein Mann trinkt teilweise tagelang durch und mittlerweile ist es nur noch schlimm und grauenvoll.Reden will er nicht und eine Einsicht der Problematik ist auch noch nicht vorhanden.
Ich erhoffe mir, das ich mich mit anderen Betroffenen austauschen kann und verbleibe erstmal mit sehr traurigen Grüßen
missmarple
Herzlich willkommen hier im Forum. Schau doch mal in das Unterforum Mein Angehöriger trinkt - was tun?, wenn Du es nicht schon gemacht hast. Und stelle dort Fragen, damit die Autoren dort eine Nachricht erhalten, dass jemand geantwortet hat. EIn recht neuer Thread dort ist zB dieser hier.
@lagertha, @natarie, @baileys23 @ulli1962
Herzlich Willkommen bei uns, liebe Miss Marple!
Scheu Dich nicht Fragen zu stellen oder zu schreiben, wenn es Dir hilft! Die Meisten von uns haben allerdings selbst getrunken und stehen auf der anderen Seite es Leids, das die Alkoholkrankheit mit sich bringt. Wir kennen uns leider bestens in der Abhängigkeisspirale aus. Vielleicht findest Du hier Hinweise, die beim Verstehen dieses miesen Kreislaufes helfen.
Wichtig ist für Angehörige auch, neben der starken Betroffenheit durch den trinkenden Partner, die eigene Co-Abhängigkeit zu überprüfen und sich zu befreien.
Ich wünsche Dir alles Liebe und gute Hilfe hier im Forum!
Birgitta
Ein ganz liebes. herzliches Willkommen hier wünsche ich Dir. Es tut mir immer so in der Seele weh, solchen Kummer zu lesen und zu spüren. Ich selbst war auch nicht die Angehörige, ich habe selbst auch getrunken.
Ich weiß aber heute, auch aus meiner Erfahrung als Coach, dass Du - leider - nichts, aber auch gar nichts tun kannst. Jedenfalls für ihn. Aber für Dich. Und genau das ist Deine Aufgabe. Du musst DICH schützen, für DEINE Interessen einstehen. Sonst gehst Du mit vor die Hunde. Auch ohne zu trinken.
Sind Kinder da? Dann ist es auch Deine Pflicht, allein ihretwegen klare Grenzen zu ziehen. Sie zu schützen.
Aber zurück zu Dir. Wie gesagt, Du kannst für Ihn nichts tun. Dass er nicht reden will ist ein klares Signal. Es gibt diesen unglaublich schmerzhaften aber umso wahreren Satz: Sucht ist stärker als Liebe. Und genau da hängt er fest.
Mein dringender Rat wäre: Such Dir eine reale Selbsthilfegruppe für Angehörige. Die sind meist den "üblichen" Organisationen bei-geordnet. Also Blaues Kreuz, Caritas, AA oder auch freie Gruppen. Du wirst dadurch erfahren, dass Du nicht allein bist. Dass all die Abläufe bei Dir daheim (mit ihm) und Deine Gefühle (mitunter ja auch Schuld, Scham) so häufig sind. Und ihr gebt Euch dann gegenseitig Kraft. Die Guttempler haben auch ein tolles Online-Angebot. Schau da mal bitte unbedingt rein.
Am Ende des Tages: Mach Pläne. Für Dich. Lege fest: Wie will ich leben? Das Ganze OHNE ihn. Denn ja, es besteht durchaus die Gefahr (oder Möglichkeit, je nach Perspektive), dass Eure Ehe dabei auf der Strecke bleibt. Es wäre nicht die erste. Und sicherlich, leider, auch nicht die letzte.
Was aber sicher ist: So gehst Du auf Dauer auch kaputt. Das kannst Du verhindern. Auch ist es ganz wichtig für Dich zu beleuchten, ob Du vielleicht tatsächlich auch in eine Co-Abhängkeit hängst. Co-Abhängigkeit heißt ja nicht, Angehöriger eines Süchtigen zu sein. Co-Abhängigkeit heißt, selbst so eine Art Sucht entwickelt zu haben, dem eigentlich Süchtigen "zu helfen", also ihm sein Leben als Süchtiger auch zu ermöglichen.
Gib sonst mal ins Suchfeld hier im Forum "Angehörige" ein. Da kommen dann auch so einige sehr interessante Beiträge und ganze Diskussionsfäden hoch.
Du brauchst Hilfe. Er vielleicht auch, aber das ist nicht Dein Beritt. Kann es nicht sein. Schütze Dich, rette Dich.
Ich drück Dich mal, unbekannter Weise.
Liebe Grüße
Gaby





