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Guten Tag, ich hoffe, es geht Euch gut; auch ich möchte mich vorstellen. Ich bin Kris, lebe in Lyon, bin 42 Jahre alt und habe eine brandgefährliche Beziehung zum Alkohol, die sich in den vergangenen Jahren stetig verschärft hat. Aufgehört habe ich schon mehrfach, aber das mit der Nachhaltigkeit ist in dieser Beziehung nicht so einfach. Ich will es wieder schaffen, weil ich die Nase voll habe. Motivation habe ich mir durch Bücher geholt, auch Gabys.
Gegen die anfangs einsetzende Nervosität werde ich zeitweilig Medikamente einsetzen.
Gaby, vielen Dank für Dein Buch - natürlich auch an Deinen Mann - und die sehr gewissenhafte Recherche.
Kris
@kkopp Herzlich willkommen und viel Erfolg. Hatte es Dir ja schon in dem anderen Thread geschrieben, mir hat GABA hervorragend gegen die Nervosität geholfen.
@kkopp Salut Kris und willkommen! Mit Gabys Konzept und den NEMs ist mir der Ausstieg vor einigen Monaten problemlos gelungen. Wünsche dir viel Erfolg, schön, dass du da bist!
@rosine123 vielen Dan
Einen guten Start wünsche ich Dir.
Mit Hilfe dieses Forums und des Programm komme ich gut durch den Tag, bin auch erst neu 🙂
LG
Kriss
@kkopp Toxische Beziehungen sollte man beenden. Ich habe das vor 16 Monaten mit Hilfe des Konzeptes auch gemacht und es war die beste Entscheidung meines Lebens. In diesem Sinne viel Erfolg für dich.
Bienvenue Kris, schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Vielleicht magst Du noch schreiben, welcher Art Deine Beziehung zum Alkohol ist? Was macht ihn für Dich "so attraktiv", was "hat er, was andere nicht haben"? Meint: Wozu setzt Du ihn ein? Entspannen? Belohnung?
Wenn Du die Gründe besser beschreibst, können wir Dir hier bestimmt auch noch besser helfen.
Fühl Dich wohl bei uns und Danke für Dein Kompliment. Es ist uns eine Herzensangelegenheit.
Liebe Grüße
Gaby
Guten Morgen Gaby, merci de ton message.
Was macht Alkohol attraktiv? Die schwule Gemeinde ist ein sehr feierfreudiges Volk. Wenn man neu in eine große Stadt kommt, jung ist und sich outet und ohnehin mit seiner sexuellen Identität hadert, will man dazu gehören. Also macht man mit. Von der unmittelbaren Wirkung her sind Alkohol und Zigaretten noch die harmlosesten Drogen in diesem Millieu. Und selbst wenn ich auf harte Drogen schon immer verzichtet habe, war es der Weg in die Abhängigkeit. Und nach meiner Auswanderung steigerte sich die Toleranz. Anfangs Bars und Kneipen, dann eben auch abends zu Hause und alleine.
EDIT : Ich schränke ein, dass das für mich und mein damaliges Umfeld gilt
Dazu kommt, dass es zum Auswandern gehört, nach Jahren festzustellen, dass man nie ganz ankommt und aber auch nie ganz aus dem Ursprungsland abgereist ist. Das ist ein typischer innerer Konflikt, den ich versuchte zuzudecken (hat nicht funktioniert, da muss man eben durch).
Einsatzgebiete waren also immer: Beruhigung, Dämpfung, eine leichte Euphorie bewirken (funktioniert aber auch nur 2 Gläser lang) - und am Ende einfach nur Gewöhnung / Notwendigkeit.
Dazu kommt, dass es zum Auswandern gehört, nach Jahren festzustellen, dass man nie ganz ankommt und aber auch nie ganz aus dem Ursprungsland abgereist ist. Das ist ein typischer innerer Konflikt, den ich versuchte zuzudecken (hat nicht funktioniert, da muss man eben durch).
Das kenne ich nur zu gut. Ich habe selbst 15 Jahre im Ausland gelebt und mir ging es genau so. Da wurde es erst wirklich exzessiv mit dem Alkohol. Auch habe ich das bei vielen anderen Auswanderern beobachtet.
Das Ding ist: Man denkt zwar, eine Auswanderung verändere das Leben und man könnte Sachen hinter sich lassen. Man nimmt sich aber immer mit.
Weil Du von Gewöhnung/Notwendigkeit schreibst: Bist Du denn körperlich abhängig? Wäre da nicht ein Entzug in der Klinik doch die deutlich bessere Idee?
Liebe Grüße
Gaby
Meine Ärzte, darunter Freunde, halten einen Klinikaufenthalt nicht für notwendig. Es ist in Frankreich auch nicht ungewöhnlich, zu Hause zu entziehen (unter Berücksichtigung bestimmter Parameter). Man wird als Patient dann mit Medikamenten für 14 Tage eingedeckt (v.a. Oxazepam und Vitamine); das habe ich auch schon gemacht (bei gleicher Trinkmenge) und es funktioniert sehr gut. Entzugserscheinungen hatte ich nicht, eher Angst davor. Die gefährlichen Symptome kenne ich, kann meinen Blutdruck messen - und schlimmstenfalls ist ein Abbruch immer möglich.
Was mir bisher fehlte (und hoffe das in diesem Forum zu finden), ist was Catherine Gray einen "Stamm" nennt > also lauter Abstinente, die ggfs. ein offenes Ohr haben.





