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Hallo liebe Gemeinschaft,
mein Name ist Matthias, ich bin 37 Jahre, verheiratet und habe 2 Kinder.
Ich trinke inzwischen seit über 20 Jahren regelmäßig und habe schon diverse Ereignisse erlebt wo man meinen sollte ein Schlussstrich wäre angebracht. Ich habe bereits 2 x meinen Führerschein abgegeben und mehrere Versuche unternommen aufzuhören.
Nach 2-3 Monaten Abstinenz kommt immer der Moment wo ich denke ich kriege es auch mit geregelt und rede mir ein kontrolliert geht irgendwie schon. Meine längste Abstinenzphase hatte ich nach dem 2. Führerscheinentzug mit 1 Jahr.
Ich trinke regelmäßig am Wochenende, Freitag und Samstag, teilweise Freitag - Sonntag durch. Inzwischen bin ich an dem Punkt angekommen, dass ich heimlich trinke. Ich trinke nur Bier und hier brauche ich mindestens 2 Liter bis irgendeine Wirkung einsetzt. Ab dem Punkt kann ich dann nicht mehr aufhören und es endet regelmäßig in Blackouts und 6-8 Liter Bier ! ! !
Nach meinem letzten Wochenende habe ich nun den Entschluss gefasst ganz aufzuhören. Entweder ganz oder gar nicht. Wenn ich so weitermache werde ich in kürze meine Ehe gegen die Wand fahren, meine Kinder verlieren und wahrscheinlich gesundheitlich einen Abschuss bekommen.
Ich hoffe mit dieser Community einen Anker zu bekommen um in schwierigen Situationen klar zu kommen. Aktuell sitze ich ihm Zug auf dem Weg zu einem großen Firmensommerfest und die erste Bewährungsprobe steht mir heute direkt bevor. Ich habe eine bewusste Entscheidung getroffen, dass ich das 1. Glas stehen lasse.
Auf gehts in ein neues Leben…
@krautzi Hallo Matthias,
danke für Deine Vorstellung. Hast Du schon einmal über eine Therapie
nachgedacht?
Ich bin seit langem in der Situation, wo ich 2-4ltr. Bier täglich trinke (mit wenigen Frei-Tagen im Monat, aber auch mit Pausen von zuletzt 7 Monaten, und nicht komplett wegkomme von dem Scheißdreck.
Bei allgemeinen Verkehrskontrollen hatte ich bisher Glück. Aber das ist nur eine Frage der Zeit. Leider habe ich immer noch Situationen, wo ich alkoholisiert ins Auto steige.
Die Eingangsfrage stelle ich im Moment auch mir.
Ansonsten wünsche ich Dir gutes Gelingen,
Gandolf
@gandolf hallo Gandolf,
stationäre Therapien hatte ich noch nicht. Ambulante Therapien, also Gesprächstherapien schon mehrere. 1 über 1,5 Jahre zum kontrolliert trinken.
Aktuell kann ich es beruflich schwer organisieren eine stationäre Therapie zu machen. Ich schaffe es auch mehrere Wochen ohne. Mein Problem ist nicht aufhören zu können wenn ich anfange.
Ich drücke dir auch die Daumen, dass du es schaffst 😊
@krautzi Hallo Matthias, kontrolliert Trinken ist für mich keine Lösung. Ich kenne das vom Rauchen. Entweder oder. In dem Punkt bin ich mir sicher. Gandolf
@krautzi Herzlich willkommen und viel Erfolg! Kontrolliert trinken ... also, bei mir ging das nicht, und bei vielen anderen auch nicht.
@krautzi Das Kontrolliert-Trinken hat bei mir nicht geklappt 🙃, konnte mir früher nicht vorstellen, nicht mehr trinken zu dürfen - heute bin ich froh, nicht mehr trinken zu MÜSSEN. Mit fehlt nichts, ganz im Gegenteil. Viel Erfolg und herzlich willkommen!
Es geistern immer wieder Zahlen durch die Diskussionen von Leuten, die angeblich kontrolliert trinken können. Der Anteil soll so bei 1-2 Prozent liegen (ich gehöre nicht dazu 🤷🏻♂️).
Das kontrollierte Trinken beschränkt sich dann aber auf ein Glas Sekt zum Geburtstag und zu Silvester, und nicht auf täglichen Konsum.
Nach meiner Erfahrung gibt es nur noch den Totalverzicht, wenn man eine bestimmte Schwelle überschritten hat. Danach führt jeder Versuch automatisch zum Rückfall, auch wenn es zunächst nur ein Glas Wein pro Woche ist. Man denkt dann immer : Na siehst Du, es klappt ja doch! Und schon ist man wieder mittendrin im Strudel.
Hallo, dass sehe ich genauso, geht bei mir nicht.
Ein Getränk und schon sagt der kleine Teufel hinterm Ohr,
nimm doch noch eins.
Stimmung wird immer besser, usw., man gehört dazu, alle
sind beschwingt, da bin ich manchmal geflüchtet, weil ich
gemerkt habe, wenn es in dem Tempo weitergeht, bist du
am nächsten Tag ein Totalausfall.
Bloß das ich nicht mehr auf Arbeit muss am nächsten Tag.
Erste Erkenntnis, geil, jetzt kann man ja richtig zulangen.
Um Gottes Willen, da muss ich raus.
liebe Grüße und viel Erfolg
Wenn ich kontrolliert trinken könnte, wäre ich jetzt nicht hier, sondern würde kontrolliert trinken. Wobei ich nicht kontrolliert trinken würde, weil ich es ja gar nicht kontrollieren müsste, weil meine Mechanismen im Gehirn es ganz ohne mein Zutun kontrollieren. Mein Hirn macht aber das genaue Gegenteil, es will immer mehr und kann den Hals nie voll genug bekommen. Um es also zu kontrollieren, müsste ich unheimlich viel Energie und Willensstärke aufbringen und das Kontrollieren schwirrt mir ständig im Kopf herum. Das ist mir die Sache nicht wert.
Aber wem sag ist das...
Ich hatte sowieso nie ein echtes Interesse am kontrollierten Trinken. Geschmack oder Genuss waren, von Whisky abgesehen, nie ein Thema. Ich habe immer nur wegen der Dröhnung getrunken und die Kontrolle beschränkte sich darauf sich nicht zu oft zu bedröhnen. Und Whisky-Verkostung vermisse ich auch nicht, weil ich Whisky von A bis Z durchgekostet habe und mit jedem Fachmann darüber stundenlang fachsimpeln könnte auch ohne es weiter zu praktizieren.
Nicht kontrolliert trinken zu können ist ja auch fester Bestandteil der Problematik und vermutlich hat es fast jeder, der von dem Problem betroffen ist, sowieso X-Mal probiert, bis er sich der Problematik vollumfänglich bewusst wurde.
Gruß Matthias





