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Hallo

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 nela
(@nela)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 7
Topic starter  

Nachdem ich mich hier ca. 2 Wochen ein bisschen umgesehen habe, möchte ich mich euch auch vorstellen. Ich bin weiblich (50), seit 2 Jahren und 3 Monaten nüchtern und gehöre zu den Leuten, die in der Nüchternheit scheinbar noch größere Probleme bekommen.

Alkohol habe ich mindestens 15 Jahre täglich zur Entspannung und zur Erledigung "hirndoofer" Tätigkeiten in Form von Bier abends zu mir genommen. Aber auch in den Jahren davor habe ich mal mehr, mal weniger Alkohol getrunken. Ich hatte keine Aussetzer, bin nur nüchtern Auto gefahren und habe jede Menge Arbeit weggeschafft. Außerdem konnte ich prima schlafen. Tagsüber habe ich mit reichlich Kaffee gegenreguliert und zudem geraucht. Aufgehört zu trinken habe ich, weil es mein Denken beherrscht hat. Damit niemand etwas mitbekommt, habe ich das Bier erst getrunken, wenn ich wusste, ich werde die Wohnung an diesem Tag nicht mehr verlassen. Dadurch wurden Abendtermine für mich zunehmend nervig und ungenießbar, weil ich eigentlich schon "entspannen" wollte.

Nach 8 Monaten Nüchternheit hatte ich einen Nervenzusammenbruch und habe mich in eine Psychiatrie einweisen lassen, weil ich die körperlichen Symptome nicht einordnen und aushalten konnte. Mein Dopaminsystem hatte überreagiert und wurde schulmedizinisch korrekt mit einem entsprechenden dämpfenden Medikament behandelt. Dabei muss ich dazu sagen, dass ich als Notfallmedikament initial eine Tavor (Benzo) bekommen habe, die mich bereits in der ersten Nacht wieder schlafen lassen hat. Weitere 3 Monate später hatte ich eine sogenannte Erschöpfungsdepression, für die ich zusätzlich SSRI genommen habe. Geholfen haben mir die nicht wirklich, so dass ich sie nach einem halben Jahr wieder absetzen wollte, was mit normalem Ausschleichen bei mir aber gar nicht funktioniert hat. Ich hatte massive Entzugssymptome mit Stromschlägen, Schwindel und Gangunsicherheiten, so dass ich das Medikament über 3 Monate in Minischritten ausgeschlichen habe. Das dopaminbremsende Medikament habe ich dann ebenfalls in winzigen Dosisreduktionen über weitere 3 Monate abgesetzt und bin seit August letzten Jahres nun wieder ohne Medikamente. Mein Neurotransmittersystem scheint auf jeden Fall ziemlich empfindlich zu sein.

Nach wie vor fühle ich mich in der Depression gefangen, schlafe zur Zeit wieder unruhig und habe große Hoffnung in die NEMs, die ich seit 1,5 Wochen nehme. Ich habe mir B3 (3x1000mg), B1+B6, B12, Folsäure, Zink, Vit. C, Vit. D+K, Magnesium und Glutamin verordnet und nehme vor dem Schlafen einen Schlafkomplex aus dem Drogeriemarkt. Für den Kaliumspiegel nehme ich Schüsslersalz Nr. 4+6. Heute Früh habe ich zusätzlich mit 5-HTP angefangen. Mit Glycin und GABA muss ich aufpassen und langsam anfangen. Glycin hat mir anfangs gewaltige Kopfschmerzen gemacht. Ich nehme aktuell 1g nach dem Mittag- und Abendessen. Das Pulver ist süß und verhindert dadurch wohl ein Absinken des Blutzuckerspiegels nach dem Essen, was bei mir ausgeprägt vorhanden zu sein scheint. Schon als Kind wollte ich immer Süßigkeiten als Nachtisch, weil ich gar nicht den Eindruck hatte, satt zu sein. Vor 2 Nächten habe ich 2g GABA zum Schlafkomplex genommen und konnte fast gar nicht schlafen. Die ganze Nacht war sehr unruhig, weil mein Herz gepocht hat. Mein Blutdruck ist zur Zeit auch ziemlich im Keller. Heute Früh hatte ich nur 90/60 nach einer guten Nacht. Mit salzigem Essen und Bewegung bekomme ich ihn tagsüber auf 110 Link entfernt Zu meinem Körper habe ich noch einen sehr eingeschränkten Bezug, kann nur wenige Gefühle wahrnehmen und wenn ich Sport mache, hilft mir eine Pulsuhr, damit ich mich nicht überlaste.

Aktuell positiv vermerken kann ich, dass meine Haut bereits frischer aussieht. Jetzt muss es nur noch als Gefühl ankommen. Ach ja, seit drei Wochen esse ich keine Süßigkeiten/Zucker mehr und seit zwei Wochen bin ich auch koffeinfrei. Nicotin ist noch an Bord, aber das wäre mir im Moment zu viel, mich davon auch noch zu befreien.

Wenn ihr so weit gelesen habt, erstmal vielen Dank an dieser Stelle! 🙂

Jetzt hätte ich nämlich noch zwei Fragen:

1. Fehlt in meinem Plan eurer Meinung nach Phosphatidylserin? Das habe ich bisher nicht bestellt.

2. Seit meiner Jugend habe ich hohe Cholesterinwerte. Mit 20 hatte ich 20 kg mehr, jetzt bin ich schlank. Ich überlege, das nächste B3-Präparat als Niacin (also mit Flush) zu bestellen, habe bisher aber nur ein Pulver gefunden. Hat jemand Erfahrung damit? Welches Präparat nehmt ihr in welchen Mengen? Wie lange hält der Flush an?

Über Anworten zu meinen Fragen, wäre ich euch sehr dankbar, nehme aber auch gerne weitere Tipps und Anregungen an!

Liebe Grüße



   
2
AntwortZitat
 nela
(@nela)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 7
Topic starter  

Ich wollte euch mal eine kurze Zwischenbilanz senden. Nach ca. 3 Wochen Phosphatidylserin + Theanin und 1-2 GABA-Sticks, die ich jetzt gut vertrage, zusätzlich zu den ganzen B-Vitaminen scheint es tatsächlich so, dass eine Wende eingetreten ist und es aufwärts geht.

Ich fühle mich seit ein paar Tagen deutlich besser, traue der Sache nur noch nicht so ganz, weshalb ich auch zögerlich bin, euch von meinen Erfolgen in die "richtige" Richtung zu erzählen. Bisher versuchte ich immer, Probleme alleine zu lösen und konnte (wenn überhaupt) erst darüber sprechen, wenn sie behoben waren. Es ist für mich eine neue Erfahrung, um Hilfe zu bitten. 🙃 Aber hier habe ich eine schöne Lernerfahrung gemacht! 

Melatonin 2g und Lavendelextrakt 80mg habe ich ausprobiert, was nicht geholfen hat. Auch den Schlafkomplex habe ich abgesetzt, nachdem ich ohne ihn eher besser geschlafen habe - warum auch immer. Mein Schlaf hat sich weiter in den Morgen verschoben, so dass ich gegen 5- 1/2 6 aufwache. Da die Dämmrigkeit/Erschöpfung tagsüber aber nachlässt, denke ich, dass der Schlaf ausreichend ist. Auch arbeiten kann ich stundenweise wieder.

Liebe Gaby, dein Tipp mit dem evtl. zu hohen Kortisolspiegel hat mich enorm weiter gebracht! Dadurch konnte ich eine neue Marschroute einschlagen und austesten. Ich mache jetzt (fast) täglich 30 Minuten Ausdauersport (mit Schwitzen!), Atemübungen im Verhältnis 1:2 von Einatmung:Ausatmung in allen möglichen Lebenslagen (das geht auch super auf dem Spaziergang mit dem Hund. Da zähle ich die Schritte.) und höre Podcasts zum Thema "Stresskompetenz". Auf jeden Fall habe ich durch deinen Hinweis etwas bekommen, was ich konkret angehen kann, und es scheint zu helfen! 😘 

Für heute liebe Grüße!



   
3
AntwortZitat
gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4314
 

@nela 

Das sind ja tolle Neuigkeiten! Freut mich sehr, wirklich! Darf ich fragen, ob Du Dir den Flush denn wirklich gegeben hast? Und wenn ja: Wie war es denn so? 🤣 🤣 

Weiter so, das wird! Du machst das super.

Liebe Grüße

Gaby



   
AntwortZitat
 nela
(@nela)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 7
Topic starter  

@gaby_guzek

Ich sag mal so, ich taste mich ran. Heute hatte ich bestimmt 100mg - es ist ein bisschen schwer abzumessen. Ich nehme mit einer Messerspitze das Pulver aus dem Messlöffel, der knapp 500mg haben soll. Am Anfang war ich super vorsichtig. Heute habe ich mal einen roten Kopf bekommen, der sich warm angefühlt hat. Das war die erste Reaktion, die ich hatte. Aber schon ab dem Hals war nichts mehr, also im Körper kam bisher noch nichts an... Morgen nehme ich dann eben noch ein bisschen mehr.



   
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