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Hallo, ich bin Doro, 42 Jahre alt und habe wohl ein Problem mit dem Thema Alkohol sowie Angststörungen. Letzte Woche bin ich auf das Buch gestoßen und zum ersten Mal habe ich davon gelesen, dass es nicht meine Schuld ist, so schwach zu sein und nicht aufhören zu können. Heute kommt ein Teil meiner bestellten Nahrungsergänzungsmittel, seit letzten Samstag habe ich nichts mehr getrunken und möchte nun sehen wohin die Reise geht. Hoffentlich in die ewige Abstinenz.
Guten Morgen ihr Hübschen! Heute bin ich schon 3 Wochen ohne. Wahnsinn, wie schnell die Zeit umgegangen ist. Mir geht es blendend und ich habe ein neues Lieblingsgetränk für mich entdeckt! Kaffee, in allen Variationen!😊
Und da ich mir vorgenommen habe meinem Belohnungssystem eine Alternative anzubieten habe ich mir direkt eine "De Longhi" gegönnt und stehe jetzt anstatt mit einer Flasche Wein mit einem Milchaufschäumer in meiner Küche, fühle mich wie eine Barista und zaubere Latte Macchiato und Co.
Ich habe seit knapp 4 Tagen nicht einmal an Alkohol gedacht. Man bekommt im Alltag irgendwie einen neuen Rythmus. Und es ist irre super so unabhängig und spontan sein zu können, da ich immer mobil sein kann und immer gut klar komme. Schlafen, klappt bei mir auch hervorragend und ich liege manchmal schon Abends vorm einschlafen da, bekomme ne Art kribbeln im Bauch und freue mich auf alles was am nächsten Tag so auf mich zukommt. Und wenn es nur die Dusche am Morgen ist, die man ohne Kopfschmerzen, Schwindel und einem miesen Gefühl geniessen kann.
Euch allen einen tollen Samstag!😊
Guten Morgen.....gestern war ein Tag zum sprichwörtlich in die Tonne kloppen. Ich weiß gar nicht warum und wieso (zumal nichts stressiges oder schlimmes vorgefallen ist), ich saß gegen Nachmittag gemütlich auf der Couch und plötzlich kommt die Hypochondrie mit voller Wucht "angesprungen" und sofort war das Verlangen nach Beruhigung sprich Wein da!
Ich habe nichts getrunken und bin zum ersten Mal stink wütend geworden....habe meinen Kopf gefragt, ob er mich irgendwie verar....möchte!? Die Angst ist bis heute morgen trotz GABA nicht weggegangen, aber ich habe heute für mich beschlossen mich nicht mehr runterziehen zu lassen. Ich mache da nicht mehr mit!!
Zumal ich ja auch weiß, dass meine Ängste keine reale Begründung haben. Dass ist wie wenn jemand plötzlich anklopft und sagt "Trink doch einfach was, dann verschwinde ich schnell wieder!"
Eigentlich bin ich ja bereits zu alt für kindisches Verhalten aber ich habe meiner Sucht und der Angst zu sterben gestern ein ordentliches "Fuck you" mit auf den Weg gegeben, ich lasse mich nicht mehr zu einem Drink verführen.
Wollte mich nur mal kurz mitteilen.....
"Du darfst nicht alles glauben, was Du denkst"
Heinz Erhardt
Da steckt viel Weisheit drin, oder?
Gut gemacht! LG
@dorothea02 sehr sehr gut beschrieben! Das Teufelchen, das zum ausgewachsenen Teufel wird und "Verführung" heißt - gut, wenn die KLarheit da ist, sie zu erkennen, und die Konsequenz, die du bewiesen hast mit deinem "Fuck you"! Gratuliere!
Danke euch allen für die netten Worte. Dass mit dem "Teufel" ist ein gutes Beispiel. Er sitzt sprichwörtlich auf meiner Schulter und flüstert mir zu wie toll und entspannt es doch wäre jetzt etwas zu trinken, dazu gemütlich eine Zigarette! (Hatte ich glaube ich gar nicht erwähnt, als ich aufhörte zu trinken, hörte ich auch am selben Tag mit dem rauchen auf)
Aber nix da. Es geht auch jetzt gerade schon wieder und ich bin froh es durchgehalten zu haben.
Zum Thema Verführung noch ein Gedanke.....mir ist gestern im Supermarkt das erste mal aufgefallen wie viel Alkohol doch in den Regalen steht, meterlange Regale, vollgestopft bis oben hin. Das Angebot ist wesentlich größer als dass von Softdrinks, Saft oder Wasser. Und an der Kasse geht es mit Miniflaschen weiter. Die Verführung lauert nicht nur, sie bricht förmlich über einen herein und ich glaube es ist auch gar nicht gewollt, dass sich dem irgendwer entzieht.
Wir sind eine wortwörtlich zum saufen verführte Gesellschaft. Mir ist dass früher nie aufgefallen.
@dorothea02 Deine Bewusstheit registriert es nun, weil Du klar bist. Ein gutes Beispiel dafür, was Du noch alles so wahrnehmen kannst 😉
Guten Morgen ihr Lieben, morgen sind schon die 30 Tage geschafft. Die letzten Tage waren allerdings schwer für mich. Ich hatte unheimlich viel Stress, nicht arbeitsmäßig sondern eher mit mir selber. Ich geriet schnell aus der Fassung, an meine Grenzen auch weil ich wohl zu hohe Ansprüche an mich selber und alles andere habe.
Dazu drückt das Mistwetter auf mein Gemüt und dass der Tag einfach viel zu kurz ist um alles was ich mir vornehme zu meiner Zufriedenheit zu schaffen. Und ja, ein bis zweimal habe ich wieder an Wein und die daraus resultierende kurzfristige Entspannung gedacht.
Ich glaube mittlerweile auch, dass ein aufflackern und ein kurzer Gedanke daran, nie wieder komplett weggehen wird. Das Gehirn vergißt ja nichts, es ist wie der Gedanke an z.b. einen Beinbruch, den man ja auch nicht vergisst, obwohl man keine Schmerzen mehr hat.
Tatsächlich fehlt mir glaube ich manchmal die Gabe alles ein wenig positiver zu sehen, heute ist z.b. auch wieder so ein "Heulsonntag"....unabhängig davon dass ich Sonntage eh noch nie leiden konnte. Früher hätte ich an einem Heulsonntag getrunken, heute halte ich aus und hoffe dass meine miese Grundstimmung bald vorüber geht.
@dorothea02 Kann ich alles sehr gut nachvollziehen. Seit alk.adé aber versuch ichs anders anzugehen, "biochemisch" ... wenns mir so geht, also "Heulstimmung", überleg ich, was könnt ich dagegen tun. Fehlt Magnesium? Oder Selen? GABA ist immer eine gute Wahl (für mich) - vielleicht findest du was raus. SChau im BUch nach, was du machen kannst bei "Problemstimmung" - sonst: Ich weiß, sowas hat tiefere Ursachen, Ich bin auch eine "Depressionspatientin" und manchmal sieht man dann nur grau - aber ich weiß, über sehr viele Jahre Depression: Auch das vergeht. Abwarten, durchhalten, weitermachen, Schritt für Schritt für Schritt - genau wie das Glas, das man stehen lässt und NICHT trinkt ... weiter.
@dorothea02 nach nunmehr einem Vierteljahr kann ich Dir sagen, es wird wirklich vieles besser, aber: es ist eine Illusion, sich vorzustellen, das der Verzicht auf Alkohol grundsätzliche Probleme löst. Das Problem "Trinken" ist zwar weg und das ist kein kleines und der Umgang mit Problemen wird anders, aber die sind dennoch da. Überforderung, Traurigkeit, Ablehnung, Frustration sind ja nüchtern genauso deprimierend. Ich glaube, es entsteht manchmal der Eindruck, dass man, wenn man die ersten Wochen geschafft hat, permanent auf einer rosa Wolke schwebt und alles schön und easy wird. Dabei fängt die Arbeit danach erst an. Das nicht mehr benebelte und träge Hirn muss hinschauen, das ist nicht immer nett. Bei mir jedenfalls sehe ich da einen durchaus llangwierigen Prozess.





