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Hallo, mein Name ist Conni und ich grüße euch alle herzlich 🙂
Ich bin glücklich auf diese Seite gestossen zu sein, denn ich trinke bereits seit vielen Jahren. Nicht gerade Unmengen aber dennoch genug, um mir berechtigte Sorgen zu machen.
Einen klinischen "qualifizierten" Entzug habe ich bereits hinter mir, hat aber nicht wirklich geholfen. Noch trinke ich. Mich begleiten aber Depressionen, Panikattacken und eine Gastritis bzw. Reizdarm. Nicht so schön, genauer gesagt, sehr hinderlich.
Ich bin 60 Jahre jung und Witwe. Fühle mich oft allein und wünsche mir sehr, eine neue Partnerschaft einzugehen. Aber ich denke mir: Wer will eine aktive Alkoholikerin als Partnerin?
Jetzt bin ich auf dieses Buch "Alkohol Ade" aufmerksam geworden und habe es sofort bestellt. Es dauert noch ein wenig bis ich es bekomme, ich kann es kaum erwarten. Das, was ich bisher gelesen habe, nimmt mir so viel Druck und gibt mir unglaublich Hoffnung.
Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit gezielter Ernährung nach Anthony William, schon allein wegen meiner Schilddrüse (Unterfunktion und Hashimoto). Und so bin ich gerade der Ernährung und Nahrungsergänzungsmitteln gegenüber sehr aufgeschlossen. Es ist wie ein Befreiungsschlag rundum, um wieder ein glückliches Leben führen zu können. Essen müssen wir doch alle, warum dann nicht genau das Richtige?
Liebe Grüße
Conni
Herzlich Willkommen auch von mir, schön, dass Du da bist.
Ganz bestimmt wird Dir das Buch noch mehr "Druck" nehmen, ich verstehe genau, was Du meinst. Bis es ankommt, kannst Du Dir ja mal die Videos anschauen, die wir zum Thema gedreht haben, da erkläre ich schon so einige Grundbausteine.
Hashimoto, Reizdarm, Gastritis - das schreit geradezu danach, dass da sehr wahrscheinlich einiges im Nähstoffhaushalt nicht rund läuft. Lass mich raten: Bei einer chronischen Gastritis bekommst Du doch bestimmt Säureblocker verschrieben? Dann fehlt sehr häufig Vitamin B12, das dann nicht aufgenommen wird - das wiederum macht depressiv und Panikattacken.
Du siehst, oft hängt vieles zusammen. Das muss nicht immer so sein, aber wie sagt der erfahrene Mediziner? Häufiges ist häufig.
Nun lies (und guck 😎 ) Dich erstmal in Ruhe ein. Sei jetzt aktuell nicht zu ungeduldig mit Dir und sammle Informationen.
Der qualifizierte Entzug: Wie lief der denn ab? Stationär? Wenn Du jetzt wieder trinkst, war das natürlich erstmal quasi umsonst, aber sei es drum. Du bist nicht die Erste und bestimmt auch nicht die Letzte.
Wenn Du Fragen hast, jetzt, oder wenn Du mit dem Buch durch bist - wir sind gerne für Dich da.
Liebe Grüße
Gaby
@conni Hallo Connie, einiges was Du schreibst kenne ich sehr gut. Bin auch 60 und allein. Bin gerade sehr frustriert und deprimiert. Hatte fast 2 Wochen durchgehalten. Dann habe ich meinen Sohn besucht, zu dem ich ein sehr gutes Verhältnis habe. Auf der Heimfahrt hat mich der Druck so überkommen, dass ich dem nichts entgegen setzen konnte. Habe im Auto versucht, mir zu sagen und vorzustellen, wie schön jetzt durchhalten wäre, habe es aber nicht geschafft. Bin am Ende zum Supermarkt gefahren und habe mich eingedeckt. Habe nun 4 Tage getrunken und fange heute wieder an. Ich weiß, ich will das nicht mehr und ich wünsche es mir so sehr. Ich bin so traurig darüber. Echt zum Heulen. Vielleicht können wir beide uns ja unterstützen? Frage ans Forum: was macht Ihr, wenn Ihr im Auto im Stau sitzt und kein rauskommen möglich ist? Habe mich hilflos und als totalen Versager gefühlt. Liebe Grüße, Helena
Weder bist Du eine Versagerin noch bist Du hilflos. Du lernst. Mit jedem Mal ein wenig mehr, bitte zermartere Dich jetzt nicht. Du möchtest nicht wissen, wie oft ich von vorne angefangen habe.
Frage: Als Dich der Saufdruck im Auto so anfiel - was war der Grund dafür? Hast Du da mal die Chance gehabt, in Dich reinzuhorchen? Denn wenn Rückfälle für irgendwas "gut" sind, dann dafür: Zu lernen, wo der Saufdruck herkommt - und dann bei der nächsten, ähnlichen Situation Sicherheitsleinen einziehen.
Was Du akut im Auto hättest machen können, ist schwer zu sagen. Man müsste wie gesagt den Auslöser kennen. Aber mal so ganz ins Blaue: Musik volle Dröhnung, laut mitsingen. An die nächste Tanke fahren, eine riesige Flasche Mineralwasser kaufen und auf Ex austrinken (also jedenfalls so viel, wie nur irgendwie reingeht). Hinterher einen dicken Schokoriegel, je süßer, desto besser. Um einen eventuell durchgesackten Blutzuckerspiegel auszuschließen. Oder aber, gepflegter: Wenn es ne Raststätte gab, eine richtige Mahlzeit essen. Nicht sparsam und gesund ("drei Salatblätter an Balsamicodressing"), sondern Holzfällersteak mit Pommes und Pudding zum Nachtisch.
Und wie gesagt: Singen im Auto, volle Lautstärke. Auch wäre eine Sober-Buddy wichtig. Vielleicht wirklich @conni ? Anrufen in solcher brenzligen Situation ist wichtig. Der andere hat die Aufgabe, Dich da rauszuquatschen.
Hast Du Dir denn mal die Tipps und Tricks aus dem Buch (3. Teil) noch mal angesehen? Da sind viele Werkzeuge drin ....
Nicht den Kopf hängen lassen. Aber lern was draus.
Liebe Grüße
Gaby
Hallo Gaby,
ich danke dir für deine aufbauenden Worte und dass du mir Unterstützung anbietest.
Zu dem stationären Entzug kann ich aber auch Positives berichten:
Für mich waren diese 3 Wochen ohne Alkohol gar nicht so schlimm, ich habe keinen großen Druck zum Trinken gehabt. Vielleicht weil ich viel zu sehr mit meiner Gruppe und dem durchstrukturierten Tagesprogramm zu tun hatte. Gleichzeitig fand dies im Sommer statt, so dass ich es letztlich wie einen Urlaub empfunden habe.
Warum ich wieder rückfällig geworden bin? Ich war wieder allein und in meiner alten Welt. - Und - ich kannte dieses Buch nicht!
Liebe Gaby, vielen Dank für die aufbauenden Worte. Da sind viele gute Ideen, die ich versuchen werde! Auf jeden Fall. Das Kapitel im Buch werde ich nochmal lesen und mir eine Liste machen, was helfen kann.
Die Gefühle beim nach Hause fahren sind wohl eine Mischung aus: "Es war gerade so schön, zu Hause bin ich allein" und dieses Gefühl verdrängen wollen. Ganz besonders eben, wenn ich meinen Sohn gesehen habe, den ich sehr liebe und der mich an die schönen vergangenen Zeiten "einer Familie" erinnert. Also Gefühl der Einsamkeit, Wehmut, Trauer...
Ich kann eigentlich ganz gut mit mir allein sein und das genießen. Generell ist das nicht der Punkt, sondern immer, wenn ich mit jemandem (ohne Alkohol) zusammen bin, mit dem es schön ist. Ich habe tatsächlich schon darüber nachgedacht, solche Treffen zu vermeiden. Das kann ja aber auch nicht die Lösung sein. Vielleicht kann ich mit Deinen Tools lernen, diese Gefühle zuzulassen, nicht vermeiden zu wollen und darüber weg zu kommen. Das,
was ich erreicht habe und wie dankbar ich sein kann, dass es mir gut geht, ist in solchen Situationen einfach nicht mehr da. ich bin übrigens auch eine von denen, in dem Artikel über Frauen, die viel geleistet haben, Familie, Kind, Erfolg im Beruf....Abends brauchte es dann immer etwas "zur Entspannung, zum Runterkommen". Jetzt kann/könnte ich eigentlich zufrieden sein und positiv in die Zukunft schauen, wäre da nicht die Sucht. Die hält mich davon ab, endlich wirklich zu leben. Sorry, ich hoffe, das ist nicht zu viel "Gelaber". Ich habe in diesem Forum gelesen, dass es vielen so geht und, dass viele es geschafft haben, nicht mehr zu trinken. Es tut gut, damit nicht allein zu sein. Danke nochmal für Deine ausführliche Antwort, die mir zeigt, dass du Dir viele Gedanken um die Teilnehmer hier machst! Ich wünsche allen schöne Feiertage!
Hallo Connie, ich wünsche Dir alles Gute und Kraft! Ich kann mir diesen Schnitt - wieder zurück in der alten Welt - gut vorstellen. Danke für den Tipp mit A. William, das schaue ich mir auch mal an. Ich beschäftige mich gerade mit Basischer Ernährung, die auch gut tut. Schöne Feiertage!





