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Seit nun 7 Wochen trinke ich keinen Alkohol mehr und habe mich relativ gut an das Protokoll gehalten. Leider gibt es den abentlichen Mr. Sandman`s Magic Cocktail von ESN nicht mehr zu kaufen, so dass ich das mit einzelnen Komponenten ersetzt habe.
Richtig gut hat mir das getan und ich habe wirklich gemerkt, dass mir das hilft und gut tut.
Was ich allerdings nun habe, ist ein neuerlicher Suchtdruck (ich hatte bisher keinerlei Entzugserscheinungen) es kommt immer so um 16 Uhr und ich bin in völliger Gefahr, dass ich mir eine Flasche Wodka hole und aussaufe.
Was habt ihr da gemacht ?
LG Alex
Dann weißt Du ja, was Du tun kannst :-). Plus Glutamin. Würde ich jedenfalls machen.
Läuft. Der Vodka kriegt Dich nicht!
Liebe Grüße
Gaby
@gaxofant weil du es gerade schreibst... Stollen...ich habe dieses Jahr täglich Stollen gegessen. Nein.. celebriert. Kennst du die Ministollen aus einem bekannten blaugelben Discounter? Mit Marzipan und Schoki. Jeden Tag hab ich mir nachmittags 3 Stück mit Schoki und 3 Stück mit Marzipan auf einen Teller drapiert, einen Nachmittagskaffee dazu und dann genossen. Herrlich! Im Prinzip hab ich sogar das Ritual, das früher Weinflasche entkorken hieß, ersetzt. Und gebe dem Körper das, was gerade gebraucht wird.
PS: vergiss mal die 8 kg. Da kannste später drüber nachdenken. Jetzt steht die Abstinenz im Fokus. Und im übrigen: Fokus is always singular! Das gibt es nicht in der Mehrzahl..
Lg Mermaid 🧜♀️
@gaxofant Herzlich willkommen! 🙂 Was die Anderen schon geschrieben haben, kann ich auch alles unterschreiben. Was mir neben Essen und Trinken, GABA etc. in Situationen wo mich auf einmal der Gedanke etwas zu trinken überkommen hat noch oft geholfen hat ist, mich mit etwas Anderem zu beschäftigen bzw. mich ganz bewusst auf etwas Anderes zu konzentrieren, damit der Gedanke an etwas zu trinken keine weitere Aufmerksamkeit bekommt.
Einmal hat es mich auf dem Weg in die Stadt erwischt, ich bin dann in ein Kaufhaus (in dem es keinen Alkohol zu kaufen gibt) und habe mich da ganz bewusst auf das Sortiment konzentriert und am Ende ein Puzzle mitgenommen. Wenn die Gedanken zuhause kamen, habe ich z.B. mein Geld gezählt, Budget geplant, meine Kochbücher rausgeholt und geguckt was ich die nächsten Tage kochen kann und mir Listen geschrieben. Eigentlich egal was, Hauptsache die Konzentration ganz bewusst auf etwas Anderes gerichtet.
Die Gedanken an Alkohol haben mich nie erschreckt, es erschien mir nach den Erklärungen im Buch logisch dass sie immer mal wieder kommen können, auch sehr intensiv und unvermittelt, auch noch nach längerer Zeit. Ich versuche meistens nicht sie zu verscheuchen, sondern ihnen einfach keine Aufmerksamkeit zu geben. Und nach einer Weile ist es dann, als ob es ihnen langweilig würde und sie wieder weiterziehen. Irgendwann ist der Wunsch zu trinken dann einfach wieder weg. Ich habe das an anderer Stelle im Sommer mal mit den Wespen verglichen, die in meine Wohnung geflogen waren. Die werden ja auch aggressiver wenn man versucht sie zu verjagen. Ich habe stattdessen das Fenster weit aufgemacht und mich mit etwas Anderem beschäftigt. Und irgendwann sind sie wieder rausgeflogen.
Noch ein Gedanke zum Essen: Du schreibst, Du hast in der Zeit jetzt 8kg abgenommen. Kam das jetzt einfach so nebenbei nur dadurch dass der Alkohol wegfiel oder versuchst Du bewusst abzunehmen? Wichtig ist denke ich damit der Alkohol keine Change hat sich wirklich satt zu essen. Und wenn mal so ein Tief kommt ruhig etwas Süßes essen oder auch z.B. so etwas wie Nüsse oder Bitterschokolade, die jagen den Blutzuckerspiegel nicht gleich wieder so hoch aber sättigenauch gut, haben natürlich auch gut Kalorien. Aber hey, das würde ich auch wie mermaid schreibt, erst einmal hinten anstellen. Nüchtern zu bleiben reicht als Herausforderung für die erste Zeit absolut aus. Und ist ein Riesenerfolg!
Alles Gute weiterhin für Dich und viele Grüße
Imogenry 🌻
moin Alex, herzlich willkommen hier.
7 Wochen ohne , finde ich sehr gut.
Wie sieht’s mit Sport aus?
Mir helfen sportliche Aktivitäten, die körperliche Erschöpfung vom Sport ist
angenehmer als die Saufeuphorie. 16.00 Uhr Bier und Wodka ging bei mir
auch immer gut.
Was bei den jetzigen Temperaturen auch sehr gut ist, schwimmen und
saunieren.
Vielleicht auch ein neuer Bekanntenkreis, wo der Schwerpunkt nicht auf
Alkoholkonsum liegt?
Ich hab jetzt nicht mehr so oft Besuch, weil ich keinen Alkohol trinke, aber
egal, wenn ich jemanden besuche der oft Alkohol konsumiert, dann nehme
ich mir alkoholfreies Bier mit.
Kein stundenlanges in mich hineintrinken mehr, das Schönste dabei, den
Tag ohne Entzugserscheinungen zu beginnen.
liebe Grüße Andreas
Hallo,
es kommt immer so um 16 Uhr
Bei mir war und ist es immer der Freitag. Am vergangenen Freitag habe ich, was meine Nikotin-Sucht angeht, wieder verkackt. Zwei Wochen habe ich den Nikotin-Dämon schlafen gelegt und hier große Töne gespukt. Am Freitag ist der Dämon dann unter der Dusche im Hallenbad, nach einer sehr befriedigenden Schwimm-Session, unverhofft wieder erwacht und konnte mir in den Rücken fallen. Unter anderem waren die bevorstehenden Feiertage und Sylvester, als brillanter Zeitpunkt für den „jetzt aber wirklich“ Ausstieg, seine tollen Argumente.
Rückblickend war ich dem Sucht-Gegner gegenüber einfach zu lässig. Es hat sich fast zwei Wochen so angefühlt, als ob ich den Gegner mal eben mit Autosuggestion kaltgestellt hätte. Die darauffolgenden rauchfreien Tage haben sich so gut angefühlt, dass ich meine Bemühungen eingestellt habe und an der Suchtfront eingepennt bin, was der Dämon schamlos zur Gegenoffensive genutzt hat.
Ich muss also beim nächsten Anlauf ständig hellwach sein und mein Konzept längerfristig konsequent durchziehen, auch wenn ich keinen Grund dafür sehe, weil an der Suchtfront vollkommene Ruhe herrscht. GABA will ich nun auch zum X'ten-Mal in meiner Konzept-Portfolio mit aufnehmen, was ich bisher immer nur vor hatte, aber nie wirklich getan habe.
Konsequent strukturiertes und diszipliniertes Vorgehen waren noch nie meine Stärke. Komischerweise schaffe ich es aber jeden Morgen zwischen 6:30 und 7:00 konsequent und diszipliniert im Schwimmbad aufzutauchen, was der Macht der Gewohnheit geschuldet ist. Die Macht der Gewohnheit hat mich leider auch bei negativen Gewohnheiten fest im Griff.
Von Resignation bin ich aber meilenweit entfernt. Bei mir ist es eben so, dass ich mir den richtigen Zeitpunkt und das gewünschte Ergebnis nicht aussuchen und auf Termin erzwingen kann. Im steten Bemühen kommen das gewünschte Ergebnis und der richtige Zeitpunkt zu mir. Das war beim Alkohol genauso und es wird beim Nikotin auch so sein. Bei der Anlage unseres Gartens habe ich mich auch immer nur mit einem groben Plan treiben lassen. Beim Wege- oder Terrassenbau oder beim Anlegen von Beeten habe ich nie eine Richtschnur gespannt oder groß die Wasserwage bemüht. Alles im Garten ist geschwungen und krumm und schief und das Ergebnis ist wunderschön. In der belebten Natur ist auch nichts ganz eben, gerade oder vollkommen parallel und rechte Winkel kommen in der belebten Natur auch nicht vor.
In diesem Sinne wünsch ich Dir und allen Mitleserinnen und Mitlesern viel Glück und viel Segen auf den holprigen Wegen.
Gruß Matthias
@vollhorst ja, Sport habe ich ja gemacht und will und werde ich auch wieder machen. Alkoholfreies Bier, da halte ich Abstand, das trau ich mich nicht !
Jeden Morgen wenn ich aufwache Balle ich die Fäuste und bis sooooo glücklich am Tag zuvor nix getrunken zu haben !
LG Alex
moin Matthias,
das mit den Kippen weglassen, klappt bei mir auch nicht.
Aber deinen Freitags- Schwimmtermin finde ich Klasse .
Liebe Grüße
Andreas
sehr gut, wenn du nüchtern aufwachst, dann kannst du mal eben mit
10 Liegestützen starten.Das steigerst du dann im Laufe der Zeit.
@vollhorst
Aber deinen Freitags- Schwimmtermin finde ich Klasse
Ich habe seit einem Jahr JEDEN Tag Schwimmtermin und gehe immer ambitioniert bis ans Limit. Anfangs wollte ich Berliner Meister in der Altersklasse über 50 werden, bis mir auffiel, dass ich als schmalbrüstige Fahnenstange nicht die passende Statur dafür habe und Vereinsschwimmer unterwegs sind, die über 60 Jahre alt sind und im Wasser an mir vorbeiziehen als wäre ich eine Parkuhr. Ich habe mich dann auf das Ziel 1000m in 15 Minuten verlegt. Davon bin ich allerdings auch noch meilenweit entfernt.
Das ist alles meinem Hang zum Exzessiven geschuldet. So wie einst mit dem Alkohol und heute noch mit Kippen. Wenn schon denn schon und dann Vollgas… Ich kann auch nicht wie ein normaler Mensch mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, ich muss immer wie ein Irrer heizen.
Deshalb kommt für mich auch das Ausschleichen und kontinuierliche reduzieren von Kippen bis zum Nullpunkt nicht in Frage. Wenn aufhören, dann gleich richtig.
Exzessiv bin ich aber nur im Privaten. Da ich mich von den privaten Exzessen auch erholen muss, sehen meine Ambitionen im Job ganz anders aus. Im Job mach ich nur soviel wie nötig und so wenig wie möglich.
Gruß Matthias





