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Hallo zusammen
ich bin über einen NDR Beitrag auf dieses Forum aufmerksam geworden. Mir haben auch in einer anderen Sache Foren bereits viel Beistand gegeben und daher möchte ich es auch hier versuchen.
Aber was soll ich zu mir erzählen? Ich möchte weitestgehend anonym bleiben, da ich wirklich richtig Angst habe, wenn irgendwie mein Arbeitgeber davon erfahren würde.
Ich habe gerade von anderen Sachen gesprochen. Ich leide seit ca. 20 Jahren an Depressionen, vor ca. 7 Jahren habe ich angefangen, täglich Bier zu konsumieren. Vor 7 Jahren hatte ich eine schwere Trennung von meiner Partnerin, die mich auch in die Abwärtsspirale der Depression katalpultierte. Leider wird - warum auch immer - das Thema Alkohol in Depressionsforen selten und wenig beachtet. Daher trenne ich dies nun auch.
Es ist auch so, dass ich aktuell und seit ca. 1 Jahr in einer absoluten Hochphase bin.
Aber, leider, nicht was das Thema Alkohol angeht. In diesen 7 Jahren habe ich ohne Ausnahme, oder besser gesagt die Ausnahmen kann man wirklich an einer Hand abzählen, jeden Tag Bier getrunken und über die Zeit meinen Konsum von 4-5 Flaschen auf aktuell 6-7 Flaschen gesteigert.
Ich weiß nicht, in welche Kategorie ich fallen soll, aber ich trinke ausschließlich nachmittags. Ich fange also wie so viele nach Feierabend an, und trinke dann bis ca. 19 Uhr. Dann höre ich auf, mache mein Abendessen und, es ist fast zum Lachen, trinke ein Glas Milch. Über Tag trinke ich Kaffee und Tee. In diesen +/- 3 Stunden schiebe ich mir die 6-7 Flaschen Bier rein.
Die Entspannung durch das Bier nach Feierabend tut mir gut. Meine Laune steigert sich, egal wie sch... der Arbeitstag war. Am Wochenende läuft es übrigens genauso, obwohl ich nicht arbeiten muss. Ich trinke ab nachmittags und höre ca. 19 Uhr auf.
Jedgliche Versuche, weniger zu trinken, sind fehlgeschlagen. Außerdem trinke ich auch nur allein. Ich bin Single. Aber wenn ich z.B. am Wochenende mal verabredet bin und gar nicht zu Hause, trinke ich auch nichts unterwegs und habe auch kein Verlangen. Ich versuche solche Verabredungen zu vermeiden.
Natürlich trinke ich auch jetzt gerade, wo ich dies hier schreibe.
Ich will das eigentlich nicht mehr, schaffe es aber irgendwie so gar nicht.
Das zu mir.
VG, Dirk
@buggybeast71 Erstmal herzlich willkommen! Ich denke, zum Thema Depressionen werden Sir hier einige etwas sagen können. Ansonsten hört es sich an wie Entspannungstrinken, wobei ich noch von keinem gehört habe, der u einer bestimmten Zeit dann wieder aufhört.
Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg, es geht und es lohnt sich allemal!
Lieber Dirk, ein herzliches Willkommen, schön, dass Du zu uns gefunden hast. Danke für Deine ausführliche und tolle Vorstellung. Darf ich Dir eines ans Herz legen? Alkohol ist - anfangs - Dein "Medikament" gegen die Depression. Das Dumme ist: Er ist auch Turbo-Verschlimmerer. Das alles hat rein mit unserer Biochemie im Hirn zu tun.
Ich habe das mal hier kurz erklärt (da sind noch mehr Vidos zum Thema, wir haben da einen Kanal). Schau da mal rein. Das wird Dir so einiges erklären. Wenn Du das erst einmal verstanden hast, so glaube ich, fällt Dir vieles leichter.Auch dieses Video hier möchte ich Dir ans Herz legen.
Liebe Grüße
Gaby
Hallo, herzlich willkommen auch von mir.
Schön, dass Du da bist.
Ich bin erstmalig in meinem Leben durch Alkohol in eine depressive Episode reingerutscht.
Auch wenn ich weiß, dass meine Umstände die Depression mit hervorgerufen haben, hat der Alkohol sie unglaublich befeuert.
Für mich persönlich ist meine Regel eindeutig: Kein Alkohol, keine Depression.
Mir ist klar, dass das nicht immer so zutreffend ist.
Dennoch, für mich bedingt sich beides.
Es käme ja auf einen Experiment an - für Dich selbst, Proband bist Du.
Wenn Du mehr zu Deinem "ich kann nicht aufhören" erfahren möchtest: Bestelle Dir das Buch "Alkohol ade`", bestelle Dir die Nem`s und schreibe hier im Forum, was Dir in den Kopf kommt.
Lieben Gruß
Sandra
@buggybeast71 Mutig und absolut ehrlich zu schreiben, dass Du während des Schreibens trinkst!!!
Tschuldigung, schon wieder doppelt... Frage an Administrator...bitte löschen?
Hallo Dirk, wie geht es dir denn mittlerweile? Es spielt keine Rolle wieviel man trinkt, sondern wofür der Alkohol eingesetzt wird und ob es ohne nicht oder nur noch teilweise funktioniert und das hast du ja festgestellt. Das du Schwierigkeiten hattest, zu reduzieren etc. Depression und Sucht geben sich oft die Hand. Ich wünsche dir viel Kraft, damit du aussteigen kannst.
Lg
@buggybeast71 hallo und herzlich willkommen. Auch ich war Entspannungstrinkerin und langsam und allmählich - wie bei dir - hat sich der Konsum gesteigert. Und die Isolation. Zu hause hat es sich einfach am besten getrunken. Mit dem Buch von @gaby_guzek , den NEMs, diversen anderen Büchern und diesem Forum bin ich aus der Spirale rausgekommen. Nicht ohne zu stolpern..aber jetzt immer stärker und sicherer.
Dir alles Gute und schreib mal wie es dir geht!
Liebe Grüße von der Mermaid 🧜♀️





