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seit ein paar Monaten lese ich die Beiträge in diesem Forum.
Ich will mich heute vorstellen.
Als Pseudonym habe ich Armin gewählt.
Der Grund dafür ist, dass ich in meiner Branche gut bekannt bin und nicht wiedererkannt werden möchte.
Ich bin heute 69 Jahre alt, gesund, Rentner, verheiratet, zwei Kinder, zwei Enkelkinder, finanziell gut situiert, mit EFH und vermieteter Eigentumswohnung, Aktiendepots usw.
Meine Frau ist jünger als ich, arbeitet noch, ist für mich da wie ich für sie.
Eigentlich ideale Vorraussetzungen um glücklich zu sein.
Vor ca. 10 Jahren hat man mich in den Ruhestand getreten weil mein neuer Chef lieber jüngere Mitarbeiter in seinem Team wünschte.
Er hat als erstes unsere langjährige, hochkompetente und äußerst beliebte Teamassistentin gegen seinen "Sekretär" ausgetauscht.
In meinem, und nur in diesem Fall, brach dadurch "mein" Weltbild zusammen.
Dass so etwas einmal für mich relevant sein sollte, verstand ich damals nicht.
Mit einigen fiesen Tricks wollte er mich und andere nun loswerden.
Depression, kognitive Verhaltenstherapie, Psychopharmaka, die ganze Palette, folgten.
Keine Verbesserung, nur Nebenwirkungen der Medikamente.
Aber eine mittlere Führungskraft wie ich, mit abgeschlossenem Studium und seit 30 Jahren im Geschäft, weiß sich zu wehren.
Das Übliche, Klage gewonnen, Abfindung, Aufhebung usw. Es ging mir danach sogar finanziell besser als zuvor.
Rückbesinnung, was ist wichtig im Leben, Neustart?
Aber da stand ich nun da, 59 Jahre alt, voll im Saft und über Nacht ohne Aufgabe.
Endlich genug Zeit für meine Hobbies, den Amateurfunk, meine Computer usw., dachte ich.
Schnell ehrenamtlich wieder voll im Einsatz, Integrationslotse, mal eben "Deutsch als Fremdsprache" beim Goethe-Institut belegt und bestanden und dann als Deutschlehrer für Geflüchtete aktiv.
Computerkurse für Senioren entwickelt und gehalten.
Ein Fernstudium war auch noch drin.
Alles zeitgleich weil ich ja noch voller Energie war.
Mit einem Unterschied zu früher:
Ein Bierchen, zur Entspannung, hat man sich doch verdient.
Zuerst abends, dann mittags und zuletzt nach dem Frühstück.
Dann kam ich bei 4-6 "Bierchen" pro Tag an.
Corona, Kontaktverbote usw. da wurden es dann 5-8 pro Tag und wenn das Bier ausging tat es auch einmal ein Chianti oder Veltiner.
Nicht zu vergessen, die Boonekamp gegen die Übelkeit am Morgen.
Meine Hobbies übe ich kaum noch aus, zur Gartenarbeit muss man mich prügeln.
Das Studium habe ich abgebrochen, meine ehrenamtlichichen Tätigkeiten eingestellt.
Ich lese noch rel. viel, aber nicht ohne meine Bierchen.
Mein Äußeres ist mir heute immer noch wichtig, da lasse ich mich nicht hängen.
Deshalb merkt es kaum einer.
Mein Verhalten nach Außen hin wurde aber zunehmend narzistisch.
Alles meinte ich besser zu wissen/können als andere. Mit den entsprechenden Konsequenzen.
Freunde habe ich jetzt keine mehr.
Meine Leberwerte sind nun grenzwertig; dank der Analysen durch meine Frau weiß ich das.
Ich habe Angst vor einem Konsequenzen eines kalten Entzugs.
Zwei Hausärzte habe ich.
Der eine meint, in meinem Alter solle man tun, was einem Spass macht.
Der andere sagt, mehr als ein Bier pro Woche schädigt die Gesundheit.
Und ich wäre zu dick, 98kg bei 185cm, er selbst wiegt 20 kg mehr und ist kleiner als ich.
Beiden will ich mich hinsichtlich eines kalten Entzugs nicht anvertrauen, habe Zweifel an ihrer Kompetenz.
Einen dritten will ich nicht mehr suchen, schäme mich auch ein wenig.
Als Chemiker kann ich naturwissenschaftliche Zusammenhänge ganz gut einordnen und werde nun den Selbstversuch wagen.
Deshalb reduziere ich ich seit Samstag, 20.5.23, meinen Alkoholkonsum täglich um 30-50% um zu sehen, was mit mir passiert.
Bewege mich viel, messe Blutdruck und höre in mich hinein.
Meine Frau ist eingeweiht und vom Fach, kann ggf. einschreiten bzw. Hilfe holen.
An NEM's nehme ich Glycin, L-Tryptophan, Vitamin B-Komplex und Centrum Multivitamin 50+.
Bis jetzt ist alles ok und ich fühle mich besser als in der letzten Woche.
@ags super! Genau, das mit den NEMs ist individuell sehr verschieden, da muss man wirklich ausprobieren, was einem gut tut und was der Körper nicht braucht oder mag. Guter Weg, gute Vorsätze!
@gaby_guzek Hallo Gaby, danke für den Hinweis.
Methylcobalamin, Methionin und Folsäure (nicht Methylfolat) nehme ich bereits täglich über meine Eiweiß-Shakes (Almased) ein. Die tun mir sehr gut.Ich fühle mich danach manchmal wie Popeye.
MSM und SamE kannte ich allerdings noch nicht.
Und jetzt, wo du es ansprichst: Ich habe eine sehr hohe Affinität zu grünem Gemüse, grünem Paprika, nicht rot oder gelb, Grünkohl, Chinakohl, Spinat, aber auch Feldsalat, Rucola Pak Choi, Petersilie usw.
Immer schon,bereits als Kind, habe ich das gerne gegessen.
Das könnte ein Hinweis auf eine HPU sein.
Ich werde mich mal näher damit befassen.
Nochmals danke und LG
Armin
Beides, also HPU und auch die Methylierungskapazität des Körpers sind ja sehr leicht im Labor nachzuweisen. HPU über einen Urintest (Biovis) und die Methylgeschichte über dem MTHFR-Gentest (macht glaube ich auch Biovis, sonst mal googlen).
B6 als P5P hast Du dabei irgendwo? Zink?
LG
@gaby_guzek Ja, B6 ist in drei meiner NEM und meinen Eiweiß-Shakes (allerdings nicht in der leicht bioverfügbaren Form) enthalten.
Zink (5mg) in einem Multi-Präparat dreimal pro Woche und bei Bedarf (Warnke 15 mg) wenn sich z.B. eine Infektion ankündigt.
Manchmal habe ich Probleme mit Aphten. Dann nehme ich zwei Tage lang 15mg Zink und 400 µg Folsäure und die Sache ist vorbei.
LG
Armin





