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Hallo und vielen Dank für das herzliche Willkommen.
Ich bin Mermaid, noch 48 Jahre alt und trinke seit ca 15 Jahren fast täglich Wein. Ich habe schon oft versucht, den Alkohol wegzulassen. Maximal 3 Wochen schaffe ich. Mit viel Stress.
Meine Geschichte ist die Wiederholung so vieler anderer Geschichten hier.. alleinerziehende Mutter von 2 Kindern Karrierefrau, Sorgerechtsstreit... und abends den Turbo- Entschleuniger.
Nicht mehr fühlen, nicht mehr denken und schnell schlafen.
Ich will das nicht mehr, ich will nicht mehr aufgequollen sein, ich will besser schlafen, ich brauche kein Kopfweh am Morgen.
Das Buch hat mir einen ganz neuen Blickwinkel gegeben.
Heute habe ich begommen, die NEM zu nehmen.
Puh, ganz schön viel.
Ich halte euch auf dem Laufenden ...
Lg 🧜♀️
@mermaid perfekt. Der Automatismus hat eingesetzt... genieße die Veränderungen. So schön zu lesen... 🌹
@cairni vielen lieben Dank 💖 heute hat die Weinhexe nach der Arbeit mal kurz angeklopft, aber ich hab ihr gesagt, ich will frei sein und ich geb meinen guten Schlaf, meine innere Ruhe und meine Grübchen nicht wieder her. Und ich stelle mich schon garnicht vor dem ersten Hinderniss namens Tag 1 wieder an... dann ist sie wieder in ihr kleines hässliches Loch gekrochen. Jetzt steht ein Liter Tee vor mir.
Guten Morgen und happy Ostermontag,
Meine App sagt 31 Tage und 8 Stunden nüchtern. Ein Monat voll. Es ging leichter als beim letzten Mal. Mein Mindset ist ein komplett anderes.
Trotzdem waren die letzten Tage nicht einfach. PMS in den Wechseljahren.. und diesmal war die Gefühlsachterbahn wirklich heftig. Übellaunigkeit, Traurigkeit, Selbstmitleid... das ganze unschöne Programm. Und die Weinhexe immer in Hab-acht-Stellung. Dazu Zahnweh (früher hätte ich die Ibus mit viel Rotwein runter gespült). Und eine maximal launische Teenage Kröte zu Hause (vielleicht bin ich auch extrem empfindlich? 🤔).
Ich habe viel in meinen Büchern gelesen, Spaziergänge mit dem Hund unternommen, die Frühlingssonne in mein Gesicht scheinen lassen und bin früh ins Bett gegangen. Und ich habe immer wieder an meinen Hindernissparcour gedacht. "Wenn du jetzt trinkst, musst du dich wieder vor Hinderniss 1 anstellen" - und dann stelle ich mir meine Hindernisse vor. Die 3m Mauer Schlaflosigkeit mit all dem "komplett erschlagen am Morgen", die Schlammgrube Kopfweh (da hängen in meiner Phantasie gern noch kleine Stromkabel rein..) , der Kletterparcour in 10m Höhe mit Herzrasen, Bluthochdruck und natürlich ohne Sicherung...(so ungefähr ging es mir auch immer nach einem exzessiven Abend). Ich habe mir angewöhnt, diese Hindernisse extrem zu visualisieren. Da will ich nicht wieder hin. NIE MEHR.
Gestern habe ich einen langen Osterspaziergang mit meiner besten Freundin gemacht. Sie kennt ja mein ewiges "diese Woche trinke ich nicht". Ich war sehr ehrlich mit ihr und habe ihr gebeichtet, wie schlimm es wirklich ist (oder darf ich schon war sagen?) und wieviel ich heimlich getrunken habe. Und dass es endgültig vorbei ist, trotz der Jubiläen und Silberhochzeiten etc, die dieses Jahr anstehen. Niemehr Alkohol (während ich das schreibe, sagt mein morgendlich frisches Gehirn doch echt: "Gott sei Dank"🙏). Sie ist stolz auf mich. Das tat wirklich gut.
Dann habe ich gestern das Youtube Video "erfolgreiche Frauen und die Sucht" geschaut mit @gaby_guzek und @cairni geschaut. Und auch mit Nathalie Stüben, deren Buch ich schon gelesen habe. Ihr seid großartige Rolemodels. So wie viele andere hier natürlich auch.
Diesmal werde ich in diesem Forum aktiv weitermachen. Ich hab ganz schön Bammel vor einem neuen Rückfall. Aber ich bin auch guter Dinge, diese scheußliche Sucht hinter mir zu lassen.
In diesem Sinne habt einen schönen Ostermontag
die Mermaid 🧜♀️
@mermaid Du Liebe, schönen Ostermontag.
Das liest sich doch gut... und Deine Situationen hast Du gut gemeistert! Das zeigt von großer Achtsamkeit, das finde ich toll. Immer besser als "mich haut nix um" und dann zerlegt es mich. Deine Ehrlichkeit ist klasse und bei Deiner Freundin kam das bestimmt gut an?
Schreib, was das Zeug hält, mir persönlich hat das immer gut getan.
Und der damit verbundene Austausch hilft auch - wenn es nur zum Kopfschütteln oder Nicken führt 😉
"Ich hab ganz schön Bammel vor einem Rückfall".
"Angst ist ein schlechter Ratgeber" Thomas Jonathan Jackson 1824-1863
(musste natürlich googeln, aber wollte mal wissen, von wo das Zitat genau kommt.)
Du kennst Deine Triggerpunkte, und Du hast gerade geschrieben, wie gut Du sie zu meistern wusstest.
Dein Suchtgedächtnis ist Dir bewusst, das hilft auch.
Hast Du Dir einen Schlachtplan ausgedacht, wenn die Nerven auf Rebellion gehen wollen? So, wie hier das schon so viele Mitglieder geschrieben und beschrieben haben? 👍 (ich habe mir ein paar Dinge aufgeschrieben, hängen an meiner Pinnwand in der Küche)
Hab keine Angst oder versuche die Angst etwas zu mildern.
Du weißt, was Du tun kannst und wie Du im Fall der Fälle aus der Situation wieder raus kommen kannst.
Das ist sicherlich kein Freifahrtsschein. Mir hat es geholfen, meine "Sorge" in Respekt zu wandeln. Vielleicht gelingt es Dir ja auch.
Du packst das 🌹
Quelle: https://beruhmte-zitate.de/zitate/131170-andrew-jackson-angst-ist-ein-schlechter-ratgeber/
Quelle: https://beruhmte-zitate.de/zitate/131170-andrew-jackson-angst-ist-ein-schlechter-ratgeber/
@cairni vielen lieben Dank liebe Sandra, ja ich habe Strategien. Zum einen habe ich alle Bücher auf dem Handy geladen, mit markierten Stellen zum schnellen Nachlesen, meine Weinhexe hat ja einen Namen und ein Gesicht und wir führen durchaus hitzige Dabatten - hauptsächlich in meinem Kopf aber manchmal muss ich sie auch laut wegschicken..😅, mein Hindernissparcour ist da und und und. Aber am wichtigsten ist mir gerade, dass ich aufmerksam in mich reinhöre, ob ich einer Situation gewachsen bin oder nicht. Und wenn nicht, dann versuche ich mich da rauszunehmen. Und, da ich ja gerade viel reisen muss, wird mein einstiger "ich trinke heimlich" Platz- also meine Wohnung, jetzt zu meinem nüchternen Safe Space. Hier mache ich es mir gemütlich. Mit Hund 🐕, Katzen 🐱 🐱 und Kuscheldecke und literweise Tee.
Ach und Gaba ist auch immer dabei. Für alle Fälle.
Und was den Bammel anbelang, da geb ich dir zu 100% recht. Es ist auch nicht diese panische Angst, sondern Respekt. Großer Respekt. Und das Bewusstsein, die Gefahr nicht zu unterschätzen. Wenn mich mein Rückfall eines gelehrt hat, dann wachsam zu bleiben.
Ich liebe es zu sehr, nüchtern zu sein.
Liebe Grüße
Die Mermaid 🧜♀️
@isabel nicht von mir sondern nur für mich adaptiert aus dem Buch "Chianti zum Frühstück " von Clare Pooley (Tag 209/Der Hindernisslauf)
35 Tage und 20 Stunden. 5 Wochen also.
Nach wie vor läuft es gut. Auch wenn die Müdigkeit mich oft noch fest im Griff hat. Ich schlafe wie ein Stein Aber das vergeht sicher auch noch. Also nicht das gut schlafen.. das trotzdem müde sein.
Es gibt hier und da Momente, in denen ich an Alkohol denke. Aber diese Momente werden tatsächlich weniger.
Ich bin ruhiger geworden. Eine neue Art von Selbstsicherheit. Ich bin bei mir und kümmere mich um mich.
Neue berufliche Herausforderungen stehen an. Messen, beruflich reisen und Gaba immer dabei.
Ich bin so confident, dass ich das weiter gut hinbekomme. 👍
Euch allen wünsche ich ein schönes und sonniges Wochenende
Die Mermaid 🧜♀️





