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Ja, hallo erstmal…

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(@ptiger)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 9
Topic starter  

Hallo zusammen,

auch ich möchte mich euch kurz vorstellen.  Ich bin mittlerweile 59 Jahre alt und sozusagen frisch getrocknet: Meinen letzten Alkohol habe ich am 28.12.2023 getrunken, ich feiere also bald den ersten Monat. 😀 

Bis dahin zog sich das Thema Alkohol wie bei so vielen quasi durch das ganze Leben: Im Elternhaus gehörte das abendliche Bier und der zugehörige Schnaps bei den Eltern ganz selbstverständlich dazu.  Erst viel später habe ich erfahren dass mein Vater im gehobenen Alter auch bis zur Hilflosigkeit trank.  Als Halbstarker musste ich natürlich cool sein: Es waren andere Zeiten als heute, es war nie ein Problem sich als Minderjähriger ein Sechserpack oder einen Rotwein zu beschaffen und mit den Kumpels zu leeren.  Nach einer Phase der Abstinenz als junger Erwachsener fing meine Kneipen-Karriere an; meine Stammkneipe wurde mein zweites Wohnzimmer.

Das änderte sich erst als wir aus der großen Stadt raus aufs Land zogen.  Keine Freunde, die nächste Kneipe ewig weit weg… also fing ich an zu Hause mein Bier zu trinken.  Übrigens immer „nur“ abends bzw. Nachts; tagsüber zu trinken war für mich nie ein Thema.

Nach einigen Jahren Bier bin ich dann umgestiegen: Erst auf Rotwein, dann auf Mischfusel wie Rum-Cola.  Zuletzt waren es locker 4 Flaschen Rum pro Woche.

Bei alldem war ich recht funktional, deswegen ging es so lange gut - wenn man das als gut bezeichnen will.  Ich wurde nicht aggressiv, stand pünktlich auf, leistete gute Arbeit in Job und Hobby.  Aber der Drang zu trinken war nun spürbar, ich legte mir immer mal wieder selbst Ausreden zurecht - ihr kennt das vermutlich aus eigener Erfahrung.  Das zusammen mit der simplen Wahrheit das ein Nervengift nunmal wohl kaum lebensverlängernd wirkt führte im vergangenen Jahr endlich zum ersten Schritt: Hausärztin.  Die Untersuchungen waren unauffällig: Keine erhöhten Leberwerte, und die Leber selbst ist zwar verfettet, aber das ist nicht nur alkoholbedingt - ich bin gewichtsmäßig nicht grad wenig. 😊 

Von dort ging’s zur Suchtberatung, die mir verschiedene Möglichkeiten wie qualifizierte Entgiftung etc. vorstellte.  

Ich habe dann mit der Suchtberatung zusammen „Kontrolliertes Trinken“ begonnen.  Aus heutiger Sicht würde ich aber davon abraten; am Ende hat es mir nur die Erkenntnis gebracht „Funktioniert so nicht!“ und damit die Tür in Richtung Abstinenz aufgeschubst.  Das kann aber ganz schnell auch in die andere Richtung gehen - lieber Finger weg.

Ich habe mir dann bewusst ein Enddatum gesetzt - eine anstehende große Feier - und seitdem kann ich erstaunlich gut auf das abendliche Gelage verzichten.  In den letzten Tagen überkommt mich manchmal tagsüber so ein Anflug „Na, heute Abend???“ - das ist auch der Grund warum ich hier reingestolpert bin.  Ich denke der Austausch mit Gleichgesinnten ist ein ganz wichtiger Aspekt; und hier ist es halt sehr ländlich, da ist ein direkter Austausch in einer Selbsthilfegruppe oder ähnlichem nur sehr bedingt möglich.

So, jetzt habe ich euch für den Anfang genug zugetextet. 😴 Ach eins noch: Mein Nickname PTiger ist nicht auf einen übersteigerten Testosteron-Spiegel zurückzuführen - vielmehr hat mir eine mitfühlende Kollegin vor einiger Zeit den Titel „Papiertiger“ verliehen.  Sowas muss man pflegen. 😉 

Liebe Grüße,

Peter



   
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(@ptiger)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 9
Topic starter  

@soberrebel Drei Jahre Abstinenz ist nach einer so langen Trinkphase ein wunderbares Ergebnis; das spricht für Dich, aber eben auch für das Konzept.  Sollte ich anfangen zu schwächeln geht mein erster Klick zum Bestellbutton, versprochen.  Bisher fühle ich mich überraschen gut, mal sehen…



   
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(@ptiger)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 9
Topic starter  

@lieblingsfellnasen Hihi, das ist aber mal ein lustiger Nickname. 😀 

Puh, das hört sich so an als hättest Du auch schwere Zeiten in der Trinkphase erlebt.  Das war bei mir zum Glück ziemlich selten.  Das Buch steht auf meinem „Notfallplan“; auch wenn ich mich derzeit gut und recht stark fühle ist mir klar dass das auch kippen kann.  Dann wird das Buch das erste sein was ich heranziehe.

 



   
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(@ptiger)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 9
Topic starter  

@blaubeere Danke für Deine guten Wünsche; Erfolg und Durchhaltevermögen kann ich wirklich brauchen.
Ja die Entgiftung im Eigenberitt ist natürlich ein Risiko - möchte ich auch niemandem empfehlen!  Ich habe dabei eine relative Sicherheit: Bei der Untersuchung kurz zuvor waren die Werte normal und die Leber mehr oder minder unauffällig.  Ferner ist meine Hausärztin involviert; bei der bin ich sowieso durch meine Diabetes öfter mal.  Und natürlich passt auch meine Ehefrau gut auf mich auf.  Ohne diese Sicherungen wäre ich wohl auch lieber in eine Klinik gegangen.

Hm, meine Gründe aufzuhören waren vielfältig und haben sich über die lange Zeit des Trinkens angesammelt.  Da war die Geschichte von meinem Vater, der zuweilen hilflos von meinem Bruder ins Bett geschafft wurde; ein lieber, deutlich jüngerer Kollege verstarb urplötzlich (Zusammenhang mit Alkohol ziemlich wahrscheinlich); zunehmende eigene Gedächtnislücken (Was hab ich gestern Nacht eigentlich gemacht?); Freunde (und nicht zuletzt meine amtierende Ehefrau) die bereits seit langem vom Alkohol weg sind und denen dabei mal so gar nix fehlt - vor allem aber die Erkenntnis dass ich ohne Alkohol gar nicht mehr leben konnte wie ich das eigentlich will.  Wir gehen abends weg - klar, klasse; aber danach muss ich erst noch trinken um schlafen zu können und solche Korken.  Das führte dann zu der Frage wie das dann bitte aussehen soll wenn ich wie geplant mit 63 aufhöre zu arbeiten - die Aussicht erschien mir unschön.  
Du siehst, das waren viele mehr oder minder kleine Ereignisse oder Überlegungen, und irgendwann war da halt der berühmte Tropfen der das Ganze zum Überlaufen brachte.

Aktuell - man soll auch kleine Erfolge feiern - komme ich von einer Geburtstagsfeier im gemütlichen Freundeskreis.  Leider war das Saftangebot recht dürftig, aber mit Cola, Wasser und Orangensaft hat mir das Ganze mindestens soviel Spaß gemacht wie früher mal mit Bier oder Wein.  Und ich werde nach dem aufwachen mit einiger Gewissheit noch wissen ob ich wen beleidigt habe. 😉 



   
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blaubeere
(@blaubeere)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 114
 

@ptiger Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Toll, dass du den Entschluss zur Nüchternheit auch ohne großen Knall fassen konntest. Auch ich habe gestaunt, dass ich auch nüchtern beim Feiern viel Spaß haben kann. Weiß gar nicht, warum ich früher oft schlechte Laune bekam, wenn ich fahren musste und nur 1 Drink nehmen durfte. War halt kontrolliertes Trinken an 1 Abend. Kontrolliertes Trinken macht generell schlechte Laune, war meine Erfahrung. Hier kann wohl so ziemlich jeder bestätigen, dass das nichts taugt.



   
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
 

@ptiger Guten Morgen lieber Peter,  ich habe wirklich einen großen Respekt vor deiner Leistung so ganz einfach und alleine dem Alkohol zu entsagen.  Ich kann dir aber nur empfehlen,  mit dem Lesen des Buches nicht erst auf einen " Notfall " zu warten,  so weit muss es nicht kommen.  "Alkohol adé"  ist kein 1000seitiges Werk und auch für " Nichtgernereleser" in kürzester Zeit zu bewältigen.  Darin wird sehr eindrucksvoll erklärt,  warum man 4 Flaschen Rum die Woche oder,  wie ich,   5-6 Flaschen/Woche trinken musste. Ich wünsche dir einen wunderschönen Sonntag.  LG Kerstin 😊



   
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