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Guten Tag,
danke dass ich hier was posten darf.
Hab es nun völlig versaut - 2017 waren es noch 6 Bier und ne Mische. Daraus wurden jeden Tag 2 Flaschen Vodka. Als ich meine Familie alarmierte waren sie für mich da. War 5 Monate auf Therapie, vorher natürlich auf Entgiftung. Ingesamt war ich 8 Monate ohne dieses Gift. Ich zog danach um, denn im alten Umkreis wurde jeden Tag Alk getrunken. Am Anfang klappte es, doch als wieder Probleme reinschneiten, fing ich an 1-2 Bier zu trinken. Mittlerweile ist die Menge nicht mehr ganz so krank, aber das liegt daran, dass ich es nicht mehr wegstecken kann. Sie haben mir damals einen Leberschaden diagnostiziert + Tumor in der Gallenblase. Es sind wieder paar Bier und ne Flasche Wein. Job und Freunde weg - ein Trauerspiel. Den Termin für die Klinik machte ich vor 2 Wochen - nun dauert es noch 2 Wochen und niemand hat wirklich Lust mir vorher zu helfen. Das hab ich furchtbar verkackt, denn wer soll es ihnen übel nehmen? So sitz ich allein hier, kippe mir was hinter und warte auf diesen Termin, denn die Ärztin meinte, dass ich nicht allein aufhören soll.
Vielleicht ist ja jemand hier, der/die mir was mitgeben kann. Gerade fühlt es sich so an wie nie zuvor - sehr schrecklich und ohne Erfolgsaussichten.
Alles liebe für alle hier - ihr macht diesen Müll ja auch durch.
hallo Freespirit,
mir geht es ähnlich. Ich hatte eine Menge >Probleme zu bewältigen die letzten 4 Jahre und so hat sich mein Alkoholkonsum immer höher entwickelt. Komischerweise habe ich dann nie tagsüber, sondern immer erst abends nachdem alle meine Aufgaben erledigt waren mir etwas Starkes zur Entspannung gegönnt. Die Menge wurde immer höher, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Am Ende war es ca. eine halbe Flasche Whisky, die ich jeden Abend in mich füllte. Danach war ich schön müde und glücklich dass ich besoffen im Bett lag und schlafen konnte. Ich lebe seit vielen Jahren in Brasilien, seit ein paar Jahren alleine, nur mit meinen Hunden, und da muß ich sagen dass die mir manchmal wirklich die Kraft geben mich nicht total hängen zu lassen, weil ich ja für sie sorgen muß. Vor zwei Wochen ist etwas schreckliches passiert, denn ein Junger Mann mit 45 Jahren, der mir hier wie ein Sohn ans Herz gewachsen ist, weil er immer für mich da war wenn ich Probleme hatte, ist wegen Organversagen gestorben. Er hatte auch zu viel getrunken, die Leber hat es nicht mehr mitgemacht. Ich habe ihn noch einen Tag vor seinem Tod im Krankenhaus besucht, seine Haut war total gelb am ganzen Körper, er war nicht mehr ansprechbar, und mir liefen nur noch die Tränen. Er hinterläßt eine wunderbare Familie, und ich kann nicht beschreiben was in mir vorging. Es hat einen Ruck gemacht, und ja, es ist schwierig den Alkohol wegzulassen, gerade jetzt, wo mir der Franzilio als Weggefährte aus so fehlt. Aber immerhin schaffe ich es seitdem, anstatt Whisky abends nachdem ich meinen Garten gegossen habe nur noch eine Dose Bier zu trinken, also max. 300 ml. Das habe ich die letzten 10 Tage durchgehalten. Ich habe einfach immer das Bild von ihm vor Augen. Ich weiß nicht ob dir das hilft, aber auch mit meinen 59 Jahren hänge ich am Leben, und so wie mein Freund will ich nicht enden. Lass uns stark sein und werden, und das hier ist eine wirklich gute Plattform wo wir uns gegenseitig unterstützen können. Ich drücke dich in Gedanken und wünsche dir auch dqss du es jeden Tag schaffst den Schritt in Richtung Leben zu gehen, und vielleicht bist du sogar stärker als du denkst.
sonnige Grüße
Barbara
@freespirit1619 Erstmal herzlich willkommen und viel Erfolg. Welche Art Tumor ist es denn, gutartig oder nicht? Ansonsten kann ich persönlich Dir nur Gabys Programm ans Herz legen, es hat bei mir und ich denke etliche anderen funktioniert. Den Willen aufzuhören brauchst Du aber.
Liebe Barbara.
Deine Hunde geben dir Kraft, das ist schön. Dass du diesen Menschen verloren hast tut mir leid. Hast du noch einen anderen Mensch an deiner Seite? Wenigstens irgendeinen?
Fühlt sich echt kacke an immer in Angst zu leben. Aber was soll ich dir mit 26 sagen, du weißt es ja schon.
danke, dass du so schnell geantwortet hast.
hallo Harley, entschuldige - hab’s übersehen.
wohl gutartig, nicht nachgewiesen aber wollte es auch nicht wirklich wissen.
danke für deine Antwort. Und ja, den Willen hab ich.
was hat dich reingetrieben? Bist ja sicher nicht einfach so angemeldet ?
Herzlich willkommen hier. Diese Tiefpunkte, so schrecklich es auch ist, haben etwas Gutes: sie mobilisieren deine Kraft und deinen Lebenswillen aus der Misere wieder raus zu kommen. Du weisst, dass du dich einsam und verlassen zu Tode trinken wirst, wenn du so weiter machst. Doch das willst du nicht, es wäre auch furchtbar schade um dich, auch wenn du dich jetzt wegen des Rückfall als nichtsnutziger Versager fühlst. Geh es wieder an, zuerst die Entgiftung und dann die Rückkehr zur Normalität, zu dir selbst. Deine Freunde und Familie werden wieder kommen, wenn sie sehen, dass du es ernst meinst und es durchziehst. Vermutlich hast du viel Vertrauen verspielt, aber Vertrauen lässt sich oft auch wieder aufbauen und vor allen kann man sich mit klarem Kopf auch entschuldigen und manches wieder gut machen. Sollte das aus welchen Gründen auch immer nicht möglich sein, hast du immer noch die Möglichkeit dir ein neues Leben aufzubauen, Menschen kennenzulernen.
Ich wünsche dir viel Kraft und Zuversicht. Halte uns gerne am laufenden wie es dir geht. Das Buch und die NEM möchte ich dir auch ans Herz legen, zumal deine Gedundheit ohnehin schon angeschlagen ist.
Herzlichen Gruß aus Wien
Nina
Hallo Nina. Sehr lieb, was da aus Wien kommt.
Hast völlig Recht, das sollte reichen ums nicht in Geschwafel umzudrehen.
Aber nur zur Info, hab das Buch gelesen und die NEM zu Hause.(achso, nehm die auch täglich, nur keine Ahnung ob’s mit Alk was bringt 🌝?)
Viele Liebe Grüße aus Würzburg
@freespirit1619 Streß- und Entspannungstrinken, seit zwei Jahren ohne, auf Anhieb mit Gabys Konzept nach mehreren vergeblichen Anläufen vorher auf der Psychoschiene. Ist ja Deine Sache und Du musst natürlich nichts dazu sagen, aber mich würde es verrückt machen wenn ich nicht wüsste, ob ein Tumor in meinem Körper gut- oder bösartig ist.
Hallo freespirit (Klasse Name, kannst du dann in freesprit ändern, wenn du es geschafft hast)
mich würde interessieren, was für einen Job du aufgeben musstest, und, was du dir wünschen würdest, wenn du dein Ziel:alkoholfrei erreicht hast.
ob die Ergänzungsmittel helfen, kannst du doch jetzt ganz gut herausfinden. Fällt es dir schwer für deine Verhältnisse wenig zu trinken?
Ich kann deine Ängste auf jeden Fall verstehen und dir versprechen, dass sie kleiner werden, wenn du nicht mehr trinkst.
Liebe Grüße
@freespirit1619 Schön, dass du da bist. Ich wünsche dir alles Gute, du hast ja schon genug durchgemacht. Ich hab übrigens gemerkt, dass ich ohne Alkohol die Probleme (die es in jedem Leben gibt) viel besser lösen kann als mit. Und dass es mir insgesamt (physisch, psychisch, emotional) viel besser geht. Es lohnt sich! Liebe Grüße!





