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Hallo,
ich bin neu hier.
Seit über 40 jahren konsumiere ich Alkohl als Genussmittel.
Das heißt, 2 -3 Bier am Abend, am WE auch mal eine Fl. Wein.
Immer kontrolliert, um nicht den Überblick zu verlieren. Habe zwischendurch auch mal wochenlang nichts getrunken, doch immer wieder angefangen nach dem Motto: Frau gönnt sich ja sonst nichts.
Seit Ende 2019 bin ich in Rente und Corona kam dazu. Das bedeutet für mich als allein lebende, wenig soziale Kontakte. Kein Chorsingen, kein Reha Sport mehr. Sporadische Treffen mit Bekannten und Freundin. Das angestrebte Ehrenamt auch nicht möglich.Viele Spaziergänge in der Natur, die mir immer gut tun.
Mit der Zeit wurde mein Verlangen nach größeren Mengen Alkohol deutlich. Schon immer hatte ich mir nur so viel Bier gekauft, wie ich trinken wollte. Wenn mehr dagewesen wäre, hätte ich es nicht stehen lassen können. Auch eine Flasche Wein wurde immer ganz ausgetrunken, auch wenn ich es besser gefunden hätte, sie nur halb leer zu machen.
OK, an Ostern war es soweit. Ich hatte keine Lust zum Kiosk zu gehen, um mir mein Bier zu kaufen. Am Ostermontag auch nicht, weil ja auch teuer. Dann kam der Entschluss, bis Pfingesten keinen Alkohol zu trinken. Das tägliche Bier kaufen hatte mich auch schon lange genervt. Die Zeit habe ich problemlos geschafft. An Pfingstsonntag hatte ich 51 Tage hinter mir, worauf ich sehr stolz war. Am Pfingstmontag wollte ich testen, wie es sich jetzt anfühlt, wieder ein Bier zu genießen. 3 Flaschen kaufte und trank ich abends.
So toll fand ich es nicht, wie ich es mir immer eingeredet hatte. Es entspannte mich, ok. Am Samstag darauf kaufte ich mir eine Fl. Weißwein. Die trank ich am Abend. Tagsüber würde es mir nie einfallen, Alkohol zu trinken. Und gestern wieder ganz gezielt kaufte ich mir 4 Bier. Das war zuviel gewesen, ich hatte heute morgen Kopfschmerzen von den 2 Litern.
Nun weiß ich, dass kontrolliertes Trinken bei mir auf Dauer nicht funktioniert.
Im Chat des KB bin ich seit Ostern. Gleichzeitig bei der Suchtberatung der Caritas. Dort bekomme ich 5 Einzelgespräche in Präsenz, von denen ich 2 hatte.
Ich überlege, ob ich eine Therapie machen soll. Doch schäme ich mich, mit meinem Sohn darüber zu rden. Er ist beruflich sehr eingespannt, und ich will ihm keine Sorgen machen. 12 Wochen lang müsste ja meine Wohnung und meine Blumen, die ich sehr liebe, versorgt werden.
Und "aufgefallen" bin ich ja bisher nicht.
Das ist meine Geschichte, was Alkohol betrifft.
Ich möchte lernen, ganz darauf verzichten zu können. Und ich möchte mir ein zufrieden machendes Leben gestalten.
Liebe Gabi,
danke für deine Ausführungen.
das Gemeine ist ja, dass nach 51 Tagen nicht trinken, ich weder abgenommen noch besser drauf war. Natürlich war ich stolz auf meine Leistung. Meine Lebensumstände tragen auch nicht zur Zufriedenheit bei. Daran arbeite ich.
Sicher trage ich auch eine latente Depri mit mir rum, das liegt in der Familie.
Wenn ich lange in der Natur spazieren gehe, bin ich ganz ruhig und auch so was wie glücklich. Auf jeden Fall sehr entspannt und zufrieden.
Nein, ich kann nicht immer in der Natur sein.... 😀 aber so oft ich kann, gehe ich hin.
Ich brauche da wohl noch Zeit, bis es endgültig "Klick" macht.
Liebe Grüße von Nicki
Ich brauche da wohl noch Zeit, bis es endgültig "Klick" macht.
Möglich. Andernortes heißt es "Du hast noch nicht ausgetrunken." Frage: Unterstützt Du mit Nährstoffen?
LG
Ich ernähre mich ausgeglichen, versuche es zumindest. Körperlich geht es mir sehr gut.
Bisher habe ich das Buch nicht gekauft. Der Preis übersteigt zurzeit meine Mittel.
@nicki Ah ja. Schon mal ausgerechnet, was Du in der Woche so wegzechst? Hört sich an wie eine billige Ausrede. Du bist noch nicht wirklich so weit aufzuhören.
Ich bin mittlerweile locker irgendwo zwischen 2.500 und 3.000 Euro Ersparnis, mindestens. Und das, trotzdem ich die NEM auch noch gekauft habe (und einige immer noch nehme).
Ohne das Buch und das Forum hier hätte ich das nicht geschafft.
Das freut mich für dich harley, mach weiter so.
Mein Bier kostet in der Woche maximal ca. 15 Euro. Ok, das sind mal 4 gerechnet auch 60 Euro im Monat. Das ist viel Geld, da hast du Recht.
Ich bin noch nicht soweit, damit hast du auch Recht.
Danke für deine Meinung.
@harley dem kann ich nur beipflichten. Ich habe mir einige Bücher nebst Gabys Buch und zahlreiche Nährstoffe gekauft und mein Konto sieht gut aus. Ich gehe nicht mehr fort, kaufe keinen Alkohol mehr, das zahlt sich in jeder Hinsicht aus. Mein Freund erklärt mir derzeit auch, dass er keine Zeit findet, das Buch zu lesen. Wir hatten aber alle mehr als genug Zeit, betrunken herumzuhängen etc.
Wirklich absurd, dieser Selbstbetrug, den der Alkohol macht.
@ninafisch Ja, so ist es. Ich habe das auch mehreren "Freunden" in meinem Saufkumpanenkreis angedient, ähnliche Argumentationen.
NEWM und Tipps und Tricks hin oder her – der Antrieb muss erst da sein. Wer saufen will, der tut es eben auch.
@nicki Bitte, kein Problem. Aber bist Du mit den Kosten von 15 Tacken pro Woche wirklich sicher, dass das reicht?





