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Hallo an alle,
nachdem ich schon ein paar Tage angemeldet bin, möchte ich mich nun heute an meinem Tag 1 auch mal kurz vorstellen. Zunächst: bin sehr aufgeregt. Aber ich bin auch sehr motiviert durchzuhalten. Schon das Buch hat mich sehr angesprochen und es ist auch ein gutes Gefühl hier Unterstützung zu bekommen.
Ich bin jetzt 61 und trinke seit ca. 25 Jahren fast jeden Abend meine ein bis zwei Gläser Wein. Ich habe selten mehr getrunken und auch nie wirkliche Abstürze erlebt. Da ich viel unter Ängsten leide, war dies für mich Entspannung pur, ohne die ich nicht mehr runter gekommen wäre. Und so hat sich das Trinken bei mir bis auf sehr, sehr wenige Ausnahmen täglich etabliert.
Hätte ja nie gedacht, dass ich ein Problem damit habe. Aber seit den Wechseljahren bekommt mir der Alkohol gar nicht mehr gut. Auch nicht das eine Glas. Dann habe ich versucht davon loszukommen und war sehr erschrocken, dass ich es maximal drei Tage ohne geschafft habe. Aber auch nur unter massiven Druck. Solche misslungenen Versuche hatte ich bis heute ziemlich viele, da mir ja auch schon Ärzte angeraten haben mit dem Trinken aufzuhören, weil es meine Gesundheit inzwischen stark beeinträchtigt. Aber ich habe weiter getrunken, obwohl mir der Alkohol gesundheitlich auch in kleinsten Mengen immer mehr zu schaffen macht. Natürlich jedes Mal auch mit absolut schlechtem Gewissen, weil mein Verstand schon lange weiß, dass ich besser nichts trinken sollte. So geht das schon mehrere Jahre…
Dann bin ich auf das Buch gestoßen „Alkohol adé“ und habe es ziemlich zügig durchgelesen. Es hat mich sehr beeindruckt und jetzt habe ich wieder Hoffnung geschöpft, doch noch vom Alkohol los zu kommen. Hab noch ein bisschen Angst wie es wird, aber ich möchte es wirklich schaffen, denn ich möchte mich gesundheitlich wieder fit und voller Energie fühlen.
Ist noch etwas ungewohnt für mich in diesem Forum, habe ich bisher noch keine Erfahrung gemacht. Aber ich bin froh diese Möglichkeit zu haben. Also auf in den Tag 1!
@soberrebel Herzlichen Dank 😊
Hier auch noch mal herzlich willkommen. Ich war auch Entspannungstrinkerin und auch belohnungstrinkerin, ich habe allerdings nicht täglich getrunken dafür wenn dann ordentlich zugelangt ...auch 2 Flaschen Prosecco waren keine Seltenheit. Ich finde es bemerkenswert, dass du bei 1 bis 2 Glas am Abend so stark psychisch drinnen hängst und dir diese Menge gesundheitlich schadet. Ich gebe offen zu, ich habe Menschen, die die Flasche nicht austrinken und keine Dosissteigerung haben bzw. Sich nicht betrinken immer beneidet habe. Ich habe schlicht nicht gesehen, dass auch so geringe Mengen bereits ein Problem sein können und bin dir dankbar, dass du davon erzählst. Es zeigt mir, dass es sehr viele unterschiedliche Formen von Alkoholabhängigkeit gibt und das Zeug auch in geringen Mengen regelmäßig konsumiert gefährlich ist.
Alles erdenklich Gute auf deinem Weg!
@ninafisch vielen lieben Dank! Ja, dass ich bei dieser Menge doch gar kein Problem haben kann, habe ich mir viele Jahre auch selbst eingeredet... Ich kann das 3. Glas ja stehen lassen, stürze nicht ab usw.. sogar, als ich die ersten Male versucht habe zu pausieren (zur Fastenzeit z.B.) und es nicht geschafft habe, habe ich mir viele Jahre eingeredet, macht doch nichts. Ist doch nur Genuss und sich was gönnen nach dem stressigen Tag...
Aber mir ging es körperlich immer schlechter, bin da auch noch nicht raus. Und das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Psyche. Aber auch meine Ärztin hat mir vor kurzem gesagt, dass gerade bei Frauen schon sehr geringe Mengen Alkohol sehr schaden können, vor allem wenn diese täglich konsumiert werden. Und bei mir sind das immerhin schon über 25 Jahre fast ohne Pause.
Und dass bei mir da was nicht stimmt habe ich in letzter Zeit immer daran gemerkt, dass ich bereits nach 2-3 Schlucken vom Wein das Gefühl hatte beschwipst zu sein... aber ich konnte mir auch lange ein Leben ohne überhaupt nicht mehr vorstellen... Dachte immer, was soll das denn für ein Leben sein... Aber dann habe ich mich an Zeiten erinnert, von ganz früher, wo es noch komplett ohne Alkohol ging und mir offensichtlich nichts gefehlt hat..
Und dann ging es mir immer schlechter, so dass ich mir gesagt habe, ich muss endgültig was ändern... zum Glück habe ich das Buch entdeckt und bin hier auf das Forum gestoßen... Unterstützung ist hierbei sooooo viel Wert. Ich jedenfalls hab es ohne diese nie geschafft. Heute bin ich immerhin schon bei Tag 3. Wenn ich richtig gelesen habe Du bist schon bei 2 Monaten, toll!!
Ich wünsche Dir auch weiterhin alles erdenklich Gute!
Auch ich wünsche dir von Herzen viel Glück! 😀
Mit den kleinen Mengen kenne ich mich aus. leider sind die probleme, die das Trinken auf dauer mit sich bringen, die gleichen, wie bei denen, die große Mengen trinken. Das musste ich auch einsehen.
Für mich ist es schwer, weil ich keine gesundheitlichen Probleme habe. Es ist nur das verlangen nach mehr, was mich innehalten läßt.
Nach 40 jahren täglichem Bierkonsum habe ich gestoppt, aus Angst, doch die Übersicht zu verlieren. Möchte meine Rente mit klarem Kopf erleben...
AlsoToi-toi-toi. Und schön, dass dein mann dich unterstützt. Ich muss da ganz alleine durch. Doch der Austausch hier hilft.
Liebe Grüße von Nicki
@badelikan ich bin 10 Wochen Alkoholfrei und es geht mir immer besser. Ähnlich wie du habe ich sehr belastende Zeiten hinter mir und kenne Erechöpfungsdepressionen. Beim Lesen deiner Zeilen kam mir der Gedanke in den Sinn, dass du vielleicht einfach mal nichts machst und deinen Selbstheilungskräften vertraust, also die wesentlichen NEM nimmst, v.a. die für die Entspannung und versuchst zur Ruhe zu kommen. Es gibt gute Entspannungsmusik, erholsame Filme oder Naturdokus, versuchst heraus zu finden, was dir gut tut und was dich runter kommen lässt. Es braucht einfach Zeit und du bist noch ganz am Anfang. Versuche nicht alles auf einmal zu schaffen sondern gehe den Weg der kleinen Schritte. Ich kann dir nur von mir sagen, dass es besser wird je länger man nichts trinkt. Das Gehirn und der Stoffwechsel brauchen Zeit. Du kannst sie dabei unterstützen mit den NEM, mit Bewegung, mit Entspsnnungsübungen, mit Pausen aber das andere kommt mit der Zeit. Ich war im 1. Monat körperlich sehr schlapp und viel müde, ab 2. Monat kam neue Energie. Warst du schon mal auf Kur oder Reha? Kann auch gut tun,mal aus dem Alltag raus, mit anderen reden und versorgt sein, nicht immer alles selber stemmen müssen.
Das waren meine Gedanken, bitte nimm dir nur mit, was für dich passt.
Herzlichen Gruß
@nicki Hallo Nicki, danke Dir sehr und das wünsche ich Dir natürlich auch!!
Auch mir hilft der Austausch hier sehr, ohne den ich es sicher nicht nochmal angegangen wäre... Um es wirklich zu schaffen hat auch leider die Unterstützung meines Mannes bisher nicht ausgereicht. Weil letztendlich muss man da doch selber durch. Unterstützung und Austausch machen es zwar leichter, aber bei mir war es dann sogar so, dass mein Mann nichts mehr getrunken hat ohne Probleme und ich nach 3 Tagen wieder angefangen habe...
Ich denke es sind auch die vielen wichtigen Tipps und Hinweise die man hier bekommt... das Buch, das Forum, eben ein gutes Gesamtpaket. Sei trotzdem froh, dass Du noch keine gesundheitlichen Probleme hast, das braucht man auch nicht, kannst du glauben 😫
Aber egal aus welcher Motivation heraus.. toll für jeden, der es schafft. Und die Rente mit klarem Kopf ist auch mein Ziel 👍 😀
Liebe Grüße, Angelika
Du hast Recht, die letzte Entscheidung treffen wir, die kann uns niemand abnehmen. Wir sind es, die laut und deutlich" nein" sagen.
@ninafisch 10 Wochen, echt toll! Da muss ich erst noch hinkommen, aber Du hast schon Recht, eins nach dem anderen… Ich neige immer sehr zu Ungeduld, mache meist zu viel und zu schnell und komme dann schnell in Stress. Aber was ich hier alles lese macht mir Mut, es auch zu schaffen… Danke Dir sehr für Deine lieben und aufmunternden Zeilen. Wünsche Dir weiterhin alles erdenklich Gute!





