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Hallo,
mein Name ist John, ich bin 36 Jahre alt, glücklich verheirate, zwei wundervolle Kinder (6 und 3 Jahre).
Aktuelle Lage und persönliches empfinden:
- abhängig vom Alkohol
- unglücklich
- unproduktiv auf der Arbeit
- unproduktiv im privaten Bereich
- lustlos allem gegenüber (sogar sexuell)
- unkonzentriert
- träge
- körperlich schwach
- immer übermüdet
- von Angst geplagt alles zu verlieren
- habe angst mir ein Leben ohne Alkohol vorzustellen.
Phuuu... da wird es einem erst so richtig bewusst, das man ein Problem hat, wenn es geschrieben steht. Ich bin aber auch so weit, dass ich verstehe, dass ich ein Problem habe und nach Hilfe suche. Bei dem Buch bin ich erst auf Seite 17und noch relativ am Anfang meiner Genesung. Ich hoffe mit Unterstützung endlich aus der Gewohnheit Alkohol zu trinken herauszukommen. Ich möchte das Katergefühll nicht mehr spüren, ich möchte fit sein, ich möchte gesund sein, ich möchte Sport machen, ich möchte soziale Kontakte erweitern, ich möchte Produktiv sein in Beruf, ich möchte aus dem Beruf in die Selbständigkeit und das Wichtigste ich möchte ein gesunder Ehemann und Vater sein. Das kann ich aber alles nicht solange mich der Alkohol im Griff hat.
Mein Trinkverhalten ist relativ regelmäßig und durchgeplant und hat feste mengen an Alkohol.
19:00 Uhr - Prüfen ob noch genug Vorrat an Bier da ist. Es ist immer ein und die Selbe Marke mit 4,8 % Alkoholgehalt. Es müssen mindesten 6 x 0,5l Flaschen sein. also drei Liter Bier.
20:00 Uhr die Kinder gehen ins Bett.
20:15 Nach dem Sie eingeschlafen sind, wird die Erste Flasche aufgemacht.
20:30 Este Flaschen leer
20:45 Zweite Flasche leer
21:15 Dritte Flasche leer
21:30 Ab hier ist jetzt ein Pegel erreicht, bei dem man sich nicht mehr beeilen muss, sondern "genießen" kann.
Irgendwann so gegen 01:00 oder auch 02:00 Uhr nachts ist die Mission "Drei Liter Bier" geschafft und dann kann man ins bett gehen, um morgens zerschlagen aufzuwachen, dann den Tag irgendwie zu überstehen um wieder die sechs Flaschen Bier zu trinken.
Ich will das nicht mehr, ich will da raus aus diesem Teufelskreis.
Ich hoffe hier Hilfe und Unterstützung zu finden.
Viele Grüße
John
Auch von mir ein herzliches Willkommen und Hut ab vor deiner, ehrlichen und offenen Vorstellung. Lies dich hier mal in Ruhe ein, lies das Buch, schau die Videos und besorge die Nahrungsergänzungsmittel. Damit ist es wirklich viel leichter und angenehmer und das Wissen, was da in deinem Körper abläuft ist auch sehr hilfreich.
Du trinkst wirklich reichlich und die ersten 3 Bier auch sehr schnell. Ich würde dir raten, zum Hausarzt zu gehen und abzuklären, inwiefern eine Entgiftung und medizinische Begleitung nötig ist. Nicht, dass du starke Enttugssxmptome entwickelst und damit alleine bist. Bitte pass da gut auf und überstürzte nichts. Das ist nur ein lieb gemeinter Rat und Ausdruck von Sorge, ich hoffe, daß kommt rüber.
Herzliche Grüße 😊
Herzlich willkommen von einer ebenfalls recht Neuen hier im Forum!
Das was Du so beschreibst kenne ich auch gut. Leistungsfähigkeit, Interesse und Gedächtnis hatten nachgelassen. Ich war mit mir selbst unzufrieden, hab mich immer mehr zurückgezogen und immer weniger gemacht.
Ich hab sehr oft selbst probiert, aufzuhören. Bis ich einsehen musste dass es - bei mir zumindest- einfach nicht klappt. Dann habe ich endlich umfassend reagiert: einen Termin beim Hausarzt und bei der Suchtberatung ausgemacht. Meinen Kindern und besten FreundInnen erzählt was mit mir los ist. Größte Überwindung war dazu notwendig- aber ich hab Unterstützung bekommen! So lange hab ich niemandem gesagt, was los ist!
Der Hausarzt war nicht so unglaublich hilfreich. Hat mir zwar gesagt, ich sei nicht die Einzige mit diesem Problem, aber schließlich gäbe es die Rückfallquote von 85 %.....sein Interesse schien nicht besonders groß. Die Suchtberaterin war da wesentlich positiver, hat mir viel Mut gemacht und hat mir zu einem stationären Entzug geraten. Mir auch für danach Hilfe angeboten. Also hab ich in der empfohlenen Klinik mit dem Angebot eines "qualifizierten Entzugs" angerufen und zeitnah einen Termin bekommen. Das war mir wichtig, weil ich Angst hatte, doch einen Rückzieher zu machen.
Und dann bin ich da mit einer Einweisung des Hausarztes hin. Das war ein Glücksfall! Allein wäre ich nicht rausgekommen aus dem Ganzen! Das Buch hatte ich vorher schon gelesen, auch einige NEMs vorher schon genommen. Die Kliniktage waren ein Schutzraum mit gesichertem Abstand zu den Verlockungen. Und mit medikamentöser Hilfe an den ersten beiden Tagen. Mehr war Gottseidank nicht nötig. Es gab ein gutes Programm, gute Gespräche, gute Vorträge und Hilfe beim planen, wie es weitergehen soll.
Jetzt bin ich seit mehr als drei Wochen alkoholfrei - das war ich in all den Jahren vorher nie über mehrere Tage, auch wenn ich oft sehr reduziert habe. Und ja! Ich will das durchziehen! Mit Unterstützung der Mittelchen, des Forums und meiner Suchtberaterin. Wenn's eng wird hab ich auch noch die Tel nr einer Selbsthilfegruppe die sich bei meinem Klinikaufenthalt vorgestellt hat.
Was Nina geschrieben hat kann ich nur unterstützen.
Viele Grüße und gute Wünsche!
Hallo Gaby,
du hattest recht, vom Mi 05.05 als ich das hier geschrieben haben bis 08.05 (Wachende) ging drei Tage Ohne Alkohol.
Danach wieder die Gewohnte 3 Liter Bier jeden Abend. Ich stand vor einer neuen Herausforderung und habe am 01.06 einen Neue Position bei einem neune Arbeitgeber angefangen. Da wollt ich einfach die Probleme die durch den Alkohol entstanden sind, nicht zum neuen Arbeitgeber mitnehmen. Ich weis nicht genau was der Auslöser war aber ich habe mich nach diesem Rückfall entschieden es noch mal zu versuchen.
Seit dem 14.05 -15.05 habe ich kein Alkohol getrunken. Allerdings merke ich das ich die Kalorien die ich durch das Bier jeden Abend mir zugeführt habe aktuell über die Nahrung versuche zuzuführen. Das führ dazu das ich abends überdurchschnittlich viel esse.
Ich muss auch dazu sagen das ich relativ lesefaul geworden bin das Buch nicht weiter Lese da ich ja nicht mehr trinke.
Hast du für diese Situation einen Tipp ab welchem Kapitel ich definitiv weiter lesen soll um die Unterstützenden Präparate kennenzulernen?
Viele Grüße
John
Servus, schön, dass Du Dich zurück meldest. Klare Aussage: Das Buch geht nicht kapitelweise. Zeigt sich schon daran, dass Du dann u.a wüsstest, warum Du ständig Appetit hast. Das steht im Kapitel Blutzuckerspiegel.
Außerdem empfehle ich gar keine Ergänzungsmittel, das darf ich gar nicht. Ich habe im Buch aufgeschrieben, was mir geholfen hat und welche Symptome auftreten, wenn bestimmte NEM fehlen.
Nährstoffe sind immer ein Konzert und man muss schon ein wenig den Blick aufs Ganze richten, wenn man damit loslegen will.
Sorry, aber Deine Lesefaulheit wirst Du glaube ich überwinden müssen, wenn Du weiterkommen willst. Nicht nur, was die Nährstoffe betrifft. Im dritten Teil geht es ja um den trockenen Alltag und Gegenstrategien, sollte sich die Weinhexe (oder bei der der Biertroll) wieder melden.
Sooooo schwer lesbar ist das Ganze doch nicht. Also: Ran an den Speck.
Viele Grüße
Gaby
Hallo noch mal,
ich habe mich immer gefragt: "Wie ist wohl das Leben ohne Alkohol?"
Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen.
Hab mir gedacht, ich würde mir selber etwas wegnehmen, ohne dass ich nicht leben kann.
Meine Großmutter (Leider verstorben) Alkoholikerin, Vater Alkoholiker (trocken seit September 2020 mit starker Gefahr rückfällig zu werden)
aber ich.... ich habe keine Probleme mit Alkohol!
Ich bin ein Genusstrinker oder trinke zur Entspannung (Täglich 6 x 0,5 Flachen Bier)
Schon verrückt was für ein falsches Bild, dass Alkohol einem vermittelt nur, um weiter konsumiert zu werden.
Der Alkohol ist wie ein Parasit, der sich in deinem Kopf einnistet und dich zwingt noch mehr und immer wieder Alkohol zu konsumieren.
Entspannt kann ich sagen, ich bin seit dem 15.05.2021 (ca.3 Monaten) trocken und ich fühle mich frei. Ich möchte kein Alkohol mehr trinken, ich habe kein verlangen danach. Ich habe mit Alkohol nur negative Gefühle und Emotionen.
Ich weiß jetzt wie das Leben ohne Alkohol ist ..... es ist wunderbar!
Ich wünsche euch allen sich von den Fesseln des Alkohols zu befreien und das Leben in vollen Zügen zu genießen.
Viel Erfolg
PS: Schreibt mir wenn ich euch helfen kann 🙂
@llljohnlll ich freue mich riesig für dich. Bei mir sind es morgen 4 Monate und es geht mir ebenso wunderbar wie dir. Weiter so und erzähle gerne was sich geändert hat und wie du es angehst. Das ist sicher motivierend und unterstützend für alle, die sich neu auf den Weg machen.
LG Nina
@llljohnlll ich habe wenn ich an Alkohol denke nicht nur negative Gefühle. Die Weinkarte im Lokal mir eine gute Flasche servieren zu lassen am Donnerstag gehen wir mir Freunden essen ich werde nichts trinken doch denke ich schon jetzt dran wie wird das werden??
Liebe Niki, es wird toll, wenn du nichts trinkst und mit erhobenem Kopf aus dem Lokal gehen kannst. Es wird mies, wenn du trinkst und dir hinterher wieder Vorwürfe machen wirst. Mit Freunden ins Lokal zu gehen und nichts zu trinken, das schaffen so viele hier. Man kann den Abend sehr wohl, sogar besser genießen. Du musst es bloß wollen. Halte dich ans Buch!
Ich drücke dir die Daumen für Donnerstag.
Liebe Grüße
Isabel
@niki bestimmt denkst Du so intensiv daran, weil es ungewohnt ist und Dir dessen bewusst bist. Umso besser kannst Du diesen "Kreis" durchbrechen: BEWUSST.
Es kann sein, dass es vielleicht beim ersten Mal etwas anstrengend ist. Und dann passiert das, was @isabel geschrieben hat: Du kannst stolz auf Dich das Lokal verlassen.
Beim nächsten Mal wird es dann leichter.
Und dann noch leichter.
Du übst jedes Mal wieder.
Kein Meister fällt vom Himmel.
Übung macht den Meister...
GEnug der platten Sprüche. Toi, toi, toi, Du packst das. Ganz bestimmt.





