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rumpelheinzchen
(@rumpelheinzchen)
Mitglied
Nüchtern: 4 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 437
Topic starter  

So ihr Lieben, die ihr dies lest... 

Einen schönen Sonntag. 

Im April fand ich das Buch auf meinem Nachttisch. Meine Frau hatte es mir dort hingelegt. Nach dessen Lektüre war ich erstmal froh kein Psycho zu sein, sondern bloß ein Alkoholiker (vermutlich). 

Angefangen hat das Ganze vor exakt jetzt 50 Jahren, als ich im Alter von 16  meine erste feste Freundin kennen lernte. Ihre Eltern hatten eine Gaststätte... So konnte ich immer und jederzeit und jede Menge und alles wirklich ALLES MÖGLICHE saufen und das für Umme (also quasi für lau). 

Die Freundin hielt 11 Jahre, der Alkohol blieb mir bis heute. Drei Ehen weiter, drei Kinder weiter, sechs Klinikaufenthalte weiter ist er mir immer noch treu bei einem jetzt moderaten Pensum von aktuell 2 Flaschen Sekt und einer Flasche Wein pro Tag. (Am Samstag oder Sonntag auch mal weniger, da ich da nicht arbeiten muß) , da ist es "nur" das Bier bei der Gartenarbeit. 

Von April bis heute habe ich meinen Ausstieg vorbereitet: Das Buch meiner Frau nochmal komplett vorgelesen, anschließend auf einem 3 Tage-Seminar das Ausstiegs-Konzept und die Excel-Tabellen erarbeitet die Nährstoff Einnahme betreffend, meinen gesamten Weinkeller leer getrunken, meine 8 Kästen Gartenbier leergemacht (ich trank bei der Gartenarbeit gern einen halben Kasten Bockbier weil sich Sekt und Gartenarbeit nicht so gut vertagen, wie ich finde) , ich musste auch noch abwarten bis Deutschland aus der Fußball-EM ausscheidet und jetzt trennt mich nur noch eine Flasche Eierlikör und eine Flasche Wein vor dem ersten Tag. 

Ps.  natürlich hab ich Angst davor dann nie mehr etwas trinken zu dürfen. Aber ich hatte ja in den letzten 50 Jahren schon 6 Ausstiege gemeistert, von denen der längste immerhin 3 Monate gehalten hat, und vom Kiffen bin ich auch schon 20 Jahre weg und die 30 Kippen am Tag brauche ich seit 14.3.2007 nicht mehr. Von 30 auf Null -nachdem mir meine Frau im Februar 2007 das Buch "Die Rauchgiftfalle" untergeschoben hat, was eines abends auf meinem Nachttisch lag... 

Euer Rumpel



   
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rumpelheinzchen
(@rumpelheinzchen)
Mitglied
Nüchtern: 4 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 437
Topic starter  

@gaby_guzek  und @forum

Liebe Gaby, 

danke dass ihr so lieb und prompt zurückschreibt. 

Ich glaube es bedarf noch einiger klärender Worte zu meiner Person, damit ihr meine Intention und meine Nogos begreifen könnt. 
Mein Hausarzt weiß am Besten, wann was und wieviel ich trinke.
Er weiß sogar, dass in den frühen 90gern noch regelmäßig täglich ca. 100 mg Valiquid Lösung sowie zur "Entspannung" irgendwas an Schnaps dazukam. Er weiß, daß vor 30 Jahren eine schwierige Zeit hinter mir liegt und ich mir seit 25 Jahren nach zahlreichen Ortswechseln ein vollkommen neues Leben erschaffen habe, in dem zumindest die äußere Fassade stimmt. Mein Hausarzt bin seit 1998 ich selbst, und ich bin stolz, daß ich die Medikamentenabhängigkeit, die Drogensucht die Nikotinsucht und die Abhängigkeit von hochprozentigem Alkohol hinter mir gelassen habe.

Ich bin Facharzt für Innere Medizin, ich bin Facharzt für Chirurgie, ich bin Facharzt für Allgemeinmedizin ich saß von 1986 bis 1996 als Notarzt auf dem Christoph 9 in der BG-Klinik in Duisburg und ich habe von 2002 bis 2004 in einer psychosomatischen Reha-Klinik gearbeitet mit reichlich Kontakt zu Alkoholkranken. 
Seit 2004 bin ich Inhaber und Betreiber einer Landarztpraxis in einem großen deutschen Weinbaugebiet und ziemlich erfolgreich damit, weil ich dank meiner zahlreichen Qualfikationen ein umfassendes Behandlungsangebot für meine Patienten vorhalte. Meine Frau ist Mental Coach und neben meinen 3 Kindern das wohl größte Geschenk was mir die höhere Macht machen konnte. Wir beide haben gelernt Verantwortung zu tragen und sind es gewohnt Entscheidungen zu treffen.
Nebenbei bin ich Kreisfeuerwehrarzt und sitze im Gemeinderat.
Eine Behandlung, die an die Öffentlichkeit gerät, kommt für mich nicht in Frage. Bestenfalls die Klinik Wollmarshöhe in Bodnegg am Bodensee, deren Klinikchef ich gut kenne. Aber dafür fehlt mir momentan die Zeit.
Sorry, ich wollte eigentlich nicht gleich so mit der Tür ins Haus fallen und mich am ersten Tag derart outen aber ich habe ja wohl keine andere Wahl.
Und jetzt möchte ich mich daran machen, die im Vergleich zu früher marginale Menge an Alkohol auch noch stehen zu lassen.
Es ist jetzt die Zeit dafür und ich schaffe das!

Euer Rumpel



   
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gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4324
 

@rumpelheinzchen 

Mensch, Rumpel. Was für eine Biografie. Aber dass Du als hoch erfolgreicher, profilierter Arzt damit nicht alleine bist, das weißt Du ja auch selbst am Besten.

Ich hoffe, Du verstehst aber, warum ich so insistierte. Als Facharzt ja nun bestimmt allemal.

Ich wünsche Dir wirklich von Herzen alles, alles Gute und einen guten Start. Wir sind hier gerne jederzeit für Dich da.

Alles Liebe

 

Gaby



   
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rumpelheinzchen
(@rumpelheinzchen)
Mitglied
Nüchtern: 4 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 437
Topic starter  

Ich freue mich so, daß ich überhaupt noch so fit bin, daß es sich noch lohnt: anzufangen mit Aufhören, aber ich habe auch verständlicherweise eine ordentliche Portion Respekt vor dem Monster. Wir kennen uns schon so lange und so gut... und wir sind sicher beide raffiniert und durchtrieben und mordserfahren. Meinst du es würde sich für mich lohnen Euer Coaching zu buchen? Ich frage für meine Frau. 😉 



   
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gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4324
 
Verfasst von: @rumpelheinzchen

Meinst du es würde sich für mich lohnen Euer Coaching zu buchen? Ich frage für meine Frau.

Nun, Du kannst Deiner Frau dann folgendes bitte ausrichten  😎 😎 😎 

Das Coaching dient vor allem dazu, einen Monat lang das Thema Alkohol, den eigenen Konsum etc zu reflektieren. Aus verschiedener Sicht. Jeden Tag gibt es einen Videotipp (youtube), das können mal Talkshows sein, Interviews, Dokus ... auch eine Tagesaufgabe gibt es.

Dazu kommen noch mal medizinische und auch Nährstofftipps. Die wären bei Dir glaube ich nun nicht mehr so gefragt 😆 

Die Auseinandersetzung - das musst Du entscheiden. Auch die Zeit musst Du Dir täglich schon nehmen, sonst bringt das wenig bis nichts.

Also: Radio Eriwan sagt, klares Jein.

Mit den besten Grüßen an die Gattin

Gaby



   
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rumpelheinzchen
(@rumpelheinzchen)
Mitglied
Nüchtern: 4 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 437
Topic starter  

@soberrebel hatte in einem seiner letzten Beiträge auf diesen meinen ersten Thread verlinkt.

Danke dafür.

Das ist die Nostalgie pur, wenn ich mich selber -also den Rumpel von vor 8 Monaten- hier nochmal lese.

Die moderate oder auch marginale Menge von lächerlichen 3 Flaschen Wein/Sekt pro Tag...  Wer schreibt sowas???

Da könnte ich heute brüllen vor Lachen, wenn mir das ein Patient allen Ernstes erklären würde.  Unbelievable   😎 

Man vergisst glücklicherweise so schnell.

Das bißchen Alkohol kann's ja wohl nicht gewesen sein.

Ich hatte ja auch vom Saufen NIE einen Kater, dabei weiß ich erst heute, was keinen Kater zu haben bedeutet.

Damals hatte ich eher einen Permanent-Kater, den ich aus Indolenz und 50jähriger Gewohnheit nicht mehr bemerkt habe, weil er der Normalzustand war.

Kopfschmerzen waren mir fremd, weil der Schädel ja immer dröhnte und ich dachte das müsste so, weil ich mich an nichts Anderes erinnern konnte.

Aber auch enorm, was ich unter solchen Bedingungen noch alles hinbekommen habe.

Das hätte leichter sein können.

Euer nicht mehr feucht dafür um so fröhlichere Rumpel

 


   
7
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gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4324
 
Verfasst von: @rumpelheinzchen

Die moderate oder auch marginale Menge von lächerlichen 3 Flaschen Wein/Sekt pro Tag...  Wer schreibt sowas???

Ich hatte das damals schon für Deine später immer mehr zum Vorschein kommende köstliche Selbstironie gehalten ... das war damals echt Dein Ernst? 😲 



   
2
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rumpelheinzchen
(@rumpelheinzchen)
Mitglied
Nüchtern: 4 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 437
Topic starter  

...das war halt die Menge, die man trinken konnte um noch Auto fahren zu  können...

Selbstironie stimmt zwar, aber ich war sicherlich auch ganz schön verpeilt, was normales Trinkverhalten angeht.

In unserem Weinbaugebiet gehört die Literflasche Riesling zum Mittagessen eigentlich schon immer mit auf den Tisch, und auch täglich, und die wird mit 2 Personen auch leer gemacht. Zum Essen! Das machen viele hier so und das ist auch eigentlich nichts Besonderes. Das kommt vielleicht noch aus der Zeit, als Wein zugänglicher war, als sauberes Trinkwasser  🙄 



   
2
AntwortZitat
gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4324
 

@rumpelheinzchen 

Was ich Dich ja schon lange fragen wollte (gerne auch per PN weiter, sonst aber noch lieber hier): Du als doppelter Facharzt mit Deinen Erfahrungen als Patient in Entzugskliniken: Wie würdest Du es an Bernds und meiner Stelle anstellen zu versuchen, das Alkohol adé-Konzept mal irgendwo in einer solchen Institution anzubieten (begleitend natürlich). Unser nächster großer Traum ist die breitere Evaulation und natürlich sind Kliniken auch Multiplikatoren.

Irgend eine Idee? Wie würdest Du das angehen? Wir brauchen Therapeuten, Ärzte, die mitziehen.

Liebe Grüße, immer schön von Dir zu lesen

Gaby



   
3
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rumpelheinzchen
(@rumpelheinzchen)
Mitglied
Nüchtern: 4 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 437
Topic starter  

@gaby_guzek 

Ich hab da jetzt mal länger drüber nachgedacht. 

Die 4 Kliniken, die ich selbst als Patient genutzt habe gibt es schon gar nicht mehr. Ich hatte ja den Walther Lechler in Herrenalb, seinen Nachfolger Michel Oppl, dessen Oberarzt Fide Ingwersen, der Klinikchef in Rasteede wurde und den Chef der Schlossklinik Fürstenhof kennen gelernt. 

Mit all dem war ich dann ja bereits 1995 fertig geworden.  

Die Reha-Klinik in Bad BertrichBertrich (Prof.Dr.J.Pieper) in der ich im Rahmen meiner Weiterbildung von 2002 bis 2004 gearbeitet habe, hat mittlerweile auch rote Zahlen geschrieben und zu gemacht. 

Von daher habe ich da leider auch kein Netzwerk mehr, das ihr nutzen könntet. 

Denkbar wäre ein Kontakt auf einer jährlich stattfindenden Veranstaltung in Bodnegg, wo ich 2017 , 2018 und 2019 einmal war. 

Dort traf man sich nett in kollegialem Gespräch und Vorstellung von Therapiekonzepten. Dort könntet ihr euch mal anmelden um Kontakte zu knüpfen. 

Ich verlink das mal hierher. 

https://www.wollmarshoehe.de

Auf der Seite runter scrollen bis

Ärztliche Fortbildung 2022 –
Sie sind unser Gast

Erfahrungsorientierte Therapie in der modernen Psychosomatik



   
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rumpelheinzchen
(@rumpelheinzchen)
Mitglied
Nüchtern: 4 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 437
Topic starter  

Hab dir eben eine Einladung zu einem Webinar weitergeleitet



   
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