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Hallo zusammen,
nachdem ich mich vor ein paar Tagen hier angemeldet habe, ist heute mein Tag 1 des Ausstiegs. Wie bei vielen anderen sicher auch, gab es schon mehrere Anläufe, die aber allesamt scheiterten. Ich habe viele Jahre täglich abends getrunken (Wein, Sekt überwiegend), im letzten Jahr fing ich dann ab und zu auch am späteren Nachmittag an, zuletzt hab ich mir teilweise beim Essen kochen schon mal ein Glas „gegönnt“. (Das fühlt sich gerade ziemlich krass an, das so aufzuschreiben…)
Ich habe immer zur Entspannung oder zum Stressabbau getrunken, meist aber ohne Genuss und nur für den Moment, wenn sich der gewünschte Effekt einstellt. Die bekannte Kehrseite: es wurden immer größere Mengen, gerne auch auf leeren Magen mit der Folge, das ich mich morgens tatsächlich an die Details des vorherigen Abends (wie der Film endete, wann ich geschlafen habe etc.,) nicht mehr erinnern konnte. Plus zuverlässig aufwachen gegen 02.00/03.00 Uhr nachts, wachliegen, Selbsthass, Verzweiflung etc. - ganz klassisch wahrscheinlich.
Die Tatsache, dass ich auch während meiner Corona-Infektion (allerdings ohne Fieber) weiter getrunken habe, spricht wohl für sich.
Dann fing ich vor ein paar Wochen an, Bücher zu dem Thema zu lesen und bin darüber auf dieses Forum und Gabys Buch gestoßen. Nun werde ich mit diesem Konzept den hoffentlich letzten und erfolgreichen Versuch starten.
Die nächsten beiden Tage muss ich nicht arbeiten und kann mich dann neben dem üblichen Alltagskram zumindest etwas auf mich konzentrieren. Von den NEM ist inzwischen einiges angekommen, zumindest auch GABA, was den meisten gut zu helfen scheint. Ansonsten gibt es keinen Alkohol mehr im Haus, die Wein- und Sektgläser hab ich aus der Küche entfernt und die Martini-Promotion-Gläser kommen ins Altglas.
Ich freue mich auf den Austausch hier - diese Unterstützung ist sehr wertvoll!
Liebe Grüße!
@gaby_guzek Danke für den warmen Empfang, liebe Gaby. In welchem Rahmen kann ich mich vorstellen? Ich kenne mich im Forum noch nicht so gut aus.
Schau mal auf die Forumsübersicht. Da gibt es eine Rubrik "Mitglieder stellen sich vor". Da "Thema hinzufügen" klicken und losschreiben 🙂
Liebe Grüße
Gaby
@tomaschek Hast Du das Buch durchgelesen? Weißt Du, was Dich stresst?
Was kannst Du daran ändern? Von alleine und ohne Änderungen geht es nicht!
Und nimmst Du alle Nems`oder hast Du was ausgeklammert?
Da beißt die Maus keinen Faden ab, da gibt es schon oft Gründe für die Rückfälle. Die sind kein Beinbruch, wenn Du daraus lernen willst.
Liebe Grüße
Sandra
@feliz du machst das super. herzlichen glückwunsch. jeden tag wird es dir ein kleines bisschen besser gehen. schreib hier, wenn du einen durchhänger hast. hier tummeln sich tolle, mitfühlende menschen, die rat geben, gerade wenn es schwer wird. aber du wirst sehen, dass der wunsch alkohol zu trinken verlässlich wegbleibt.
@mermaid hallo mermaid, bei mir läuft es ganz gut eigentlich… bis auf den Ausrutscher letzten Freitag 😢 ich versuche, so wenig wie möglich darüber nachzudenken, ob mir irgendwas fehlt und mich darauf zu konzentrieren, was gut läuft bzw. darauf, wie sich das Leben nüchtern schöner anfühlt. Die Themen, die ich mit Alkohol versucht habe wegzunebeln, zeigen sich nun natürlich sehr deutlich. Ich traue mich aber noch nicht wirklich hinzuschauen. Kennt ihr das auch? Ich habe das Gefühl, mich erstmal im Leben ohne Alkohol stabilisieren zu müssen, bevor ich mich an die Baustellenbegehung wage. Das ist mir vorhin klar geworden, als ich den Post von @cube87 gelesen habe.
Liebe Grüße
Feliz
@feliz lese Dir den Post "von weg - hin zu..." an... vielleicht kannst Du Dir das verdeutlichen
Sei lieb gegrüßt
Sandra
@feliz nimm dir alle Zeit, die du brauchst. In meinem Thread "ich wär dann jetzt soweit" findest du einige Bücher erwähnt, die ich allesamt hier empfohlen bekommen habe. Die deine Reise in Bilder packen, die dir zeigen, wie gut es wird. Mir hilft das wahnsinnig.. liebe Grüße
Die Mermaid 🧜♀️
Ich traue mich aber noch nicht wirklich hinzuschauen. Kennt ihr das auch? Ich habe das Gefühl, mich erstmal im Leben ohne Alkohol stabilisieren zu müssen, bevor ich mich an die Baustellenbegehung wage.
Das Gefühl, dass ich mich erst einmal stabilisieren möchte, bevor ich mich bestimmten Dingen wieder zuwende, kenne ich sehr gut. Halte auch manches gerade noch fern, habe mich sehr zurückgezogen und einen Schutzraum um meine noch junge Nüchternheit gezogen.
Für den Anfang reicht es vollkommen, nüchtern zu bleiben. Alles andere kann warten. Erst einmal nur nüchtern bleiben und ruhig erstmal nur für jeden Tag. Erstmal nur für heute nichts trinken. Ich hab mir immer gesagt gerade für den ersten Monat Prio 1 nüchtern bleiben, alles andere ist nicht wichtig, alles andere stellt sich bitte hinten an. Das hat mir sehr geholfen.
Catherine Gray beschreibt in ihrem Buch auch, wie sie im ersten Monat alle schwierigen Gefühle und Erinnerungen erst einmal in eine Kiste gepackt und weggeräumt hat, um sich dann später darum zu kümmern, wenn es ihr besser geht. Ich glaube, das ist nicht so verkehrt.
Ich halte das für die erfolgsversprechende Methode. Wenn man das kann und einen Dinge nicht quasi erschlagen und mit dem Besen ums Haus jagen (bildlich gesprochen) ist das absolut richtig. Erstmal die Abstinenz festigen, dann alles andere. Ich meine, es hat jetzt unter Umständen Jahre Zeit gehabt, dieser alte Ballast. Den hat man sich jeden Abend halt weggetrunken. Nun machst Du das nicht mehr - das bedeutet aber nicht, dass Du Dich subito nun drum kümmern musst.
Genau so und nicht anders! Die Dinge kommen dann, wenn sie dran sind.
Liebe Grüße
Gaby





