Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
Hallo Ihr Lieben, ich bin seit ein paar Tagen in diesem Forum. Ist aufregend, weil ich noch nie irgendwo auf einem Forum etwas geschrieben habe.
Habe das Buch gelesen und mir die ganzen Produkte gekauft. Bin heute bei Tag 4 und war so froh, dass GABA heute als letztes gekommen ist. Heute Nachmittag wurde es gefährlich und ich war haarscharf dran, loszufahren und Alkohol zu kaufen. Aber ich habe es dann doch drüber geschafft, Gaba genommen, ein Chilli Bonbon gelutscht und mir Nudeln gekocht. Dann ging's wieder. Zu mir: ich bin 60, seit 4 Jahren geschieden, mein Mann hat mich nach 28 Jahren verlassen. Alkohol spielt schon seit 15 eine große Rolle. Hab immer wieder versucht, mal aufzuhören. Mein Mann hat das mitbekommen und verächtlich reagiert. Wenn ich trockene Phasen hatte und viel Sport machte, hat er nur bemerkt, dass ich wohl sportsüchtig sei. Ich habe mich immer wieder demotivieren lassen. Unterstütz hat er mich nie. Im Grunde bin ich mittlerweile froh, dass ich nun alleine bin und mich um mich kümmern kann. Habe eine Therapie angefangen und viel über mich gelernt, war richtig gut, jedoch für die Abstinenz hat es nicht richtig geholfen. Jetzt weiß ich ja, dass es etwas anderes/zusätzliches dazu braucht. Ich möchte es so gerne schaffen und habe Angst, dass der Druck irgendwann weder so stark ist, dass ich ihm nachgebe. Ich sehen mich nach dem alkoholfreien Leben. So jetzt habe ich für meine Verhältnisse ganz schön viel erzählt.
Ich freue mich, dabei zu sein!
Eine Frage: ist es wichtig, alle Mittel immer genau so zu nehmen? Ich habe halt mit dem, was ich nach und nach erhalten habe, angefangen. Jetzt habe ich alles beisammen.
Einen Schönen Abend!
Helena
Vielleicht gibt es von anderen och mehr Ideen? würd mich freuen.
Also, ich denke, das muss jeder selber organisieren. Bei mir ist Fernsehen ohne Bier einfach nicht drin. Hundertmal versucht zu gucken, ohne ... klappt nicht. Also bleibt die Kiste jetzt aus. Was ich sagen will: Es klappt bei mir nicht, eine Situation, in der ich normaler Weise getrunken habe, nun einfach "ohne" zu durchleben. Ich denke, bis ich ganz stabil bin ist es besser, ich lasse das dann einfach sein. Und so weiß das wahrscheinlich jeder selbst am Besten, wann es brenzlig wird. Nur wie gesagt: Alles wie gehabt nur "ohne" ist schwer.
Ich hoffe noch, dass eine besondere Freundin zu Besuch kommen kann. Sie trinkt grundsätzlich, ohne Alkoholproblem, nichts und kennt auch mein Problem.
Idee: Mach sie zu Deinem Sober-Buddy. Vereinbare mit ihr, dass Du sie (möglichst jederzeit) anrufen kannst, wenn Du wackelst. Sie soll Dich dann da rausquatschen. Vielleicht hast Du Dir, wie im Buch beschrieben, eine Liste mit Gründen gemacht, warum Du nicht mehr trinken willst. Die gibst Du ihr. Und an die erinnert sie Dich dann.
Du brauchst ne Notfallnummer, das ist enorm hilfreich.
Nur so als Tipp.
Liebe Grüße und ein TROCKENES Wochenende 🙂
Hallo,
melde mich quasi wieder zurück.
Hatte dazwischen immer wieder Rückfälle. Heute habe ich wieder mal meinen 4. Tag. Habe echt überlegt, ob ich nach dem "Versagen" in dieses Forum zurück kann. Das ist offensichtlich ein generelles Thema von mir. Aber die vielen ähnlichen Geschichten, die hier geschrieben werden, haben mich mich "trauen" lassen.
Ein Muster, das ich wohl auch habe, ist: ich sitze nachmittags gegen 4 Uhr aus irgendwelchen Gründen im Auto und es zieht mich so in einen Supermarkt, um mir Alc zu kaufen. Vorgestern habe ich es geschafft direkt nach Hause zu fahren. War aber ein Kampf. Dabei habe ich die Musik ganz laut gemacht und das erste Mal die ganz scharfen Chillibonbons probiert. Wahnsinnig scharf, hat mir Zunge und Mund verbrannt und ich konnte das Bonbon nicht fertig lutschen. Der Druck war auch nicht ganz weg, wurde aber immer schwächer. Jetzt muss ich mir eine Strategie überlegen, was ich um die Uhrzeit mache und welche Maßnahmen ich zur Verfügung habe.
Übrigens , weniger trinken klappt bei mir gar nicht. War über Ostern bei Verwandten, die nur am Wochenende ein Glas Wein zum Essen trinken, also wirklich nicht viel. Das hat mich aber zu Hause wieder voll reingerissen. Ich tute mich noch sehr schwer zu sagen, dass ich nichts trinken will...Da kommt dann doch Stimme hoch, die sagt, "warum solltest Du nicht auch nur ein Glas trinken".
Ich wünsche mir so, wie so viele in diesem Forum, es endlich auf Dauer zu schaffen. Wenn ich die Nachrichten hier lese, dann spüre ich den Schmerz von jedem/-er mit.
In ein paar Wochen habe ich Geburtstag und habe jetzt schon massiv Angst. Ich weiß nicht, wie ich Alc ablehnen soll bzw. keinen anbieten soll. Corona sei Dank (nur für diesen Fall) kann ich eh nicht groß einladen. Aber auch mit Sohn und Freundin fällt es mir jetzt schon schwer. So stabil fühle ich mich noch nicht. Vll. bis dahin....
Viele liebe Grüße!
Habe echt überlegt, ob ich nach dem "Versagen" in dieses Forum zurück kann
So viel Unsinn in einem Satz! Kompliment 😎 😎 😎 Es ist kein Versagen - immerhin hast du die Anführungszeichen gefunden 😀 Und wofür denn sonst wäre dieses Forum da? Wenn Trockenwerden so einfach wäre, wie Schuhezubinden, bräuchte es doch so was nicht. Lies doch mal die vielen anderen tollen Beiträge von unseren Mitgliedern. Du findest kaum jemanden, der es auf Anhieb geschafft hat. Was mich persönlich betrifft: Auf mich trifft der Spruch von Mark Twain (abgewandelt, gemeint hat er eigentlich das Rauchen) voll zu: "Mit dem Trinken aufzuhören ist total einfach. Ich habe es mehr als 100 mal gemacht."
So, das wäre geklärt.
Jetzt muss ich mir eine Strategie überlegen, was ich um die Uhrzeit mache und welche Maßnahmen ich zur Verfügung habe.
So ist es.
ch weiß nicht, wie ich Alc ablehnen soll bzw. keinen anbieten soll.
Nein ist ein vollständiger Satz. Ich weiß, klingt so blöde einfach, stimmt aber. Ansonsten: Keinen Alkohol anbieten, fertig. Es wird sich niemand danach erkundigen. Wie ich Dich einschätze: Du wirst einen Rückfall bauen, wenn Du welchen im Haus hast und feierst. Dass nur Du nichts trinkst, das funktioniert nicht. Also: Alkfreier Geburtstag mit Kaffee und frischen Säften. Oder eben mal ein Jahr nicht feiern. Geht auch.
Liebe Grüße und - auf ein Neues!
Gaby
@Gaby: Wow Danke für die schnelle Antwort.
Ja, das mit dem Leisten müssen und nicht versagen dürfen, ist ein Thema bei mir. Danke für die offenen Worte und den Hinweis, dass es so vielen so geht. Ich meine immer, alle können es, nur ich nicht...
Du hast recht, ich werde meinen Geburtstag so gestalten, dass ich keinen Alkohol zu Hause habe, die Gefahr wäre zu groß.
Danke nochmal - Nein sagen klingt so einfach, aber ich brauche wohl einen Schubs, damit mir das überhaupt einfällt.
Liebe Grüße!
Nachtrag: 16.00 Uhr ist ein sehr typischer Zeitpunkt. Zwei Tipps: Achte auf Deinen Blutzuckerspiegel. Der sackt genau um diese Zeit in der Regel durch. Ein Trink-Trigger, wie Du aus dem Buch weißt. Lieber schiebst Du Dir um 15.00 Uhr eine schöne Schoki rein. Ein Tipp von jemandem, der es für sich so gemacht hat (ich fand das plausibel): Hol Dir einen Proteinshake, also so ein Pulver und hau Dir um 14-15.00 Uhr mal so einen rein. Richtig dick und lecker. Gerne auch noch mit extra Sahne. Das sind um die 30g Proteine - das macht auch sehr zufrieden.
Auch Erschöpfung ist um diese Uhrzeit häufig. Besteht die Möglichkeit, dass Du Dich einfach eine halbe Stunde mal hinlegst, ausruhst, eine Meditationsmusik auf youtube hörst ....?
LG!
Das war mir nicht bewusst. Das kann durchaus sein, weil ich mittags nicht so viel esse(Smoothie). Ich versuche es. Auch das mit dem kurz ausruhen, bin noch im Homeoffice, da kann ich es meist einteilen. Danke!!!
Liebe Gaby, die Tipps heute sind einfach genial. Habe mir einen Schoko-Proteindrink gekauft und mit Mandelmilch getrunken.
Schmeckt total lecker!! Ich hatte heute auch richtig gemerkt, dass ich Hunger habe. Vielen lieben Dank nochmal!!! 👍 ❤️





