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Hallo Ihr Lieben,
ich freu mich hier schreiben zu dürfen und hoffe eine lange Suchtkarriere mit Eurer Unterstützung endgültig zu beenden. Ich gehörte bis zur Corona Erscheinung zu den erfolgreich funktionierenden Süchtigen, das stetig schlechte Gewissen hat mich oft angetrieben mehr zu tun, besser zu sein, ich bin jeden Tag verkatert laufen gegangen, habe selbständig gearbeitet und Kinder großgezogen. Vor der Corona Krise stand unsere 25 jährige Ehe am Ende, die Trennung zog sich bereits 2 Jahre daher, on off. Die Corona Situation beutet für uns beruflich eine finanzielle Nullrunde ohne Staatshilfe, dass hat mich umgehauen, ich hatte das Gefühl mit nun 50 alles falsch gemacht zu haben, kräftemäßig war ich durch die vorangegangen stressigen Jahre bereist auf Sparflamme, dann der viele Alkohol der wie im Buche steht die Nerven angreift. Kurz gesagt ich habe mich im Lockdown gehen gelassen jeden Abend Abschuss, ich war nicht mehr ich selber, habe mich fürchterlich blamiert, wirklich unglaublich, mir war alles egal, dass einzig schöne war der Alkohol, ich hätte es nicht für möglich gehalten das ich mir sowas erlaube.
Durch massiven Druck der Familie habe ich mich dann entschlossen in den Entzug zu gehen, jedoch mit der Einstellung dort eigentlich nicht hinzugehören, ich habe nette Menschen kennengelernt, aber da wo sie standen da war ich nicht, alle schon mindestens 1 x dort gewesen, zerstörte Leben, das bin ich nicht. Ich muss kurz dazu sagen, dass ich die Schuld meiner Sucht meinem Mann gebe (das ist bestimmt nicht richtig, dennoch tue ich es) , wir habe eine narzisstische Beziehung geführt, er der Manipulator, der mich im Griff hatte, er war schon süchtig in die Ehe gekommen, hat sich aber unter Kontrolle, dass ist seine Stärke. Und ich habe mich seinen Lebensstil angepasst um meinem Kind einen Vater zu geben, ich hätte mich viel viel früher trennen müssen, aber wie gesagt, ich wollte das beste für meine Sohn. Und irgendwann bin ich abgestumpft, unglücklich rutschet ich mit 30 in die Essstörung, ich kam da auch nur sehr schwer heraus, heute weiss ich, dass ich ihn hätte da verlassen müssen, jedoch war ich schon so vernebelt, dass ich die Schuld bei mir suchte, ich war nicht richtig und gut etc. Das die Lebensumstände mich so unglücklich gemacht haben, habe ich mir nicht erlaubt zu erkennen.
Noch in der Entzugsklink im vergangen Mai, habe ich dann auf Druck der Familie eine Langzeittherapie zugestimmt, dort war ich 8 Wochen, auch dort hat es nicht klick gemacht, ich war mir nicht sicher ob ich wirklich nicht mehr trinken wollte, schließlich konnte ich es doch mal.... In ehrlichen Momenten und mit Blick auf das was mir im Rausch alles passiert ist, hätte ich mir eingestehen müssen, dass ich wirklich nie nie wieder trinken sollte. Aber der Stellenwert des Alkohols ist bei mir unglaublich HOCH , das Reptiliengehirn schein da sehr sehr gut zu funktionieren. Nach dem Aufenthalt bin ich also zurück um mich um unseren 12 jährigen Sohn zu kümmern, er hat in den letzten beiden Jahren vieles mitbekommen, und sein vertrauen ist mager. Ende Oktober war ich 120 Tage am Stück nüchtern und es ging mir gut, ich habe langsam ein neuen Weg eingeschlagen, aber es fehlt auch etwas, ich war nicht wirklich nüchtern Glücklich, vielleicht hätte mir das B Vitamin geholfen.. Der Rausch fehlte, die Idee mit Freunden Abendessen, jetzt als Single ein Glas Wein um alles noch schöner zu haben, dann das Unwissen darüber ob ich überhaupt Alki bin..liessen die Sucht wieder aufflackern. Hinzu kommt das ich mich plötzlich Alt finde bzw. mit 50 in meiner Situation nicht mehr alle Türen offen sind, ich bin ständig in der Vergangenheit, hätte , hätte , wie konntest Du nur... aber mit dem Stopp Schild vor der Nase jetzt ist es zu spät... wie konntest Du Deine Zeit nur so verschwenden. Die Nüchternheit hat mir einen klaren Blick auf mein Leben erzwungen, obschon ich vieles geschafft habe, vieles erlebt habe, habe ich das Gefühl nicht das richtige Leben gelebt zu haben. Das macht unglaublich viel Druck , und dazu kommt die Wut darüber so lange süchtig gelebt zu haben, so ein Halbleben. Leider bin ich aber wieder eingeknickt ich habe wieder getrunken Anfang November. Kontrolliert sollte es sein und war es bis Ende Dezember und seit Januar trinke ich nun wieder jeden Tage, keine Absturz aber natürlich heimlich und unfassbar für mich wie schnell ich dort wieder hingekommen bin. Was Gabi im Buch beschreibt habe ich genau so erleben dürfen, nach nur 3 Bier, bin ich am nächsten Tag ein anderer Mensch , null Motivation, ängstlich alles ist unglaublich schwer, ich dachte mir , in diese Falle tappe ich doch nicht mehr rein, hier und da mal ok aber ich bleib dich nicht da.. und siehe da seit 4 Monaten täglicher Konsum und bin wieder im Halbleben mit täglich schlechtem Gewissen, null Motivation, alles ist schwer. Ich glaube nicht erkannt zu haben wie vieles Gutes in diesem nüchternen Leben war, ich wußte dies nicht zu schätzen, oder ich habe den naiven Anspruch gehabt, dass nüchtern alles perfekt sein würde. Meine Hoffnung liegen in den Nahrungsergäzungsmitteln und dieser Gruppe.
Danke für die Antwort, Gaby,
Glutamin nehme ich erst seit gestern. Taurin hab ich auch schon vor dem Klinikaufenthalt genommen, das was ich habe ist recht stark dosiert- vielleicht teile ich die Kapseln und rühre das in den Drink mit ein?
Das Vitamin C Pulver bekomme ich erst morgen- bis jetzt nehme ich 500 mg Kapseln. Auch die schon länger.
Über den Tag wurde es jetzt besser mit dem Durchfall und ich hab wie geplant weitergemacht. Mal sehen ob es besser wird...........
Los ging's gleich heute früh, nach dem aufstehen und dem "Frühmorgengemisch". Aber ich glaube nicht, dass es dazu eine direkte Verbindung gibt.
Hat sich dann bis zum frühen Nachmittag hingezogen- im Moment ist's gerade besser. Wahrscheinlich halt auch nicht mehr viel drin 🙂
Ich beobachte mal weiter.......
hmmmm. Glutamin und Taurin. Wenn Du Taurin schon "kennst" sieht das nach Glutamin aus. Teste mal. Sonst morgend weglassen, insgesamt reduzieren.
Wäre so eine Idee. Obwohl das Zeug eigentlich mir echt sehr geholfen hat, gerade in Richtung Stimmung und Blutzuckerspiegel.
LG
Vielleicht versuche ich, mit dem Glutamin etwas langsamer einzusteigen? Und dann bis auf die empfohlene Dosis steigern............
Mag sein, dass es bei mir etwas zu heftig war, gleich alles auf einmal einzuwerfen. Ich teste mal ein wenig!
Stimmt 🙂 Ich probiere einfach mal...........immerhin hab ich jetzt 17 Tage gut durchgehalten und möchte das keinesfalls gefährden!
Liebe Grüße!





