Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
Hallo zusammen,
Ich bin seit einigen Tagen Mitglied in diesem Forum.
Ich bin 52 Jahre alt und seit 2020 Alkoholikerin.
Ich leide in erster Linie an einer Angststörung, die mich schon seit 30 Jahren begleitet: "Emetophobie", die Angst vor Übelkeit und Erbrechen.
Jahrelang "schlummerte" die Angst und brach dann 2019 schlimmer aus denn je.
Ich konnte nicht mehr zur Tür raus, nicht mehr arbeiten, vor lauter Angst, mich immer und überall übergeben zu müssen.
Jeden Morgen wachte ich auf und erbrach erstmal auf nüchternen Magen. Die Übelkeit blieb den ganzen Tag.
Das einzige was geholfen hat, war Schnaps und an ganz schlimmen Tagen zusätzlich Benzodiazepine, die mir verschrieben wurden.
Die Alkoholmenge wurde immer mehr, schließlich war ich bei einer halben Flasche Williams oder Cognac am Tag.
Was am Anfang half, verschlimmerte natürlich die Übelkeit, es bildete sich ein Zwölffingerdarmgeschwür, das mir bei meinem ersten Entzugsaufenthalt in einer psychiatrischen Klinik 2020 durch eine externe Magenspiegelung diagnostiziert wurde. Es folgte eine 16wöchige Entwöhnung in einer Rehaklinik. Die Ängste wurden weniger und ich lernte wieder meinen Alltag ohne Alkohol und Benzos zu leben.
Nach einem Jahr wurde ich 2021 rückfällig - wieder war die Angst vor Erbrechen Auslöser. Weitere 5 Wochen in der Entzugsklinik folgten. Danach war ich stabil bis Anfang diesen Jahres meine Mutter nach sehr qualvollen Wochen, die mich wirklich traumatisiert haben, gestorben ist. Mit einem Mal war die Angst wieder voll da - und mit ihr Alkohol und Medikamente.
Jetzt bin ich seit 18 Tagen wieder trocken aber die Ängste sind kaum auszuhalten. Nachdem ich Ihr Buch gelesen habe, bin ich mir sicher, dass meine Ängste und meine Sucht zu einem großen Teil ein Stoffwechselproblem ist,da ich meine Ernährung und Vitaminzufuhr zusätzlich zum Alkohol sträflich vernachlässigt habe.
Ich nehme seit 2 Jahren "Opipramol" und bei Bedarf "Promethazin". Beide Medikamente helfen wohl nur leidlich, da ich ja aktuell wieder voll in meiner Angstthematik stecke.
Meine Frage wäre : Kann ich mit diesen Medikamenten das Nem-Protokoll umsetzen?
Besonders interessiert mich das Thema "Gaba". Kann es mir tatsächlich helfen meine Angst zu dezimieren und ohne Medikamente auszukommen?
Ich greife nach jedem Strohhalm, der mir wieder zu einem "normalen" Leben helfen kann.
- Vielen Dank für Ihr tolles Buch - es hat mir sehr viele neue Erkenntnisse gebracht!!!
I
Mangels Traubenzucker im Haus, habe ich es ersatzweise mit Cola Zero versucht (mit Süsstoffusw).
Äh, hast Du was anderes erwartet? Da ist ja nun genau KEIN Zucker drin, dafür noch Koffein, das die Stressachse noch weiter ankurbelt. Irgendwie macht das nicht so wirklich Sinn, oder?
Haushaltszucker oder Honig täten es auch, für jetzt. Traubenzucker bitte heute mal besorgen ...
LG
Das es Cola "Zero" ist, hab ich erst nach dem Trinken festgestellt( hab ich aus dem Vorrat meines Sohnes geklaut).Ich hab ja dann auch gemerkt, dass es nicht viel gebracht hat 😐.
Mache nachher den Wochenendeinkauf und decke mich mit Traubenzucker ein 👍
@krimhilde Das klingt wirklich, als würdest Du der Sache langsam auf den Grund gehen. Großartig. Mal am Morgen bei Angst mit etwas Traubenzucker gegenzusteuern, erscheint mir den Versuch wert.
Angstgefühle können wirklich plagen, aber auch ein Indikator sein, der dazu veranlasst, mal zu schauen, ob was mit den hormonellen Gleichgewicht nicht stimmt. Das ging mir so, als sich ein Knoten in einer Nebennierenrinde gebildet hat. Da schoss morgens der Blutdruck noch vor dem Aufstehen hoch, der Cortisolspiegel ebenso. Nach einer Operation hatte sich die Sache erledigt.
GABA nehme ich noch gelegentlich. In zwei Wochen fliege ich nach Deutschland, da werde ich es einsetzen. Ich mag das Fliegen nicht und bin immer froh, wieder mit den Füßen auf der Erde zu sein.
Ein schönes Wochenende Dir,
Kris
Übrigens sind die kalten Hände ein weiterer Hinweis auf eine Stresshormon-Achse außer Rand und Band, insbesondere Cortisol. Bei Mega-Stress verengen sich die Blutgefäße, damit alles Blut im Rumpf zusammenkommt, um die lebenswichtigen Organe und Funktionen sicher zu stellen. Deshalb: Kalte Hände und wahrscheinlich auch kalte Füße, kalte Nasenspitze.
Ja, ich taste mich langsam an den Kern ran.
Ich glaube schon lange, dass die Ursache meiner Angstsymptomatik hormonelle oder allgemein körperliche Ursachen hat. Natürlich hat sich da jetzt auch psychisch was manifestiert, ganz klar. Das mit dem Cortisol und der Nebennierenrinde hab ich schon beim Arzt angesprochen. Es hiess, dass ich da ganz andere Symptome hätte. Wie wurde der Knoten bei Dir entdeckt? Hattest Du Symptome? Ich bin seit neuestem zusätzlich bei einer Ärztin für Naturheilverfahren in Behandlung. Dort wurde mir Blut für ein komplettes Stoffwechselscreening, Inclusive Hormone, Mineralien usw abgenommen. Das Ergebnis bekomme ich Anfang April und bin sehr gespannt, was rauskommt. Es ist schlimm, dass in der Schulmedizin bei Angstsymptomatik sofort Antidepressiva und /Benzos verschrieben werden, ohne auch nur einmal nach körperlichen Mängeln zu schauen. Ich hab auf die vielen Ärzte und Therapeuten, die ich in den letzten 4 Jahren kennenlernen "durfte", vertraut. Und jetzt stelle ich fest : Die hatten alle ihr Standardprogramm und schauen nicht nach rechts oder links! Alles, was ich im Moment anleiere, mach ich aus Eigeninitiative - keinerlei Empfehlungen oder Anregungen seitens der behandelnden Ärzte!
Sorry, jetzt ging es kurz mit mir durch - bin so wütend über die vergeudet Lebenszeit!
Ich fliege auch sehr ungern, das kann ich komplett nachvollziehen! Dann wünsche ich Dir, dass Du den Flug mit Hilfe von GABA gut überstehst💪. Ich hab keinen Zweifel, daß es so sein wird😉.
Liebe Grüße und nochmals Danke für Deine immer hilfreichen Beiträge🙏.
Krimhilde
Wie wurde der Knoten bei Dir entdeckt? Hattest Du Symptome?
Bei mir haben alle Familienmitglieder mütterlicherseits den gleichen Genfehler. Endokrine Neoplasien sind sehr selten; viele Ärzte hören davon nur während ihres Studiums.
Symptom war bei mir ein leicht erhöhter Blutdruck zu Unzeiten; der trat auch nur sporadisch auf. Dann wurden die Hormone im 24-Stunden-Urin genommen. Die waren aber nur grenzwertig bzw. leicht erhöht. Frau Professor Chefendokrinologin vom Uni-Klinikum bestand aber auf ein MRT. Der Knoten war schon 1cm im Durchmesser. Die Diagnostik nahm wegen Corona und fehlender Scanner wegen 8 Monate in Anspruch. Warte mal auf Dein Hormon-Screening; das könnte Dich schon auf die richtige Piste bringen.
@kkopp Ok, das war ja bei Dir auch richtige "Detektivarbeit"! Genau, ich warte jetzt mal dieses Bkutscreening ab und sehe dann weiter. Danke für Deine Antwort 😊
LG Krimhilde
.





