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Hallo an Alle,
ich lese hier nur von Menschen, die es schon geschafft haben und ich bin noch ganz am Anfang. Ich hoffe, ich bin hier trotzdem richtig.
Wie mein Benutzername schon sagt, ich kann einfach nicht mehr. Ich fühle mich nur noch schlecht und kann es nicht glauben, dass mich dieser Dämon Alkohol so beherrscht.
Im Alltag funktioniere ich, ich mache sehr viel Sport, bin sehr aktiv, ernähre mich gesund, aber am Abend, da flüchte ich... und trinke.
Meine Angst aufzuhören besteht darin, dass ich Entzugserscheinungen bekomme, nicht schlafen kann und meinen Alltag nicht mehr geregelt bekomme. Hört sich wahrscheinlich richtig doof an, weil es ja vorher auch ging.
Habe schon einen Heroin-Entzug hinter mir (25 Jahre her) und würde das Zeug nie wieder anrühren, hatte auch nie wieder Verlangen danach. Hatte damals ambulant mit Methadon entzogen und mich langsam herunter dosiert. Dachte, ich kriege das mit dem Alkohohl auch so hin, aber ich bin gescheitert. Ein bißchen oder weniger trinken funktioniert nicht.
War auch sehr korpulent und habe 50 Kilo Gewicht abgenommen, mit Disziplin, Sport und Ernährung... und Alkohol. Wie das funktioniert hat, weiß ich selbst nicht. Aber es hat funktioniert.
Wie schaffe ich den Absprung, wie habt Ihr es geschafft?
Vorab, das Buch "Alkohol Adé" habe ich mir soeben bestellt.
Vielen Dank vorab fürs Zuhören
@gaby_guzek Hallo Gaby, danke für Deine Nachricht.
Wenn ich Glück habe, dann ist das Buch morgen schon da.
Ich habe wirklich die Schnauze voll. An diesem Punkt war ich noch nie. Bisher habe ich das immer verdrängt. Jetzt möchte ich mich "stellen".
Danke an alle fürs Mut machen.
@soberrebel Danke Dir. 40 Jahre, puh. Das ist viel.
Ja, meine größte Angst sind die Entzugserscheinungen und dann schwach zu werden. j
Hört sich gerade beim schreiben schon irgendwie doof an, hab es ja noch nie versucht, aufzuhören, aber die Ungewißheit macht mir Angst.
Plan Buch lesen steht. Über die NEM's muss ich mich erst noch einlesen.
Wie merke ich, ob ich körperlich abhängig bin? Ich gehe schwer davon aus, dass ich es bin. Ich kann mich an keinen Tag ohne Alkohol erinnern (OMG... wie furchtbar... ich schäme mich sehr dafür)
@gaby_guzek ganz lieben Dank. Im Moment fühle ich mich erst schon mal verstanden und nicht so alleine.
@kannnichtmehr Deine Angst sind nur Gedanken, weil Du nicht weißt was passiert. Selbst wenn Du körperlich abhängig bist, ist ein Alkoholentzug relativ schnell durch, Heroin oder Benzoentzug ist im Regelfall wesentlich härter und länger. Habe keine Angst. Ich war auch nach 40 Jahren nicht körperlich abhängig, es hängt sicherlich auch mit der Trinkmenge zusammen. Wenn es dir möglich ist, reduziere schonmal.
@kannnichtmehr Herzlich willkommen und vor allem viel Erfolg. Jeder, der es hier geschafft hat, hat genau so angefangen wie Du, also fühl' Dich nicht klein – habe mich vor 2,5 Jahren, als ich nach mehreren Fehlversuchen mit Gabys Konzept auf Anhieb vom Nervengift loskam, genauso gefühlt, auch wenn ich es nicht zugegeben habe damals. Es geht, und es lohnt sich.
Bei 10 Millionen Alkoholikern im deutschsprachigen Raum (und das ist eine konservative, sehr konservative Zahl): Wie sollst Du da alleine sein? Das Erstaunliche ist wirklich, dass wir alle immer dachten, nur uns ginge es so. Und wenn Du hier eine Weile mitliest oder in alten Beiträgen stöberst, wirst Du feststellen: Es sind Muster. Immer wieder die selben Muster. Nur deshalb funktioniert ja auch Suchtberatung und Selbsthilfe.
Das wird schon!
LG
@soberrebel Du warst nicht körperlich abhängig? D.h., Du hattest keine Entzugserscheinungen?
Das mit dem Heroin stimmt, das war ein langwieriger Prozess, aber da konnte ich mich langsam mit Methadon runterdosieren und die Beschaffung der Droge war halt schwierig. Alkohol gibt es ja leider überall
@gaby_guzek Mir waren die Zahlen gar nicht so bewusst, puh.
Ich lese hier ganz viel (seit gestern), aber es fühlt sich schon mal nach einem Anfang an, auch wenn es noch keine Früchte trägt.
Einiges habe ich schon geschafft in der Vergangenheit und ich habe mir fest vorgenommen, dass ich es schaffe, von dieser Krankheit los zu kommen.
Die Chance haben nicht alle, die krank sind. Ich schon und das ist mir bewusst geworden.
Meine Mutter ist letztes Jahr an Krebs gestorben, sie hatte keine Chance zu gewinnen. Ich habe eine und die muss ich nutzen
@kannnichtmehr Nein, hatte ich nicht, ich habe jeden Tag 1- 1,5 Flaschen Wein getrunken, am Wochenende auch mal zwei. Aber jeder Mensch reagiert auch anders. Mach dir dich nicht so einen Kopf, ich was du fühlst und denkst, aber es ist wirklich nicht die Hölle. Mir hat die psychische Abhängigkeit schon gereicht: latent depressiv und schwermütig, antriebslos, frustriert, übellaunig und unglücklich, das hat sich alles in Luft aufgelöst. Und für die ersten dreißig Tage gibt es die NEMs, die entspannen und sorgen für Ruhe im Kopf.





