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Hallo, liebe Alle, hier meldet sich joki. Ich bin neu, wie viele andere. Ich bin vor eine paar Monaten 60 geworden und zeitgleich hat sich mein ganzes Leben gedreht. Meine Mann hat sich nach annähernd 20 Jahren von mir getrennt. Hab damit meine Arbeit und wirtschaftliche Sicherheit verloren und mein Zuhause. Ich habe einen neuen Job gefunden und eine Wohnung. Soweit so gut. Doch der ganze Schmerz und die Herausforderungen des neuen Vollzeitjobs im herausfordernden sozialen Bereich haben mich zu oft viel Zuviel trinken lassen. Es ist ein mir bekanntes Muster, das ich glaubte im Griff zu haben. Weit gefehlt. Da ist es wieder. Ich trinke nicht täglich, nie tagsüber, aber wenn, nach einer gefühlt harten Woche, viel Zuviel. Ich hab von Schreiber "nüchtern" gelesen und mich oft wiedererkannt, doch mich ebenso auch nicht als so exzessiv erlebt. Nun lese ich Alkohol ade und gehe das erste mal raus mit meiner Last. Es fühlt sich gut an eure Geschichten zu lesen und zu erkennen, dass ich wahrlich nicht die einzige bin, die dachte für ihr Trinkverhalten ein gutes System der positiven Argumentation (ich koch(t)e mit Leidenschaft und lieb(t)e die Weinbegleitung), gleichzeitigen Verbergens (der Kochwein im Vorfeld) und Arrangements mit mir selbst und meinem Alltag gefunden zu haben. Danke für euch. Ich hab Angst und freue mich gleichzeitig doch auf meinen neuen Weg mit euch. Heute ist Tag 7 meiner Abstinenz und leider sind der Druck und der Kampf heute groß. Corona, die Fremdheit in der neuen Bleibe, machen es nicht leichter. Ich hab nichts im Haus, außer gefühlt 100 Teesorten. Es wird (hoffentlich)vorbeigehen....
Liebe Joki, herzlich willkommen hier!
Der siebte Tag ist hässlich. Der Alkohol liegt schon lange genug zurück, die Symptome des "psychischen" Entzuges schlagen voll durch. Warum die Anführungszeichen das psychisch umklammern, weißt Du ja, wenn Du das Buch gelesen hast. Hast Du?
Wenn nicht, möchte ich es Dir wärmstens ans Herz legen. Denn da sind unter anderem viele Tipps und Strategien drin (dritter Buchteil) wie Du dem dämlichen Suchtdruck besser widerstehen kannst.
Schön, dass Du hier bist - bevor Du trinkst, schreib dir hier die Finger wund! Wir sind für Dich da.
Liebe Grüße
Gaby
sehr gerne, ich freue mich über dein Interesse. Bin tapfer geblieben. Habe deinen Tipp mit der Flasche Sprudel befolgt und hab geputzt. So richtig. War nicht ganz leicht, ging aber mit dem ein oder anderen Selbstdialog ganz okay...bisher, alles einigermaßen im Lot und kein Schlückchen. Morgen kommen die ganzen NEMs und dann mach ich mir einen Plan. Herzlichen Gruß...
YEAH. Das freut mich, ehrlich.
Bitte mach so weiter und halte uns auf dem Laufenden, ok?
Liebe Grüße
Gaby
das mach ich...ganz sicher.. hab mir heute ein neues Fahrrad gegönnt 🤣 🤣 🤣
Hallo liebe Alle, ich habe eben den Beitrag von sweatandbitter gelesen und das hat mich sehr bewegt. Auch wenn deren Geschichte natürlich nicht meine ist, hallen Sätze im Erkennen meiner selbst nach. Auch ich kannte mich gar nicht mehr ohne Wein und die größten Probleme machten mir meine Stimmungsschwankungen. Genau um diese zu vertreiben habe ich dann immer wieder getrunken. Und, da kam die berühmte Katze ins Spiel, die sich in den Schwanz beißt. Meine gefährlichste Tageszeit ist der späte Nachmittag. Auch, wenn der Schweinehund, den ich Alfred getauft habe, öfter vorbei schaut, als mir lieb ist, halte ich durch. Ich meckere ihn an, sag ihm, dass er verschwinden soll. Und wenn er sehr hartnäckig schmeichelnd in mein Ohr flüstert, nehme ich einen zusätzlichen Gabastick, der sehr eindrucksvoll bei mir Wirkung zeigt. Heute habe ich im Spiegel zum ersten Mal ein zunehmend frischeres Gesicht gesehen. Das Weiß in meinen Augenäpfeln wird langsam wirklich wieder heller, das Grau geht. Ich will und werde weitermachen. Euch allen Mut und Kraft, und Danke, dass ich teilhaben darf an so vielen Lebensinhalten und Geschichten...





