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Guten Morgen,
ich bin Smylla, 66 Jahre alt und seit 2 Jahren im Ruhestand.
Ich war ca. 20 Jahre lang eigentlich immer betrunken bzw. angetrunken.
Meistens habe ich Sekt getrunken.Zwischendurch gab es auch Trinkpausen, aber weniger trinken ging nicht.
Somit war klar, es geht nur ganz oder garnicht.
Garnicht habe ich aber nie längere Zeit hinbekommen. Es gab immer erst noch eine Feier oder eine Veranstaltung, die ich hinter mich bringen wollte, um dann aufzuhören...
Die letzten 3 Jahre habe ich schon tagsüber getrunken.Immer mal 1 oder 2 Tage nicht, und mir dann eingeredet, da es mir ja so leicht fiel und ich keine Entzugserscheinungen hatte bzw. habe, dass ich eigentlich ja gar kein wirkliches Problem habe.
Vor ca.4 Wochen habe ich morgens in den Spiegel geguckt und war total erschrocken. Ich sah aus wie ein Zombie, blutunterlaufene Augenringe und von der früher mal ganz ansehnlichen Smylla keine Spur mehr.
Da ich eine Freundin in Bayern besuchen wollte und mir vorgestellt habe welchen Anblick ich bieten würde, habe ich eine Woche vor dem Besuch nichts getrunken.
Ich habe dann viel im Internet gelesen und mich dann entschieden ganz aufzuhören!
Am 22.August 2022 habe ich mein letztes Bier getrunken seitdem nichts mehr.
Den Begrüßungssekt bei meiner Freundin habe ich abgelehnt und wir haben die Tage zusammen komplett nüchtern verbracht.
Ich will den verbleibenden Rest meines Lebens nicht mehr benebelt und betrunken verbringen!
Das ist meine größte Motivation.
Um nicht eventuell doch wieder in Versuchung zu kommen, habe ich mich in diesem Forum angemeldet, damit es sozusagen offiziell ist.
Bis jetzt hatte ich nicht ein einziges mal das Bedürfnis etwas zu trinken, selbst als an einem Geburtstag der Sekt direkt vor meiner Nase stand.
Keine Ahnung was den Schalter umgelegt hat.
Liebe und nüchterne Grüße
Smylla
So ist es richtig : sollen sich doch die anderen Menschen rechtfertigen, daß sie Alkohol trinken und nicht immer wir, die wir nicht (mehr) trinken. 😜
@ninafisch Super 👍🏻 ich glaube, wenn die ernsthafte Entscheidung erst mal gefallen ist, fällt es einem leichter nüchtern zu bleiben.
wie ich schon schrieb, bin ich echt erstaunt, dass es plötzlich so leicht ist.
Weiter so liebe Nina 🤗
@ninafisch Geht mir genauso, wenn auch erst seit Anfang des Jahres. Habe gemerkt, dass ich die schwierigen, stressigen, traurigen etc. Lebenslagen viel besser ohne Alkohol verarbeiten kann, früher war all das ein Grund, erst recht zu trinken, was alles nur noch schlimmer machte. Da mir klar ist, dass selbst ein Schluck Alkohol wieder zum Rückfall führt, ist das keine Option mehr für mich. Mir geht es so gut! Danke auch für deine tollen Beiträge, die ich immer gerne lese. Liebe Grüße ins schöne Wien!
Hallo, liebe Smylla!
Grandios, dein Entschluss und dass du seit dem 22. 8. nüchtern bist.
Ich bin 64, seit 3 Jahren pensioniert und mich hat eines Tages der Blick in den Spiegel auch geschockt: Gelbfärbung der Iris. Da wusste ich: höchste Zeit, aufzuhören. Den Entschluss hab ich dann auch ein paar Tage später umgesetzt (1.1.2020) und bin seitdem nüchtern. Es war erstaunlich leicht, kein Kampf wie früher - als ob ein Schalter umgelegt worden wäre. Wie bei dir. Ich vermisse den Alkohol kein bisschen und habe rund 40 Jahre getrunken. Das sollte dir Mut machen für deinen Weg.
Bitte bleibe weiterhin, trotz deines bisherigen Erfolges wachsam, der Alkohol ist heimtückisch und will dich um jeden Preis wieder in seine Krallen bekommen.
Mit jedem Tag mehr wirst du wieder lieber in den Spiegel gucken und dich über die Veränderung freuen. Du lernst dich wieder achten, lieben.... - ich drück dir auf deinem weiteren Weg ganz fest die Daumen.
Liebe GRüße
Isabel
@rosine123 danke, das freut mich sehr !
@isabel Liebe Isabel, vielen Dank für deinen Beitrag und die mutmachenden Worte.
ich denke auch, dass ich gar nicht erst wieder versuchen sollte mich mit dem Alkohol anzulegen. Ich kann dann nur verlieren! Ich weiß aber, dass er mir jederzeit irgendwo auflauern kann und werde auf der Hut sein 🤗
toll, dass du deiner Entscheidung treu geblieben bist👍🏻
liebe Grüße
Smylla
toll, dass du deiner Entscheidung treu geblieben bist👍🏻
Liebe Smylla, es gab keine Alternative!
Wenn du dich mit dem Alkohol anlegst, wirst du immer!!! der Verlierer sein. Schmeiß ihn aus deinem Leben, dann bist du derjenige, der gewinnt.
Zieh es durch, du wirst das schaffen! Irgendwann kommt dir in deiner Erinnerung dein Leben unter der Fuchtel des Alkohols nur noch wie ein böser Traum vor.
Viele hier können das bestätigen.
Liebe Grüße
Isabel





