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Ich möchte mich jetzt auch vorstellen: weiblich, 48 Jahre, 2 Kinder, getrennt lebend. Ich trinke seit ich 15 bin.
Ich habe zuletzt am liebsten für mich alleine getrunken. 500.ml Wein war mein Limit oder ein großes Plus ein kleines Bier. Mich hat einfach sehr gestört, dass ich mich IMMER selbst bremsen musste, nicht größere Mengen zu trinken.
Am liebsten war mir das Glas Wein im letzten Jahr gleich nach Feierabend so um 16.30. Um Runterkommen, abzuschalten. Auch um mich wieder fit zu machen für den Rest des Tages.
Es ist auch vorgekommen, dass ich die Hausaufgaben meiner Kinder schon mit einem Glas neben mir begleitet habe.
Da ich selber aus einer Suchtfamilie komme, hat mir das Ganze mehr und mehr Sorge bereitet. Nach einem Besäufnis mit einer Bekannten, bei dem ich mein Limit weit überschritten habe, habe ich jetzt nichts mehr getrunken. Das ist fast 3 Wochen her. Bis auf ein paar Verhandlungen mit der Weinhexe fällt mir das nicht besonders schwer. Ich mag so einfach nicht mehr weitermachen. Ich bin momentan sehr erschöpft, mache aber trotzdem viel Sport, da es mir psychisch danach immer besser geht.
Seit mehreren Jahren schon schlafe ich schlecht. Das Buch habe ich noch nicht gelesen, habe es aber noch vor.
Soweit von mir. Ich werde bestimmt noch ausführlicher schreiben, wollte aber einfach mal einen Anfang machen.
@raupenimmersatt Herzlich willkommen und viel Erfolg! Liest sich ja teilweise wie Gabys Geschichte, und die vieler anderer im Forum: Trinken gegen den Stress.
Ich habe auch gerne getrunken um positive Gefühle noch zu verstärken. Freude, Spannung, Aufregung. Irgendwie einen "Kick" zu spüren war schon auch ein wichtiges Ziel
Heute ist kein so guter Tag. Normalerweise hilft mir Joggen im Wald sehr um meine Stimmung zu heben und das ist dann für ein paar Stunden stabil. Heute nicht, heute bin ich einfach nur traurig, voller Selbstzweifel und erschöpft.
Das Buch habe ich mir heute bestellt. Außerdem noch "Vom unerwarteten Vergnügungen nüchtern zu sein". Und den Sandmann Cocktail. Ich möchte einfach mal wieder schlafen.
@raupenimmersatt das Buch hat mir auch sehr gefallen
Schön, dass du da bist! Wie dir ging es vielen hier, mir auch, allerdings war mein Limit, das ich mir gesetzt habe, eine Flasche, also 0,7. Wie das mit Trinkregeln so ist, habe ich mich allerdings nicht wirklich immer daran gehalten…. Aber nichts trinken stellte sich als einfacher heraus als „kontrolliert“ trinken. Viele Bücher lesen und Podcasts hören finde ich auch sehr hilfreich.
@ladida Kontrolliert zu trinken war für mich ein ewiger Kampf. Nüchtern zu werden ein einmaliger Entschluss, der beim ersten Mal gescheitert ist, beim zweiten Mal geklappt hat. Viel besser als der Kampf, den ich am Ende ja doch immer verloren hab.
@ladida ja, mein Limit hat sich auch schleichend erhöht. Hab ich vor Jahren in 4 Tagen ne Flasche Wein getrunken, waren es es jetzt 2 Tage. Aber eins hat mich schon seit ca. 15 Jahren begleitet: der Gedanke es ist nie GENUG. Ich wollte immer mehr trinken als mein Limit. Die Wirkung verstärken. Und parallel dazu das Bauchgefühl, welches wusste, dass da was nicht in Ordnung ist.
Ich verschlingen auch gerade Bücher zu dem Thema. "Weder geschüttelt noch gerührt" von Timm Kruse und "Die Bestie schläft" von Andrea Noack haben mir sehr gut gefallen.
Welche Podcasts hörst du?
Gestern habe ich zum ersten Mal mit einem guten Freund über mein Trinkverhalten gesprochen und meine Sorgen diesbezüglich. Er hat es sehr Ernst genommen und nicht runtergespielt. Das war nämlich meine Befürchtung angesichts von "nur" ner halben Flasche Wein täglich.
@ladida ach ja, ich habe manchmal die Flaschen mit Wasser aufgefüllt um zum Einen die Menge etwas zu strecken und zum Anderen aber auch um die schon getrunken Menge zu kaschieren....





