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Hallo liebe noch unbekannte Gemeinde von Alkohol ade,
zum Anfang muß ich gleich gestehen, daß ich schon 2 Gläser Wein getrunken habe, um überhaupt den Mut zu haben, meine Scham zu überwinden hier zu schreiben. Ich habe mich hier angemeldet, in der Hoffnung, vielleicht noch etwas zu finden, was mir helfen wird, vom Alkohol weg zu kommen. Und etwas größenwahnsinnig vielleicht auch, daß ich vielleicht auch etwas Positives hier beitragen kann. Unter meiner Alkoholabhängigkeit bin ich ein lieber, kreativer, humorvoller Mensch, tolerant gegen jedes Lebewesen (außer gegen jene, die ich esse?) - Ich bin leider schon sehr lange alkoholabhängig, seit ich 25 bin und nun bin 54 Jahre alt... Meine längste Zeit in dieser Zeit ohne Alkohol war 90 Tage. Das ist massiv bitter. Ich weiß nicht, ob ich das so schreiben sollte, aber: ich bin froh, daß ich beim Weißwein hängen geblieben bin. Ich konsumiere keine "härteren" Getränke, aber wenn es mir nicht gut geht, können es schon am Abend 3x 1 Liter werden. Im Moment bin ich in einem Zustand der Verzweiflung und gleichzeitig der Resignation ... Ich gehe jeden Tag arbeiten, habe eine Wohnung und bezahle meine Rechnungen - aber die Energie, die das kostet ist immens und die zwacke ich bewußt von meinen kreativen Leben ab, so daß ich mir oft einbilde, lieb, kreativ, humorvoll zu sein, wenn ich betrunken bin, aber es ist eine Illusion... Aus dieser Illusion bin ich aber eigentlich schon längst aufgewacht, und es schmerzt - warum kann ich das beschissene Alkohol trinken nicht sein lassen? Es hat sehr viel in meinem Leben kaputt gemacht und es macht mich kaputt. Ich bin in einer Sackgasse gefangen, scheint mir... Sorry, wenn es jammreig rüberkommt! Bitte laßt mich bleiben! 😉
Keine Angst, ich verabschiede mich





