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Hallo ihr lieben Menschen. Heute ist Tag1. Und zwar nicht das erste Mal Tag1. Und ich habe nicht das Gefühl, dass ich einen Klick-Moment hatte; ich habe mich in den letzten Tagen einfach wieder sehr intensiv mit meinem Konsum auseinandergesetzt. Und ich habe heute das Buch "Die Suchtlüge" gelesen - komplett an einem Tag. Und ich bin hoffnungsvoll, aber auch hoffnungslos, weil ich mich mit dem "nie wieder" nicht anfreunden kann. Außerdem möchte ich das Rauchen gleich mit einstellen, weil Alkohol und Zigaretten für mich eigentlich immer am meisten zusammen "Spaß" gemacht haben, auch wenn Zigaretten tagsüber auf der Arbeit auch ohne Alkohol gingen; andersrum nicht. Erzählt habe ich niemandem was; ob es jemand weiß - keine Ahnung. Ich freue mich jedenfalls hier ein Forum mit einer Community gefunden zu haben, an die man sich wenden kann und die Freude und Leid des Entzugs und die hoffentlich unbeschwerte Zeit danach mit einem durchstehen.
Erzählt mal: habt ihr DEN ULTIMATIVEN Tipp oder vielleicht auch Antitipp?
Liebe Grüße
@bella26 Hallo Bella, Ich glaube eher nicht. Mein Konsum war am Ende ja auch sehr hoch, bis zu 2 Flaschen Roséweine fast täglich. Hatte wenig Entzugserscheinungen außer Kopfschmerzen und eine große Müdigkeit, hätte den ganzen Tag schlafen können. Das hat bei mir etwa 5-6 Wochen angedauert bis es besser wurde. Mach weiter so und trinke viel Tee, Saft und Wasser. L. G.🍂🍀🌻Mina
Ach Mist Leute, ich würde gern was anderes schreiben, aber hab mich verleiten lassen und wieder getrunken. Nicht allein. Aber getrunken ist getrunken. Ich habe super schlechte geschlafen, bin dreimal aufgestanden zum Wasser trinken und habe total geschwitzt und schlecht Luft bekommen. Das habe ich eben gerade alles aufgeschrieben und habe im Gegensatz zum letzten Mal zumindest das Gefühl, dass dieser Rückfall nicht mehrere Tage dauert. Wir werden sehen wie's heute läuft.
Alles Liebe!
@bella26Guten Morgen Bella, das ist schade aber versuch bei Dir zu bleiben und am besten wäre es, wenn Du gerade am Anfang der Nüchternheit den Situationen die Dich triggern, bewusst aus dem Wege gehen könntest. Ansonsten wird’s schwierig! Versuche heute das erste Glas stehen zu lassen und bring Dich nicht unnötig in Gefahr. Verlier den Mut nicht. Liebe Grüsse🍁🙋♀️🙏🏾 Mina
@bella26 Liebe Bella, ich kann mich Mina nur anschliessen. Ich hättes es nie geschafft, wenn ich in den ersten 6 Wochen nicht komplett rausgenommen hätte.
Kein Restaurantbesuch, wo mein Lieblingswein wie selbstverständlich auf den Tisch gekommen wäre. Keine Feier, höchstens abendliche Treffen mit eingeweihten Freunden. Mir hat diese Zeit der Ruhe auch gut getan, um über mich selbst und meinen Alkoholkonsum dazuzulernen. In dieser stillen Zeit habe ich viele wichtige Erkenntnisse gewonnen und dokumentiert.
Nicht aufgeben ist jetzt wichtig! Und den neuen Start reflektiert beginnen. Gib Dir Zeit, bevor Du Dich wieder in Versuchung begibst!
Ich ärgere mich total und habe heute am frühen Nachmittag eine ganze Flasche Sekt getrunken und dann geschlafen. Eigentlich würde ich jetzt weitertrinken, aber da habe ich so gar keine Lust drauf. Stattdessen halte ich an meinem Tee-Ritual fest, was schon mal richtig gut ist. In der Vergangenheit hätte ich jetzt entweder wieder Sekt getrunken oder Whisky. Mich schreckt auch die letzte Nacht ab, in der ich so oft wach war und so viel Wasser getrunken habe. Darauf habe ich gar keine Lust mehr. Ich merke, dass ich ds reflektiere, statt gleich wieder Alkohol in mein Glas zu schenken.
Bella, das ist doch schonmal ein Fortschritt - erstens, dass du hier über deinen Rückfall (oder Vorfall?) schreibst und zweitens, dass du jetzt auch nach dem heutigen Sekt, trotzdem nicht wieder so eine Horrornacht mitmachen willst und stattdessen schon zum Tee greifst.
Anfangs hatte ich ein paar Monate auch so eine On-Off-Beziehung mit dem Alkohol und dann kam irgendwann der Tag, an dem ich es komplett sein lassen konnte. Ich musste mich erst "verabschieden" vielleicht auch "trauern" und in manchen Trink-Situationen überlegen, wie das jetzt ohne Alk wäre.
Jedes nicht getrunkene Glas ist ein Fortschritt! Jedes!
Danke Tani für deine liebe Antwort. Ich merke vor allem, dass dieser Durst auf Wasser für mich totaler Horror ist und ich das nicht nochmal mitmachen möchte. Bin auch sehr positiv überrascht, dass ich das so einsehe und freue mich total darüber. Ich trinke jetzt meinen Tee und freue mich auf das 20.15 Uhr Programm, das ich bei vollem Bewusstsein genießen kann.
Und ehrlich gesagt hatte ich erst überlegt das mit dem Rückfall hier nicht reinzuschreiben, aber diese Plattform gibt mir echt viel Halt und wir haben alle das gleiche Problem (gehabt).
Alles Liebe





