Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
Hallo zusammen,
ich bin 44 und Mutter von 3 Kindern.
Mein Leben ist geprägt von Alkohol, mit 14 wurde zu meiner Konfirmation schon kleine Pflaume ausgeschenkt.
Meine Eltern haben viel getrunken, es war immer Alkohol vorhanden und es wurde immer gefeiert.
Ich bin Etappentrinkerin, mal alle paar Tage, dann einmal die Woche und auch mal einige Wochen nichts. Aber immer bis zum vollendeten Rausch.
Ich kaufe mir nicht nur eine Flasche Sekt oder Wein, ich kaufe auf jeden Fall 2-3 Flaschen, weil ich weiß dass eine Flasche nicht reichen wird.
Mein Leben läuft weiter, ich schaffe alles, arbeite Vollzeit und stehe pünktlich auf, manage meinen Haushalt, manage meine Kinder und meinen Ehemann. Es soll ja nicht so aussehen, dass ich durch Alkohol irgendwas nicht hinbekomme.
Alkohol gibt es ja auch schon im Kreissaal zur Geburt, Alkohol gibt es auf jeder Party, im Restaurant, Nachbarn, einfach jeder in meiner Umgebung trinkt und es ist auch völlig in Ordnung. Nur viele können es einschränken, trinken ein zwei Bier und dann ist wieder gut. Ich trinke bis zum Vollrausch.
Ich möchte weg davon, stark werden- auch ohne Alkohol mein Leben bestreiten zu können.
Meistens, wenn ich eingeladen bin, dann fahre ich, damit ich nicht trinken kann. Und das klappt schon mal sehr gut.
Ich hoffe hier finde ich Hilfe, ich bin auch in Therapie, aber ich weiß nicht wie ich im Alltag klar kommen soll.
Danke für´s lesen.
Lg M.
@medizero78 Herzlich willkommen! Mit Gabys Programm klappt der Ausstieg sehr gut. Ich wünsche dir viel Erfolg - schön, dass du da bist!
Herzlich willkommen erstmal.
Du kannst hier im Forum mitlesen und Fragen stellen, wenn du was Spezielles wissen möchtest.
Hast du dir mal das Buch "Alkohol adé" besorgt?
Da steht so einiges Wissenswertes drin, was deinen Ausstieg befördern kann.
Rumpel
Herzlich willkommen. Auch ich war zuletzt Rauschtrinkerrin. Auch ich habe 2 bis 3 Flaschen geleert und dann wieder tagelang nichts getrunken. Ich hatte also keine körperliche Abhängigkeit weshalb ich lange dachte, keine trinkerin zu sein. Leberwerte ideal, man hat es mir nicht angesehen und doch konnte ich nicht aufhören, wenn ich zu trinken begann. Zuletzt mehrten sich Filmrisse und peinliche Erfahrungen. Das hat mich derart verstört, dass ich mit Hilfe des Buches, der Einnahme der NEM und einer ambulanten Psychotherapie über die suchthilfe vermittelt, vor über einem Jahr aufgehört habe. Ich weiss sehr genau, dass ich nicht normal trinken kann, es daher für mich nur den Weg der absoluten Abstinenz gibt. Ich musste mir eingestehen, dass ich nicht 1 bis 2 Gläser Wein zum Essen trinken kann, dass es keinen Weg zurück gibt und jeder Versuch der Reduktion dauerhaft nicht gelingen kann. Ich würde sehr bald wieder literweise Prossecco in mich schütten. Das möchte ich nicht mehr haben und mit dieser Scham, schuld, dem zugehörigen ebenso Betrunkenen Umfeld als Parallelwelt möchte ich nicht mehr leben. Es hätte mir sehr geholfen,wenn ich Leute kennen würde, die nichts trinke. Ausser hier im forum kenne ich niemanden. Es ist mitunter sehr seltsam, in der Familie, im Arbeitsumfeld, im privaten Kreis immer die einzige zu sein, die nichts trinkt. Das macht es schwieriger und diese Sorge lese ich auch bei dir heraus. Lass dich davon nicht entmutigen, alles Gute für dich
Nina
Bei mir ist es genauso nur mit Bier und das Literweise. Ich bin ebenfalls neu hier. Was mir jedoch jetzt schon am Anfang hilft ist zu sehen, dass es Menschen gibt denen es genauso geht und es auch geschafft haben. Also schaffen wir das auch 😉
Ich kann mich in deinem Beitrag sehr gut erkennen. Nach vielen gescheiterten Versuchen, kontrolliert zu trinken, habe ich heute die Erkenntnis und den Willen, keinen Alkohol mehr zu trinken. Es war ein weiter Weg zu dieser Erkenntnis... mein Körper hat nicht mehr mitgespielt, meine Wohnung wurde immer chaotischer und mein ganzes Umfeld trinkt Alkohol. Ich musste erst den Mut in mir finden, anders sein zu können. Ich räume meine Wohnung, mein Leben und vor allem mit Glaubenssätzen und Vorurteilen auf. Ich fühle mich auf dem richtigen Weg....





