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Ich heiße Ulrich und bin Alkoholiker, nach 30 Jahren exzessiven Trinkens bin ich seit knapp 23 Jahren trocken.
Danke Jutta, deine Nachricht spricht mich sehr an.
Für mich lese ich daraus, dass du dich versuchts nicht unter Druck zu setzen. Das ist glaube ich sehr wichtig.
Danke dir auch für deinen Bericht wie du es machst.
ch bin in dem Buch noch bei den Hintergrundinformationen. Ich schaue mir aber die anderen Kapitel zu Nährstoffen an,
Dein Interesse an den Nährstoffen freut mich. Aber bitte nicht springen im Buch! Das baut alles aufeinander auf. Denn Du wirst Dich dann fragen "und welche Nährstoffe könnten mir gut tun?" Das kannst Du aber nur dann herausfinden, wenn Du verstehst, wie unsere Hirnchemie funktioniert, was sie wie unterstützt etc.
Ich weiß zwar inzwischen, dass es am "einfachsten" ist gar nichts zu trinken.
Nicht nur am einfachsten. Das ist der einzige Weg. Alles andere funktioniert nicht. Damit sich das für das Suchtgedächtnis aber nicht so fürchterlich anhört, trinkst Du einfach nur heute nichts. Nur heute das erste Glas stehen lassen. Eines der genialsten Dinge der Anonymen Alkoholiker.
Was ich dieses Mal anders mache, weiß ich noch nicht
Dazu findest Du im dritten Teil des Buches sehr, sehr viele Tipps. Ich kann Dir nur sehr ans Herz legen, sie umzusetzen. Denn wie sagte Albert Einstein?
"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten"
Abstinent zu werden ist viel mehr, als "nur" den Alkohol stehen zu lassen. Es bedarf einer gründlichen Analyse der Trinkfallen, Alternativpläne etc. Und so etwas, das nennt sich "Achtsamkeit." D.h man muss auf sich aufpassen, die eigeen Bedürfnisse erspüren, bevor sie (da ignoriert) zu Trinkfallen werden. Dein
einfachste Weg runterzukommen und sich gut zu fühlen.
deutet genau in diese Richtung. Das geht auch anders - und Du musst Dir überlegen, wie.
Wegen dem Alkohol habe ich nie gelernt zu leben und für mich zu sorgen.
Das meine ich.
ch bin aufgeschlossen meine Gedanken und Gefühle mit euch zu teilen, wenn ihr denkt, dass es Sinn macht.
Aber ja! Genau dafür ist es da. Das macht gleich aus drei Gründen Sinn. Erstens klärt schreiben den Kopf. Allein dadurch, dass Du formulierst, werden Dir bestimmte Sachen klarer. Zweitens sind hier immer Leute mit offenem Ohr, die genau verstehen, was Du meinst. Da musst Du nicht viel drumrum reden. Und drittens lernen wiederum andere auch durch Deine Beiträge.
Runde Sache, oder?
Liebe Grüße
Gaby
Dann schickt doch mal alle Eure Listen zu mir. Ich schreibe das dann mal zusammen, so wie @harley bin ich mindestens einmal pro Woche hier, allein schon um mich selbst zu erinnern, wie beschissen es mir in den ersten Wochen gegangen ist und wo ich nicht wieder hin will.
Was ist, Harley, verschickst Du dass auch mit, wenn wir das bekommen? Bist ja so oft hier wie ich.
Da es schwierig und ungenau ist "das erste Glas stehen zu lassen" bietet sich noch etwas anderes an, z.B. morgens nach dem Aufstehen:" Ich trinke nichts bis 12 Uhr mittags", dann entscheide ich weiter.
kann ich dem einen oder anderen erzählen, dass man auch aufhören kann und dass es einem gut geht.
Hallo. Ich nehme Dich mal beim Wort. Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, so niemals wieder Alkohol trinken zu dürfen. Ok, jetzt eine Zeit, ist klar. Damit sich das alles wieder einpendelt. Aber niemehr, das ist doch öde. Ich dachte, nach einiger Zeit mal zu versuchen kontrolliert zu trinken. Habe da ein paar Sachen drüber gelesen und das klingt doch ganz gut. Warum trinkst Du denn gar nichts mehr?
Hallo mickey, ich kann dich gut verstehen, dasselbe habe ich mal einem Therapeuten gesagt, ich war in Behandlung wegen Angstzuständen und wenn ich getrunken habe waren die Ängste weg. Es gibt diese Sache mit kontrolliert trinken, aber da muß man sehr konsequent und diszipliniert sein. Du musst dir einen Plan machen, z.B. am Montag trinke ich ein Glas Bier, am Dienstag trinke ich nochmals ein Glas Bier, am Mittwoch trinke ich keinen Alkohol und so weiter. Mag sein dass du das hinbekommst, ich lege für mich da nicht die Hand ins Feuer, ich würde das nicht schaffen und deshalb trinke ich gar nichts mehr, wie ich schon sagte seit knapp 23 Jahren, und du wirst es nicht für möglich halten, mir gehts saugut. Ich möchte einfach nicht mehr diese Scheiße durchmachen, trinken, Entzug, trocken kotzen, schwören: nie wieder Alkohol! Krankenhaus zum Entzug bzw. Psychiatrie, das Leben hat mehr zu bieten. Und, es pendelt sich nix, aber auch gar nix ein. Ich sage von mir: Ich bin Alkoholiker bis an mein Lebensende.
Ich bitte um Entschuldigung für meine drastische Ausdrucksweise und wünsche dir und allen anderen noch nicht Trockenen alles Gute und noch eines: Es gibt nicht ein bisschen schwanger und es gibt auch nicht ein bisschen suchtkrank!
Liebe Grüße
Ulrich
z.B. am Montag trinke ich ein Glas Bier, am Dienstag trinke ich nochmals ein Glas Bier
Das ist es, was mich daran stört. Ein Glas, dann kann ich es auch sein lassen. Das bringt mir dann ja auch nichts. Nun war es bei mir ja nie wie bei Dir früher. Ich habe nie gekotzt und so. Wenn Du sagst, einmal suchtkrank, immer suchtkrank - vielleicht ist es bei mir ja dann noch anders? Hast Du mal Leute wie mich kennengelernt, die vielleicht nicht so viel getrunken haben, wie Du und die später wieder normal trinken konnten? Danke für Deine Zeit!





