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Hallo, ich bin Jane, fast 62 Jahre alt, zwei erwachsene Kinder, in zweiter Ehe glücklich verheiratet, mit Beruf, der immer noch Spaß macht.
Alkohol setze ich schon sehr lange ein. In der Jugend war es halt „normal“ – wobei wir das heutige „Vorglühen“ noch nicht kannten. Es war schon damals so, dass ich oft nicht aufhören konnte, Filmrisse gab es auch zu dieser Zeit schon.
In der ersten Ehe und mit zwei kleinen Kindern war es schon wenig, aber ich habe Alkohol immer „eingesetzt“, es ging nie um Genuss. Als es später Probleme in der Ehe gab und mein Mann berufsbedingt nur noch am Wochenende da war, habe ich eigentlich jeden Abend ¾ Wein getrunken. 1998 war ich schon das erste Mal bei der Suchtberatung und habe auch eine ambulante Therapie gemacht. Ich habe zu diesem Zeitpunkt enge Freunde informiert, um mir diese Hintertür zu schließen.
Nach unserer Trennung, die kein Krieg war, wurde es doch wieder mehr. 2003 kam dann der Tiefpunkt und ich musste zur Entgiftung in eine Klinik, in der ich dann auch noch eine ambulante Therapie gemacht und eine moderierte Gruppe besucht habe. Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch meine Kolleginnen informiert. Die konnten sich gar nicht vorstellen, dass ich taffe Frau….. Alkoholikerin sein soll.
Trotz der Gewissheit, dass ich damit nicht umgehen kann, gibt es immer noch 3-4 Tage im Monat, an denen ich etwas trinke, manchmal bemerkt es mein Mann, aber oft auch nicht. Man entwickelt ja so seine Strategien… Gestern war mein Mann beruflich unterwegs, da habe ich ganz bewusst Wein gekauft und war auch den ganzen Tag nicht wirklich produktiv.
Ja -und heute habe ich den Beitrag zum Thema „erfolgreiche Frauen und Alkohol“ gesehen, in dem auch Gaby Guzek zu sehen war und in dem das Forum zum Glück einmal kurz erwähnt wurde. Und jetzt bin ich hier und will mich einfach wieder mehr mit dem Thema beschäftigen, damit auch diese einzelnen Tage aufhören, denn ich weiss, wie schnell es wieder mehr werden kann.
Herzliche Grüße
Jane
@jane Hallo Jane, so wie Du gerade dabei bist, habe ich meinen totalen Rückfall gebaut:
Erst im Urlaub, dann war Urlaub auch zu Hause und DANN
veränderte sich die Stimmung, schlug um und plötzlich wurde der Alkohol nicht zum Entspannen benötigt sondern zum Tröster.
tja, noch ein paar doofe Umstände und ich hing voll drin. Corona verschlimmerte alles.
Stop it - wenn Du noch kannst!!
Der komplette Weg raus dauert lang: Mein Ausstieg dauert an seit dem 20.4.2021
Zumindest bin ich seit dem hier im Forum und wieder ganz gut aufgestellt.
ich bin übrigens die Jenige, die in der Doku das Forum namentlich erwähnt 😎
Herzlich Willkommen, schön, dass Du da bist.
Sandra
Auch von mir ein sehr herzliches Willkommen. Du weißt es ja selbst eigentlich bereits: Du bist kurz davor, wieder völlig abzustürzen. Das kann soooo schnell gehen.
So lange Du auch "nur" ein paar Tage so trinkst, mit Strategie, heimlich, bewusst und den Alkohol für (oder gegen) etwas einsetzt, tanzt Du auf der Rasierklinge und wirst nie richtig frei sein.
Was ist es denn, wofür oder wogegen Du den Alkohol einsetzt?
Liebe Grüße, schön dass Du bei uns bist. Fühl Dich wohl.
Gaby
Hallo Sandra und Gaby,
danke für die nette Begrüßung. Ja - gerade nach gestern ist mir wieder klar geworden, dass ich am Abgrund tanze... Wofür ich ihn einsetze? Eigentlich zum Abschalten, zum mal-nicht-Nachdenken müssen in meinem Gedankenkarussell. Alles keine Gründe, denn ich weiss ja, dass es ohne geht.
Gestern hat mich sehr nachdenklich gemacht, deswegen habe ich heute auch mal wieder auf der Seite von Natalie Stüben gelesen und wurde zum Glück auf dieses Forum aufmerksam.
Ich werde dran bleiben und erzählen, wie es mir weiterhin geht.
Bis dahin - Euch eine gute Zeit
Jane
@jane es gibt ein Buch zum Forum, bzw. Anders herum…
Bestelle es Dir, lese, Du wirst viele Aha Momente erleben!!!
und vielleicht manches anders betrachten 🙈





