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Abstinenz: Rückfall im Urlaub – wie seid Ihr da wieder rausgekommen?

Frau sitzt am Abend nachdenklich auf einem Balkon im Urlaub, vor ihr ein Glas Sekt, im Hintergrund ruhige Meereskulisse im warmen Licht der Dämmerung

Ich bin total traurig, diese Woche Urlaub gehabt, habe mich eigentlich sehr gefreut auf meine Zeit. Und dann? Leere, Unruhe, Chaos im Kopf und dann half nur noch der Prosecco. Jeden Tag hoffe ich, dass die Unruhe verschwindet, die körperlich so präsent ist. Aber es scheint täglich schlimmer zu werden. Ich konnte mich immerhin um meinen Zweitjob zu Hause kümmern.
Kennt Ihr das auch? Wie seid Ihr da wieder raus gekommen? Auch mit dem Angstgefühl?

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Rückfall nach Abstinenz: Fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek

Warum löst ausgerechnet der Urlaub einen Rückfall aus – und was steckt hinter dieser körperlichen Unruhe, die nach dem Alkohol einfach nicht nachlässt?

Was diese Leserin beschreibt, ist medizinisch gut dokumentiert: Urlaub und unstrukturierte Zeit gelten als klassische Trigger – der Wegfall von Routine und Ablenkung lässt innere Spannungszustände plötzlich spürbar werden, die im Alltag überdeckt waren. Die körperliche Unruhe, die sich täglich verschlimmert, ist ein typisches Zeichen eines anhaltenden Entzugsgeschehens: Das Nervensystem, das sich über lange Zeit an Alkohol als Dämpfer gewöhnt hatte, ist noch nicht ins Gleichgewicht zurückgekehrt. Im Rahmen eines Post-Acute Withdrawal Syndrome (PAWS) können solche Phasen mit Angst, innerer Anspannung und emotionaler Leere Wochen oder Monate nach dem letzten Drink auftreten. Das Greifen zum Prosecco ist in dieser Situation keine Schwäche, sondern eine neurobiologisch erklärbare Reaktion des Gehirns auf einen Stresszustand, für den es noch kein anderes Regulationsmuster gelernt hat. Entscheidend ist jetzt, nicht allein damit zu bleiben – und zu verstehen, dass die Unruhe kein Dauerzustand ist.

Häufig gestellte Fragen zu Rückfall und Abstinenz (FAQ)


Warum ist Urlaub so oft ein Rückfall-Auslöser bei Alkoholabhängigkeit?

Urlaub bedeutet Wegfall von Struktur und Ablenkung – genau das, was im Alltag innere Unruhe überdeckt. Ohne diese Puffer werden Spannungszustände bewusst, die das Gehirn früher mit Alkohol reguliert hat. Fehlende Routine ist einer der häufigsten Trigger für einen Rückfall.


Was ist PAWS und wie hängt es mit körperlicher Unruhe nach dem Rückfall zusammen?

PAWS (Post-Acute Withdrawal Syndrome) bezeichnet eine verlängerte Entzugsphase, die Wochen bis Monate andauern kann. Typische Symptome sind innere Unruhe, Angst, Schlafstörungen und emotionale Instabilität – auch wenn der akute Entzug längst überstanden scheint.


Angst und Unruhe nach einem Rückfall – ist das normal?

Ja, das ist eine häufige Erfahrung. Das Nervensystem ist nach einem Rückfall erneut destabilisiert. Angstgefühle und körperliche Unruhe sind Zeichen, dass das Gehirn wieder ins Gleichgewicht finden muss. Professionelle Begleitung kann diesen Prozess deutlich erleichtern.


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