„Es wäre besser, die heutige Suchtbehandlung mit einem Bulldozer platt zu machen. Dynamit täte es natürlich auch.”
Das sagt nicht irgendwer. Das sagt Dr. Mark Willenbring – ehemaliger Forschungsdirektor der obersten US-Behörde zum Thema Alkohol und Sucht.
Nach der Veröffentlichung von „Alkohol adé” kam eine Frage immer wieder: „Das mit der Hirnchemie und dem Alkohol habe ich jetzt verstanden. Aber gilt das auch für meine Zigaretten? Für mein Smartphone? Für den Zucker?” Die Antwort ist: Ja. Für alles davon. Sucht ist Sucht ist Sucht – die Mechanismen im Gehirn sind dieselben, egal ob der Auslöser aus der Flasche, aus der Steckdose oder aus der Tüte kommt.
Also ist Gaby Guzek erneut tief in die Forschung eingestiegen. Das Ergebnis ist „Die Suchtlüge” – und die Lüge, um die es geht, ist eine der hartnäckigsten überhaupt: dass Suchtkranke einfach nur einen schwachen Willen oder einen schlechten Charakter hätten.
Die Wahrheit ist eine andere. Hinter jeder Abhängigkeit – ob Nikotin, Alkohol, THC, Koffein, Kokain, aber auch hinter Verhaltensabhängigkeiten wie Shopping, Sex, Smartphone, Internet oder Gaming – stecken dieselben Stoffwechselprozesse im Gehirn. Eine gestörte Hirnbiochemie, kein Charakterfehler. Und trotzdem hinkt die gängige Suchtbehandlung der aktuellen Forschung noch immer ein knappes halbes Jahrhundert hinterher.
Dieses Buch räumt auf. Mit wissenschaftlicher Genauigkeit und leichter Feder – und mit der Erfahrung, die Gaby Guzek als ehemals selbst Betroffene und als Coach mitbringt. Von A wie Alkohol bis Z wie Zocken, wie der Deutschlandfunk schreibt.
Das Wissenschaftsmagazin Spektrum urteilt: Ein Ausstieg sei möglich, und das Buch mache Mut, sich auf den Weg zu begeben.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Gaby Guzek M.A.
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