Jeder vierte Mensch mit Alkoholproblemen hat ein unerkanntes ADHS. Über alle Drogen gemeinsam gerechnet sogar jeder Dritte. Das sind keine Randnotizen aus der Forschung – das sind Zahlen, die uns seit Jahren auch hier im Forum begegnen.
Immer wieder schrieben Mitglieder: „Seit ich mein ADHS kenne, ergibt meine ganze Suchtgeschichte plötzlich Sinn.” Andere erzählten, wie sie nach einer erfolgreichen Entgiftung trotzdem rückfällig wurden – nicht weil ihnen der Wille fehlte, sondern weil eine Diagnose fehlte. Sie hatten ein ADHS, das niemand erkannt hatte, und benutzten den Alkohol unbewusst als Medikament gegen das innere Chaos.
Jeder zweite mit ADHS-Symptomen entwickelt im Laufe seines Lebens eine Sucht. Umgekehrt sitzen in Suchtkliniken viele Menschen, deren ADHS nie diagnostiziert wurde. Der Schlüssel liegt in den Hirnbotenstoffen, die aus der Balance sind, und in einer etwas anderen Verdrahtung der einzelnen Hirnregionen. Was das bedeutet: Die üblichen Suchtprogramme müssen bei Menschen mit ADHS scheitern – weil sie am falschen Problem arbeiten.
Dieses Buch schließt die Lücke. Gaby Guzek und ihre Tochter Lisa Guzek – Psychologiestudentin und selbst mit 26 mit ADHS diagnostiziert – erklären die neurobiologischen Zusammenhänge zwischen ADHS und Sucht. Sie zeigen, warum Menschen mit ADHS so leicht abhängig werden, wie erfolgreiche Therapien tatsächlich aussehen müssen und wie Betroffene sich schützen können, bevor es so weit kommt.
Ein Extra-Ratgeberteil richtet sich an Eltern: Wie verhindert man, dass aus den Suchttendenzen eines Kindes mit ADHS eine fatale Abhängigkeit wird?
Erschienen im Heyne Verlag – die Familientradition bei Penguin Random House setzt sich fort.
Gaby Guzek M.A. und Lisa Guzek
Im Buchhandel. Oder gleich online bestellen …
Amazon | Thalia | Hugendubel | Bücher.de
