Warum fühlt man sich so, obwohl äußerlich alles in Ordnung ist? Der Himmel ist blau, der Kalender nicht übervoll – und trotzdem fühlt sich der Tag schwer an. Gereizt, müde, irgendwie neben sich.
Wer schon länger bei „Alkohol adé” mitliest, kennt Tryptophan bereits: die Aminosäure, aus der unser Körper den Nervenbotenstoff Serotonin herstellt – den Stoff, der für gute Laune, innere Ruhe und erholsamen Schlaf sorgt. Im Buch „Alkohol adé” war Tryptophan eines von vielen Puzzleteilen. Aber eines, zu dem die Fragen nie aufhörten.
Wie dosiert man richtig? Warum wirkt es bei manchen nicht? Was ist der Unterschied zu 5-HTP? Und warum funktioniert Omas Milch-mit-Honig-Trick vor dem Schlafengehen biochemisch tatsächlich?
Als die Antworten auf all diese Fragen einen halben Aktenordner füllten, war klar: Das verdient ein eigenes Buch.
„Tryptophan und 5-HTP” erklärt, warum der Weg vom Tryptophan im Essen zum Serotonin im Gehirn so oft stockt – obwohl auf dem Papier eigentlich genug davon vorhanden wäre. Bei chronischem Stress oder Entzündungen schaltet der Körper nämlich um: Das Immunsystem bekommt Vorrang, und das geht auf Kosten der guten Laune. 5-HTP, der direkte Nachfolger im Stoffwechsel, liegt bereits einen Schritt näher am Serotonin und ist die gezieltere Option bei Schlafstörungen, Stimmungstiefs und Heißhunger.
Was dieses Buch leistet: Es zeigt, wann Tryptophan die richtige Wahl ist, wann 5-HTP besser passt und wie man beides richtig einsetzt – mit konkreten Angaben zu Dosierung, Timing und Kombinationen. Alltagstauglich, ohne Chemie-Studium verständlich und mit dem gewohnten Blick hinter die Kulissen der Forschung.
Nicht nur für unsere Leserinnen und Leser mit Alkoholproblem – sondern für jeden, der besser schlafen, sich ausgeglichener fühlen oder einfach verstehen möchte, was im eigenen Körper passiert, wenn die Stimmung in den Keller rutscht.
162 Seiten, die sich lohnen.
Dr. med. Bernd Guzek
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