Wer „Alkohol adé” gelesen hat, kennt GABA bereits: den wichtigsten beruhigenden Nervenbotenstoff unseres Körpers. Die Aminosäure, die dafür sorgt, dass nach dem Stress auch wieder Ruhe einkehrt. Im Buch „Alkohol adé” war GABA ein zentrales Puzzleteil – denn Alkohol ist chemisch gesehen nichts anderes als ein GABA-Ersatz. Er dockt an exakt derselben Stelle im Gehirn an.
Aber GABA kann weit mehr als nur erklären, warum Alkohol so verführerisch entspannt.
Schlafstörungen, Dauerstress, Burnout, Angststörungen, ADHS, Depressionen – all diese Beschwerden haben einen gemeinsamen Nenner: ein beruhigender Botenstoff, der chronisch zu knapp ist, weil unser moderner Dauerstress ihn permanent verbraucht, ohne ihm Zeit zur Regeneration zu lassen. Etwa jede dritte der geschätzt 100 Billionen Nerven-Andockstellen in unserem Körper ist eine GABA-Synapse. Es ist ein Stoff, der still und leise dafür sorgt, dass wir den Aus-Knopf im Kopf noch finden – und wenn er fehlt, dreht der Motor hoch, ohne dass jemand auf die Bremse tritt.
Nach acht Jahren Arbeit an den Themen Sucht und Hirnchemie war irgendwann klar: GABA verdient ein eigenes Buch. Eines, das nicht nur für Menschen mit Alkoholproblem geschrieben ist, sondern für alle, die abends den Kopf nicht abschalten können, die bei jedem Klingeln zusammenzucken oder die sich fragen, warum sie gereizt und erschöpft aufwachen, obwohl der Tag noch gar nicht angefangen hat.
„So kommt der Kopf zur Ruhe” erklärt, was GABA ist, warum es so oft zu knapp ist und wie man den Körper damit ganz leicht versorgen kann – durch Ernährung, Bewegung und die richtigen Nahrungsergänzungsmittel. Wie immer medizinisch präzise, aber ohne Chemiestudium verständlich.
Erschienen im Heyne Verlag – wir sind ein bisschen stolz darauf.
Dr. med. Bernd Guzek
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