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Fliegen und Alkohol – gemischte Botschaften der Airlines

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Alkohol und Fliegen vertragen sich nicht besonders gut. Für die meisten Full-Service-Fluggesellschaften ist Alkohol jedoch nach wie vor ein zentraler Bestandteil des Angebots an Bord. Trotz der Probleme, die Alkohol an Bord verursachen kann, werden die Fluggesellschaften den Getränkewagen wohl nicht so bald abschaffen.

Letzte Woche berichtete “Simple Flying” über einige Rugby- und Fußballspieler, die von den Olympischen Spielen zurückkehrten und sich auf einem Japan-Airlines-Flug betrunken und schlecht benommen hatten. Es gab lautes Singen, Erbrechen, geplünderte Kühlschränke in der Bordküche und eine Menge negativer Publicity nach dem neunstündigen Flug.

In den Vereinigten Staaten wurde kürzlich ein Fluggast der Frontier Airlines an seinen Sitz gefesselt, nachdem er Flugbegleiter angegriffen und beschimpft hatte. Berichten zufolge war er betrunken.

Das sind nur zwei Beispiele von vielen. Die Flut von Zwischenfällen an Bord hat einige Fluggesellschaften in den Vereinigten Staaten dazu veranlasst, den Ausschank von Alkohol auf Inlandsflügen einzustellen.

Bei allem Tohuwabohu um Alkohol und Fliegen ist der Ausschank von (häufig kostenlosem) Alkohol an die Fluggäste ein wichtiger Bestandteil des Markenauftritts der meisten Fluggesellschaften. Und auch das ist keine neue Sache. Es reicht achtzig Jahre zurück, als das Fliegen noch glamourös war und der Bordservice ein wichtiger Teil dieses Glamours war.

Im Bewusstsein der rechtlichen Verpflichtungen und der sich ändernden gesellschaftlichen Erwartungen senden die Fluggesellschaften jetzt gemischte Botschaften über Alkohol. Die Werbung für den Bordservice ist zwar immer noch vorhanden, richtet sich aber eher an die bessere Klasse von Fluggästen. Für alle anderen gibt es einen Hauch von Puritanismus. “Sie dürfen ein oder zwei Drinks haben, aber benehmen Sie sich. Wenn Sie das nicht tun, werden Sie von der Fluggesellschaft ausgeschlossen und landen auf YouTube.”

Was ist die Lösung? Ein völliges Verbot von Alkohol? Da Alkohol bei den meisten Fluggesellschaften ein fester Bestandteil des Angebots an Bord ist, ist es unwahrscheinlich, dass dies jemals geschehen wird. Vielleicht liegt die Lösung in einer besseren Aufklärung über die Folgen von schlechtem Verhalten an Bord, ob alkoholbedingt oder nicht.

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Bild von Gerhard G. auf Pixabay

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2 Gedanken zu „Fliegen und Alkohol – gemischte Botschaften der Airlines“

  1. Metaxa im Flugzeug – und der halbe Flieger säuft mit. Wie ich das noch kenne. Als Kind sind wir oft nach Griechenland in den Urlaub geflogen. Meine Mutter hat gesoffen wie ein Loch. Weiß ich heute, damals fand ich das normal. Im Duty Free dann schnell noch zwei Flaschen Metaxa “damit der Rückflug lustig wird.” Heimlich unten zwischen den Sitzreihen aufgemacht. Doof: Da war ein Ausgießer dran, so für die Bar. Die Flasche musste also hoch. 
    Gar nicht peinlich: Die Mutter stellt sich hin und lässt sich das Zeug aus der Flasche in den Hals laufen. Alle gucken – und wollen auch! Der Flieger war kaum in der Luft, da waren alle Sitzreihen vor und hinter uns ja “so lustig” und meine Mutter rotzevoll. Die Fahrt vom Flughafen München nach Hause dauerte zwei Stunden, sie war nicht mal in der Lage, auf die Koffer aufzupassen, die vom Band kamen. Im Auto hing sie dann in der Ecke. 
    Und ich fand das alles normal. 

    1. @enna ist ja heftig. Aber als Kind empfindet man dieses Verhalten als normal..uns so festigt sich das im Hirn. Heute kann man diese Erinnerungen nur als Mahnung nutzen für sich..

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