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Ich habe das Buch Alkohol Ade bereits zur Hälfte gelesen und muss sagen, es ist das erste, das Sinn für mich macht und von dem ich mir wirklich Hilfe verspreche. Da der Alkohol seit mehr als 40 Jahren mein ständiger Begleiter ist, kann ich gar nicht sagen, wie ich mich "davor" gefühlt habe, denn da war ich noch ein Kind. Außer während meiner Schwangerschaft und während eines 6-wöchigen Reha-Aufenthaltes ist kaum eine Woche vergangen, in der ich nicht getrunken habe. Ein Vollrausch pro Woche ist die Regel und dann noch zwei bis drei Mal nicht ganz so viel, weil ich am nächsten Tag arbeiten muss. Ich habe in meinem Leben bereits sehr viel kaputt gemacht wegen des Trinkens, ich kann sogar sagen, mein Leben wäre ohne Alkohol völlig anders verlaufen, ich hatte so schlimme Depressionen nach Vollräuschen, dass ich an Selbstmord gedacht habe, dennoch habe ich immer weiter getrunken. Und immer zu viel, um mich am Tag danach wieder zu hassen. Ich funktioniere aber ganz gut, obwohl ich ständig erschöpft bin und seit ich denken kann, schlecht schlafe. Das hat schließlich dazu geführt, dass ich seit 5 Jahren ein Antidepressivum nehme, das sowohl gegen Angst- als auch gegen Schlafstörungen geholfen hat. Nach dem, was ich nun in dem Buch gelesen habe, beginne ich erst, die Zusammenhänge zu verstehen. Allerdings muss ich erst herausfinden, ob ich alle NEMs zum Antidepressivum überhaupt nehmen darf.
Im Moment kann ich mir allerdings ein Leben ohne Alkohol nicht vorstellen. Wann immer ich an etwas Angenehmes oder Erfreuliches denke, ist es mit dem Trinken verbunden. Wie gesagt, der Alkohol ist mein ständiger Begleiter...und dafür hasse ich mich.
@nova Herzlich willkommen und viel Erfolg! Du bist nicht die erste mit diesem Problem, wohl bald jeder hier kann das nachvollziehen und viele sind erfolgreich ausgestiegen. Ich selbst vor ca. 2,5 Jahren mit Gabys Konzept, nachdem mehrere Versuche vorher auf der "Psychoschiene" nichts gebracht hatten.
Bleib dran, es lohnt sich!
@nova Herzlich willkommen, ich habe auch 40 Jahre Alkohol getrunken, täglich, und trinke jetzt seit 19 Monaten gar nicht mehr. Ich hätte mir das vorher auch nicht vorstellen können, ich war genauso gefangen in Selbsthass und Depression wie du. Das hat sich alles in Luft aufgelöst, mir geht es wirklich gut und Alkohol spielt keine Rolle mehr in meinem Leben. Mich hatte die Trinkerei in letzten Jahren nur noch angewidert, ich war bereit für ein neues und besseres Leben. Bist du bereit? Ich wünsche dir viel Erfolg.
@soberrebel Vielen Dank! Ich hoffe, ich schaffe es, so ziemlich mein ganzes Umfeld trinkt, und das macht es noch schwieriger und unvorstellbarer.
@nova Ich denke du solltest ehrlich zu dir sein. Wenn du dein Leben wirklich ändern willst, musst eine Entscheidung treffen, es reicht ja nicht aus ein paar NEMs zu nehmen, wobei die in ersten Wochen eine ganz wichtige Rolle spielen. Meine größte Angst war immer, daß ich ohne Alkohol gar nicht mehr leben kann. Das war natürlich nur eine Vorstellung die mir mein zerschossenes Suchthirn erzählt hat und völliger Unsinn ist. Was verbindest du denn noch Angenehmes und Erfreuliches mit Alkohol nach 40 Jahren?
@nova Herzlich willkommen! Mit dem Konzept ist es wirklich machbar, ich bin seit Anfang 2022 befreit aus der Sklaverei des Alkohols. Ich hatte das so satt, unter der Knute des Nervengifts zu leben und mein Leben von ihm bestimmen zu lassen. Dahin will ich nie mehr zurück! Dieser Fakt trug ebenso wie die NEMs maßgeblich dazu bei, dass ich nun ein freies, selbstbestimmtes Leben führen darf. Mich tangiert es auch nicht, wenn Menschen in meinem Umfeld trinken, Hauptsache, ich muss das nicht mehr.
Ich wünsche dir viel Erfolg!
@soberrebel Es ist immer nur der Gedanke daran, die "Vorfreude" auf ein alkoholisches Erlebnis. Oft mag ich es schon während des Trinkens nicht mehr, und den betrunkenen Zustand mag ich ebenfalls nicht, vom nächsten Tag ganz zu schweigen. Auf dem Nachhauseweg von der Arbeit freue ich mich auf ein Glas Wein und eine Zigarette, als gäbe es nichts Schöneres. Schon während ich beides konsumiere, merke ich, dass es mich überhaupt nicht zufrieden stellt, nein im Gegenteil, ich fühle mich hinterher nur schlechter. Wenn ich in Gesellschaft bin, höre ich nicht auf zu trinken und fühle mich eine Zeit lang wohl, bis das Wohlgefühl dann auch wieder abrupt endet und einen widerlichen Nachgeschmack hinterlässt. Nach so vielen Jahren des Trinkens ist es dennoch unvorstellbar, ohne Alkohol auszukommen.
@rosine123 Vielen Dank! Ich stehe ja noch am Anfang und neige dazu, den Start "auf morgen" zu verschieben. So ging es mir schon so oft, ich habe mir so sehr vorgenommen, nicht mehr so viel zu trinken, und dann hab ich es doch auf den nächsten Montag verschoben. Einmal noch, weil ich heute mit der / dem beisammen bin, ist ja so gemütlich und entspannend. Ja, ich hoffe dieses Mal wirklich auf Erfolg.
Hallo, Nova! Ich habe auch mehr als 40 Jahre getrunken und in deinem Bericht erkenne ich mich sehr gut wieder.
Es war wie bei dir: Mein Leben mit dem Alkohol hasste ich - ein Leben ohne Alkohol schien mir nicht möglich. Schon der Gedanke daran flößte mir so ein Entsetzen ein, dass ich weitertrinken musste.
Mit 61 Jahren war mir dann klar, dass ich an einem Scheideweg stehe: Entweder aufzuhören oder daran zugrunde zu gehen. Ein Weitermachen machte keinen Sinn mehr und jeder Versuch, kontrolliert zu trinken, scheiterte. Wenn du das Buch liest, wird dir klar, dass er scheitern muss.
Ich habe mich dann für das Leben entschieden.
Seit bald 3 Jahren bin ich nüchtern, der Ausstieg war überhaupt nicht schlimm und mir geht es sehr, sehr gut.
Du siehst, selbst nach 40 Jahren trinken kann man, wenn man denn nur wirklich will, aufhören.
Das Konzept hier erleichtert es und im Forum hier findest du Unterstützung, Rat und Verständnis.
Meine Erfahrung: Es ist viel weniger schlimm als du befürchtest und wird um so viel besser, als du dir jetzt vorstellen kannst.
Viel Erfolg und alles Gute
Isabel
Hallo Nova, ich kann dich gut verstehen, mir ging es genauso. Ein Leben ohne Alkohol? Niemals!
Bis mich ein Vorfall in der Familie aufgerüttelt hat. Da war mir klar, ich WILL aufhören, solange ich noch selbst dazu in der Lage bin!
Und es ging. Ich war 3 Wochen im qualifizierten Entzug - ohne Medikamente und Entzugserscheinungen.
Später dann kamen immer wieder Gedanken, ob das jetzt wirklich ein besseres Leben sei - bullshit, das war die Suchthexe, wie im Buch beschrieben. Gabys Buch und die NEMs aus dem zweiten Monat (vor allem der Stimmungsaufheller Phenylalanin haben mir dann über diese Durststrecke hinweggeholfen.
Und voila - jetzt bin ich 16 Monate Clean!
Du siehst, es gibt verschiedene Wege; aber am Anfang steht immer der unbedingte Wille.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen🙋





