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Blaubeere möchte ni...
 
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Blaubeere möchte nicht mehr blau sein

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blaubeere
(@blaubeere)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 114
Topic starter  

Huhu, ich bin die Blaubeere. Euch gefunden zu haben, erfüllt mich mit Freude und Hoffnung, denn das Thema Alkohol zieht sich durch mein Leben und durch die Geschichte unserer Familie wie ein roter Faden. Eher wie ein schwarzer Faden 🙁

Ich bin Mitte 50 und berufstätig, habe zwei erwachsene Söhne, die ich schon in der Pubertät darauf aufmerksam gemacht habe, dass sie möglicherweise genetisch bedingt ein hohes Risiko mit sich tragen, alkoholkrank in vierter Generation zu werden. Was die Generationen, die vor 1900 gelebt haben betrifft, gibt es keine Überlieferungen. Meine Söhne haben meine Worte sehr ernst genommen und trinken vielleicht drei oder vier mal im Jahr ein Gläschen.

In meinem Elternhaus war Bier ein Grundnahrungsmittel wie Brot. Aber alle funktionierten und es herrschte keine Gewalt. Ich habe meine ersten Erfahrungen mit Alkohol im Alter von 15 Jahren gemacht. Ich fand es angenehm, unter Alkoholeinfluss nicht mehr so schüchtern zu sein und irgendwie gehörte es damals in meinem Umfeld dazu, 1 oder 2 mal im Monat auf Partys oder in Discos Alkohol zu trinken. Ich habe immer nach Hause gefunden und nie meinen Schlüssel, mein Portemonnaie oder meine Brille verloren :-).

Etwa 20 Jahre lang habe ich unregelmäßig getrunken, mal etwas mehr, mal weniger, abhängig von der Situation und den Personen in meinem Umfeld. Über Alkohol habe ich eigentlich gar nicht nachgedacht, außer, wenn es um andere Familienmitglieder ging. Wenn getrunken wurde, habe ich halt mitgetrunken, wenn nicht, war es mir völlig gleichgültig und ich hatte nach dem Auszug aus dem Elternhaus nur selten Alkohol im Haus.

Problematisch wurde es dann mit Mitte 30, als meine Kinder auf die Welt kamen. Der Alltag mit den Kindern war anstrengend, die Beziehung zu ihrem Vater sehr schwierig, das Geld war extrem knapp (ich ging zeitweise Beeren und Pfandflaschen sammeln, um durchzukommen), es waren keine Großeltern in der Nähe, die mich mal hätten entlasten können. Zwei Jahre habe ich nicht gearbeitet, der Kindsvater sowieso nicht. Es war kein Geld da für Benzin, kein Geld für ein Geschenk, wenn man mal irgendwo eingeladen war, die Gründe für die desolate finanzielle Lage will ich hier nicht erörtern. Die sozialen Kontakte wurden weniger und irgendwann bestand mein tägliches Abendprogramm, wenn die Kinder im Bett waren, aus einem TV-Krimi, 1-2 Gläsern Rotwein und viel Schokolade, alles alleine im Schlafzimmer konsumiert. Vom Vater der Kinder trennte ich mich irgendwann. Dieses Schlafzimmertrinken ging einige Jahre so weiter, aber ich habe immer wieder mal einen Tag oder auch eine Woche Pause gemacht, weil ich diesen Konsum schon bedenklich fand, ich wusste ja, dass in meiner Familie einige Menschen alkoholkrank waren. Der Arzt, dem ich mich anvertraute, meinte: „Im Moment brauchen Sie das eben.“ Als ob der Rotwein eine Medizin wäre, die auch er mir hätte verschreiben können…

Dann lernte ich meinen jetzigen Mann kennen und die Entwicklung nahm Fahrt auf. Mein Mann trank gerne, oft und damals noch viel. Im Keller gab es eine Sammlung erlesener Weine und anderer alkoholischer Getränke, grenzenlose Verfügbarkeit. Wir glaubten, das Leben zu feiern und fanden auch mitten in der Woche einen Grund, eine Flasche Champagner zu öffnen. Wir besuchten regelmäßig gute Restaurants und es spielte keine Rolle, dass der Wein teurer als das Essen war. Am Wochenende trank ich oft zum Frühstück schon Sekt. Ich denke heute, dass ich mir damit beweisen wollte, dass ich mich selbst wertschätze. Und wollte es sicher auch anderen zeigen, denn ich fand den sozialen Absturz, der mit der Mutterschaft kam, sehr beschämend. „Seht mal, vor ein paar Jahren habe ich Pfandflaschen aus dem Gebüsch geholt und nun trinke ich zum Frühstück Sekt und wenn ich will, auch Champagner!“ In den nächsten Jahren trank ich also, wenn ich nicht gearbeitet habe, oft auch schon morgens, konnte aber die Menge noch kontrollieren. Das heißt, wenn ich morgens trank, konsumierte ich den Rest des Tages nicht. 1/2 Flasche Sekt oder Wein war für mich die Grenze, die ich nur sehr selten überschritt, auch weil ich mich sonst verkatert fühlte.

2020 begann eine neue Ära. Meine Mutter war verstorben und ich trauerte mehr als zwei Jahre sehr intensiv. Dazu kam Corona und eine neue Chefin. Im Homeoffice war ich massiv überfordert. Alle Arbeitsabläufe änderten sich und ich kämpfte mit Hardware und Software. Den Zusammenhalt der Kollegen konnte ich nicht mehr spüren, da man sich ja wochenlang nicht sah. Dazu kam die neue Chefin, die uns wenig feinfühlig zu Höchstleistungen anspornen wollte. Sehr fordernd, alles kontrollierend, reglementierend, protokollierend. Machte man Fehler oder konnte sein Pensum nicht schaffen, war die Ansprache oft so schroff, dass Kolleginnen, auch ich, in Tränen ausbrachen. Dazu kam, dass man rund um die Uhr Mails und Nachrichten bekam, so dass kaum noch zwischen Arbeit und Freizeit trennen konnte. Ich war nur noch erschöpft und hatte das Gefühl, meinen Job jeden Tag schlechter zu machen. Nun konnte ich abends nur noch mit Alkohol oder einem Schlafmittel einschlafen, wenn ich am nächsten Tag arbeiten musste. Oft Alkohol UND Schlafmittel. Aus der halben Flasche Wein oder Sekt wurde immer häufiger eine ganze Flasche, ich konnte plötzlich oft nicht mehr aufhören, bis mir übel und schwindelig wurde. Nicht selten fuhr ich in den letzen zwei Jahren verkatert zur Arbeit, was den ohnehin stressigen Job noch schwieriger machte. Dann breitete sich irgrndwann in meinem Kopf ein Nebel aus, den ich anfänglich auf meine Corona-Infektion zurückführte. Ich hatte so gravierende kognitive Probleme, dass ich auch Alzheimer-Demenz oder einen Tumor befürchtete. Der Neurologe fand im MRT nichts und machte Stress für meine Defizite verantwortlich.

In der Woche im September, als ich zum MRT war, fand ich meinen Bruder in seiner Wohnung verwirrt und teilweise gelähmt zwischen tausenden leerer Flaschen, Kot und Erbrochenen. Der Notarzt brachte ihn ins Krankenhaus. Er war drei Wochen nicht ansprechbar, bekam tagelang andauernde epileptische Anfälle, war psychotisch, konnte nicht mehr schlucken, wurde durch eine Sonde ernährt, die Ärzte haben mich darauf vorbereitet, dass er vielleicht stirbt.

Zu sehen, was dieses Teufelsgift aus ihm gemacht hat, hat mir…. ich weiß gerade nicht, wie ich es ausdrücken kann, was in mir vorging. Ich fing an, mich noch intensiver mit dem Thema Alkohol zu beschäftigen und plötzlich sehe ich alles in einem anderen Licht. Es kommt mir plötlich so absurd vor, dieses teuflische Nervengift in sich hineinzuschütten. Ich wollte unbedingt damit aufhören, hatte aber Angst, auch Krampfanfälle oder eine Psychose zu bekommen. Daher habe ich den Alkohol langsam runterdosiert. Erst mal ein paar Tage nur noch ein kleines Gläschen Wein pro Tag, zum Glück ging das ohne Probleme. Dann habe ich ein paar Wochen nur noch 1 bis 2 mal pro Woche kleine Mengen getrunken. Und siehe da, der Nebel im Gehirn verzieht sich und ich brauche auch kein Schlafmittel mehr. Hatte aber ein paar Mal Suchtdruck. Den habe ich mit viel Essen und scharfen Bonbons in Griff bekommen. Ich denke, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, mich vom Alkohol zu befreien. Ich überlege gerade, ob ich mal die Suchtberatungsstelle kontaktiere oder mich einer Selbsthilfegruppe anschließen soll. Ich spüre, dass der Vorsatz, nicht mehr zu trinken, noch gefestigt werden muss. Ich habe seit 6 Tagen nichts getrunken.

Das war eine laaaaange Geschichte, vielen Dank für eure Zeit und Geduld. Ich freue mich, auf den Austausch mit euch 🙂

Liebe Grüße

Blaubeere



   
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(@ichbinhier)
Mitglied
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 2
 

@gaby_guzek 

Oh ich wollte nichts sprengen, sorry. Wie kann ich das löschen? Ich kapiere es leider nicht 🙈



   
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gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4315
 

@ichbinhier 

Alles gut! Nichts löschen. Einfach einen eigenen Thread aufmachen, gerne mit wie gesagt Deiner doch bereits echt tollen Vorstellung. Copy-Paste noch einmal. Dann sehen das auch viel mehr. Hier steht, wie es geht.

Liebe Grüße

Gaby



   
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blaubeere
(@blaubeere)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 114
Topic starter  

@crazy2610 Das ist mega interessant, was du da schreibst, vielen Dank. Auf Alkohol, Kohlenhydrate und weitgehend auf Fett zu verzichten ist aber ein sehr schwieriger Weg, Hut ab! Bin mal sehr gespannt, was meine Blutwerte sagen, wenn ich ein paar Monate abstinent bin.

Ich glaube, im Moment würde mir Sport mehr bringen als weiter an der Ernährung zu schrauben. Vielleicht mal wieder Zeit für den klassischen Neujahrs-Vorsatz :-/Wenigstens nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit einen Spaziergang.

Ich habe immer das Gefühl, dass man im Winter mehr Verlangen nach Süßkram hat.



   
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blaubeere
(@blaubeere)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 114
Topic starter  

@alex7 Huhu Alex, ich habs überstanden. Es war nicht so schlimm, wie erwartet. Es war zwar stressig, aber es war kein Thema, dass ich bestimmte Sachen noch nicht abgearbeitet hatte. Danach hatte ich bis jetzt auch keinen Drang mehr zu trinken. Ich merke diese Woche, dass ich nach der Arbeit nicht mehr so mit den Nerven fertig bin, wie ich es lange war, muss am Alkoholverzicht liegen, sehr sehr erfreulich. ich bin voller Hoffnung, dass langfristig dann auch meine Performance dort wieder besser wird. Ich gehöre wohl nicht zu der großen Gruppe der supergut funktionierenden Alkoholiker.



   
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blaubeere
(@blaubeere)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 114
Topic starter  

@cairni Ich habe die Info von www.diabinfo.de. Ich bin auch der Meinung, dass die Nachteile des Alkohols überwiegen. Aber wie war das noch, war Heroin nicht auch ursprünglich ein Medikament?



   
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(@alex7)
Mitglied
Nüchtern: 3 jahre
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 676
 

@blaubeere es gibt viele Jobs, da ist präzises Zeitmanagement gefragt. Termine wollen erfüllt, Fristen eingehalten werden und und und. Es gibt aber sehr oft Nachfristen, Zweittermine, mögliche Verschiebungen, unterstützende Kollegen. Wenn nicht gerade eine lebensnotwendige Operation durchgeführt werden muss, ist der eigene Anspruch an unsere Leistungen oftmals viel höher, als die externen Erwartungen und unsere arbeitsvertraglichen Pflichten. 

Nimm den Druck raus, wenn es dir zu brenzlig wird - selbst wenn das eine weitere Arbeitsunfähigkeit bedeutet. 

Verfasst von: @blaubeere

Aber wie war das noch, war Heroin nicht auch ursprünglich ein Medikament?

Wenn du meinen thread gelesen hast, wird dir auch aufgefallen sein, dass ich mal dem Gedanken der Selbstmedikation nachgegangen bin. Nüchtern betrachtet (ich mag dieses Wortspiel mittlerweile so sehr 😅) war das aber auch nur die Weinhexe, die mir da im Nacken saß. Sie wollte im wahrsten Sinne des Wortes bedient werden. 



   
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cairni
(@cairni)
Mitglied
Nüchtern: 4 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2352
 

@blaubeere Jau, wohl in der Anfangsphase, genauso wie Kokain. Allerdings kann man heute kaum behaupten, dass Alkohol sich noch in der Anfangsphase befindet. Genügend ist darüber geforscht worden und viele Erkenntnisse gewonnen. Lobbyismus ist überall zu finden, sogar in Richtung WHO etc. Das hat mich zu Anfang erschreckt, inzwischen bin ich viel wachsamer, lass mich von solchen Aussagen nicht blenden, denn mir ist bewusst geworden, wie mächtig die Industriezweige tatsächlich sind. "Wer zahlt, betimmt welche Musik gespielt wird"

Traurig, aber wahr. Oft genug nachgewiesen und verschwindet wieder aus dem Blick der Öffentlichkeit. Übrig bleiben dann solche ähnlichen Aussagen.



   
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crazy2610
(@crazy2610)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 1027
 

@blaubeere 

Ich habe gestern, weil es mich nun selbst interessiert hat, mit meiner Bekannten aus der Erzählung, kommuniziert.

Sie hat mir gesagt, sie misst wenn sie Alkohol trinkt, häufiger ihre Blutzuckerwerte, weil abhängig von dem WAS sie trinkt sie entweder steigen oder stark sinken, auch zeitverzögert. Sie nimmt mittlerweile einen nicht süßen Wein anstatt von Cocktails oder Bier. Nachdem du ja eh aufhören möchtest, ist es wohl kein Thema mehr für dich. Ich wollte nur nochmal nachfragen, weil ich mir über ihre Aussagen und was dahinterliegt niemals große Gedanken gemacht hatte.

Was ich jedenfalls aus eigener Erfahrung bestätigen kann, meine Blutwerte haben sich fast überall deutlich verbessert. Mein leicht erhöhter Cholesterinwert ist nun am oberen Normbereich, mein Blutdruck liegt trotz Reduktion eines Medikamentes größtenteils in grünen Bereich uvm.

ad Sport und/oder Ernährung - ich selbst bin davon überzeugt, dass nur beides gemeinsam funktioniert. Eine gesunde Ernährung ohne Bewegung hinterlässt - mit Verlaub - dennoch träges Fleisch ohne Muskeln. Umgekehrt werden sich kaum gut Muskeln bilden können wenn ihnen der richtige Kraftstoff fehlt. 

LG Crazy

 



   
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(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
 

@blaubeere Moin, ja das stimmt, Heroin von der Firma Bayer war von 1899- 1931 als Hustenmittel frei verkäuflich,  es sollte das stark süchtig machende Morphin ablösen. Schon 1904 wusste man, das es stärker süchtig macht als Morphin, hat es aber noch munter 25 Jahre verkauft. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das der Vergleich mit Alkohol hinkt, das ist echt eine andere Gewichtsklasse,  wobei Alkohol langfristig zersetzender wirkt.



   
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blaubeere
(@blaubeere)
Mitglied
Nüchtern: 2 jahre
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 114
Topic starter  

Geistiges Eigentum…

Huhu, bin hier in diesem Forum gelandet, weil ich ein Alkoholproblem habe. Outen möchte ich mich im Moment noch nicht. Ich weiß, dass es auch auf facebook diverse Gruppen gibt, die sich mit der Suchtthematik befassen, jedoch mag ich facebook nicht besonders. Ich schaue dort vielleicht 1 mal im Quartal hinein, um mir Tipps für ein bestimmtes Hobby zu holen und vermeide es, persönliche Inhalte dort zu teilen. (Ich verstehe auch nicht, warum Leute dort ihre selbst gebackenen Kekse und ihr neues Klopapier mit lustigem Muster zur Schau stellen, aber jedem Tierchen sein Plaisirchen.)

Überrascht war ich, als mich jemand aus diesem Forum darauf hingewiesen hat, dass der Text, mit dem ich mich hier vorgestellt habe, nun bei fb öffentlich ist. Das macht mir ein richtig übles Bauchgefühl, da ich in dem Text doch ziemlich viel über mein Leben und mein Problem preisgegeben habe. Wenn jemand, der mich kennt, das liest, wird er wissen, wer es geschrieben hat. Ich weiß, dass ich mich nicht beklagen darf, denn die Rechte an meinem geistigen Eigentum habe ich mit meinem Beitritt ins Forum abgetreten. Das Kleingedruckte habe ich ehrlich gesagt nicht studiert und so habe ich mich auch nicht mit Punkt 11 der Geschäftsbedingungen auseinandergesetzt: „Für alle Inhalte, die Sie auf den Websites und/oder Foren, insbesondere auf alkohol-ade.com im Mitgliederforum veröffentlichen, gewähren Sie der Anbieterin das gebührenfreie, unbefristete, honorarfreie, unwiderrufliche und nicht ausschließliche Recht, einschließlich des Rechts zur Gewährung von Unterlizenzen, diese Inhalte (ganz oder teilweise) weltweit zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen, darzustellen und/oder den betreffenden Inhalt während der gesamten Dauer der Rechte, die an dem Inhalt bestehen, in andere Werke, Medien oder Technologien, gleichgültig ob sie gegenwärtig bekannt sind oder erst noch entwickelt werden, in welcher Form auch immer, zu übernehmen.“ 

Uff, dumm von mir. Die Vorstellung hätte ich besseretwas knapper gehalten.

Was bedeutet denn „während der gesamten Dauer der Rechte“? Ich bin eigentlich von lebenslänglich plus ausgegangen…

 

 



   
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