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Um nicht in Versuchung zu geraten, sage ich einen privaten Termin nach dem anderen ab. Erfinde ausreden, wie z.B. meine 2. Impfung steht an, ich nehme Medikamente, ich habe doch keine Zeit...
Ich bin eine 46 Jahre alt Frau, verheiratet mit einem tollen Mann (auch noch Arzt). Wir haben eine gemeinsame, wundervolle Teenager Tochter, die es auch längst satt hat, mich angetrunken zu sehen. Meine Mutter sowieso - sie hat es aber aufgegeben, dies zu thematisieren. Ich bin körperlich relativ fit (laufe Marathon, ernähre mich gesund), stehe finanziell sehr stabil da und habe auch sonst einen tollen Job und nette Freunde. Ich hoffe, ich finde im Buch die Antwort auf die Frage warum ich denn überhaupt dieses schädliche Trinkverhalten entwickelt habe? Ich habe das Buch angefangen zu lesen. Es wirkt auf mich zunächst ein klein wenig abstrakt und sehr wissenschaftlich. Aber das ist für mich ein guter, neuer, frischer Ansatz. Alle anderen Versuche haben bisher eh nix gebracht bzw. ich habe es wohl noch nie so richtig versucht.
Mein Trinkverhalten ist vielleicht etwas ungewöhnlich, dennoch absolut nicht mehr gesund: ich trinke ca 1x pro Woche, aber dann total exzessiv bis zum völligen Rausch (fast Bewusstlosigkeit, inkl. Filmrisse, etc.). Danach habe ich wg des grausamen Katers wieder einmal einen kostbaren Tag meines Lebens verloren. Macht mind. 52 verlorene Tage pro Jahr. Und nicht nur das verliere ich: auch das Vertrauen meiner Familie, meine Job-Stabilität, meine Gesundheit und vieles mehr.
Ich nehme zudem seit 20 Jahren Anti-Depressiva. In der Kombi ist das fatal.
Ob heute der 1. Tag meines neuen Lebens ist, weiß ich noch nicht. Ich habe mich selbst schon so oft enttäuscht. Irgendwie traue ich mich nicht...es tut gut die Beiträge im Forum zu lesen. Inzwischen logge ich mich fast täglich ein. Danke an euch allen.
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Liebe Grüße
Gaby
@dianaberlin Neues Leben...ja das hört sich seltsam an. Was so vertraut war muss weg. Ich weiss genau was du meinst. Es ist wie den Kleiderschrank entrümpeln...schmeiss nix weg irgendwann brauche ich es.
@dianaberlin oje an diese erniedrigenden Situationen wie Einschlafen, Heimschwanken, unnötige Dramen produziert, Stürzen, Filmriss etc. Kennen wohl viele von uns. Ebenso die Schuldgefühle, die Katerdepression und das Bedürfnis, unterirdisch gehen zu wollen. Du bist damit nicht alleine.
Bitte quäle dich nicht mit Selbstvorwürfen. Versuche zu begreifen, was los war und warum du in diese Situation geraten bist. Nur dann weisst du, was du nächstes Mal besser machst.
Nimmst du die NEM noch verlässlich? Hast du GABA für den Notfall auch in der Handtasche, um runter zu kommen bei Aufwühlung, Stress etc ? Hast du genug gegessen oder warst du Unterzuckert? Warst du mit Menschen unterwegs, die dir nicht gut tun oder mit denen du früher immer getrunken hast und du wärst dir beim Cola einsam vorgekommen ?
Bist du zu lange geblieben und hast dich nicht getraut, deine Grenzen zu wahren und dann zu gehen, wenn es für dich passt ? Konntest du nicht Nein sagen und es war der soziale Druck ?
Je nachdem was los war kannst du es künftig anders machen und besser auf dich acht geben.
Ich hoffe, du bist wieder dabei und lässt dich vom Rückfall nicht unterkriegen.
Herzlichen Gruß
Nina





